Mehr zu diesem Thema:
- Ausbildung zum Lokführer
- Ausbildung zum Rettungsassistenten
- Ausbildung zum Mechatroniker
- Ausbildung zum Fitnessfachwirt
- Ausbildung zum Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA)
Ausbildung zum Fahrlehrer
Thema: Ausbildung und Lehre | Bookmarken / Mailen
Wenn der Beifahrer zum Chef wird
Spätestens seit der gemütlichen Frau Zielke in der Doku-Soap „Die Fahrschule“ wissen wir wie anstrengend Fahrschüler sein können. Aber auch wie unterschiedlich die Leute sind mit denen man tagtäglich zusammenarbeitet, wenn man sich entscheidet Fahrlehrer zu werden. Es gibt momentan zwei Fraktionen im Bereich der Fahrlehrerausbildung: Jene, die dem Jammern verfallen sind und meinen es gäbe mehr Fahrschulen als Bäckereien und jene, denen klar ist, dass jeden Tag neue Führerscheinanwärter dazukommen und den Job des Fahrlehrers zu einem sicheren Berufsbild machen. Knapp 1 Million Prüfungen jährlich sprechen für sich. Hier erfahren Sie mehr über den Weg zum wichtigsten Beifahrer.
Die Voraussetzungen
Um staatlich anerkannte Lehrkraft nach dem Fahrlehrergesetz zu werden, müssen einige Kleinigkeiten mitgebracht werden. Für die Abschlussprüfung muss man ein Mindestalter von 22 Jahren haben, in denen bereits drei Jahre Fahrpraxis und zwar mit Pkw plus Anhänger (BE) vorgewiesen werden sollen. Wer nicht mit einem Abitur dienen kann, muss eine abgeschlossene staatlich anerkannte Ausbildung in einem Lehrberuf mitbringen. Und da Fahrlehrer, auch wenn sie später nur im Pkw unterrichten möchten, über jegliche Art von Verkehrsteilnehmern bescheid wissen sollen, sind der Erwerb der Führerscheinklassen A (Motorrad, offen) und CE (Lkw mit Anhänger) ebenfalls Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung. Möchte man später auch Busfahrer ausbilden, so muss man zusätzlich noch den Führerschein der Klasse DE (Bus mit Anhänger) machen. Neben all diesen Vorbildungen sind geistige und körperliche Eignung noch vom Arzt festzustellen.
Ausbildung
In Deutschland gibt es ca. 50 anerkannte Fahrlehrerausbildungsstätten, in denen teilweise der Erwerb der oben genannten höheren Führerscheinklassen zu einer Art Grundstufe der Ausbildung gehört, das heißt zusätzliche Führerscheinklassen werden geballt erworben. Diese aber vorher bereits gemacht zu haben, ist natürlich kein Nachteil. Denn die Ausbildung zum Fahrlehrer muss von jedem persönlich finanziert werden, es sei denn man gerät in den äußerst seltenen Fall, dass einen eine Fahrschule, als späterer Arbeitgeber, schon im vorhinein bei der Finanzierung unterstützt. Der Unterricht in der Fahrlehrerausbildungsstätte findet ganztags statt und beinhaltet verschiedene Bereiche vom praktischen Fahren über Pädagogik und rechtliche Grundlagen zu Fahrphysik und Fahrzeugtechnik. Je nach vorherigem Erwerb von Fahrerlaubnissen dauert dieser Teil von fünf bis zu zwölf Monaten. Anschließend muss noch ein mindestens viereinhalb Monate dauerndes Praktikum an einer Ausbildungsfahrschule absolviert werden. Dort soll der angehende Fahrlehrer bereits eigenständig aber unter Aufsicht von erfahrenen Ausbildern theoretische und praktische Unterrichtsstunden leiten.
Abschluss und danach?
In der Fahrlehrerprüfung werden drei Bereiche abgefragt. Zuerst findet eine fahrpraktische Prüfung statt, in der der Prüfling beweisen soll, dass er ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr vorschriftsmäßig, sicher, gewandt und umweltschonend steuern kann. In einer folgenden Fachkundeprüfung müssen schriftlich und mündlich die einschlägigen Wissensgebiete abgearbeitet werden. Zu guter letzt werden Lehrproben abgenommen, bei der man im Beisein von Prüfern sowohl theoretischen als auch praktischen Unterricht erfolgreich erteilen muss.
Zu den grundlegenden und unumgänglichen Formen der Weiterbildung gehören die Teilnahme an Fortbildungsseminaren mindestens alle vier Jahre um auf dem Stand der Dinge zu bleiben was Technik, Recht und andere Bereiche betrifft. Um sich schließlich als Fahrlehrer selbstständig zu machen, braucht man eine mindestens 2 Jahre anhaltende hauptberufliche Tätigkeit als angestellter Fahrlehrer und unter anderem ein betriebswirtschaftliches Seminar.
Da wir Ihnen diese Woche schon die zehnte Ausbildung vorgestellt haben, geben wir nächste Woche noch mal einen Überblick über alle bisher präsentierten Ausbildungen raus.
Im Rahmen unserer täglichen Bildungsreihen finden Sie morgen an dieser Stelle zum Thema Bildungseinrichtungen im In- und Ausland einen Artikel über das bedeutendste deutsche kulturelle Institut.
Das Vorstellungsgespraech
Dieses Buch bereitet den Leser auf das Vorstellungsgespraech vor,berichtet ueber Ablauf, eventuelle Probleme und erklaert wie man sich am Besten vorbereitet.
Mehr zum Buch: Vorstellungsgespraech

Hallo,
ich besitze alle Führerscheinklassen,incl. Personenbeförderungsschein für Omnibusse. Möchte dieses gerne erweitern auf die Fahrlehrerausbildung.Da ich dieses Jahr arbeitslos geworden bin, wg. eines Bandscheibenvorfalls möchte ich wissen, ob diesbezüglich auch eine Umschulung als Fahrlehrer angeboten wird.
MfG
Chris