Ausbildung Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA)

ptaDie richtige Mixtur im Beruf
2002 wurde der Beruf Pharmazeutisch-technischer/e Assistent/in zum Beruf des Jahres gewählt. Wer gerne mit Menschen zu tun hat, sich besonders für naturwissenschaftliche Fächer und medizinische Fachbereiche interessiert, findet in diesem Beruf vermutlich alles was er sucht. Es handelt sich hierbei um einen sehr vielseitigen Beruf, der viel Eigeninitiative und Selbständigkeit erfordert. Erfahren Sie hier, welche Voraussetzungen man mitbringen muss, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten und wie die Ausbildung zum/r PTA abläuft.

Lesetipp: Welche Ausbildungsberufe gibt es?

Aufgaben eines/r Pharmazeutisch-technischen Assistenten/in
Zur Aufgabe der/s PTA gehört vor allem die Herstellung von Arzneimitteln, die Beratung von Kunden zur richtigen Anwendung von Medikamenten und die Abgabe von Arzneimitteln. Die PTAs arbeiten unter der Aufsicht des Apothekers und unterstützen ihn bei seinen pharmazeutischen Aufgaben.

Voraussetzungen
Um die Ausbildung zum/r PTA beginnen zu können, benötigt man einen Realschulabschluss oder einen vergleichbaren Bildungsabschluss. Außerdem muss man mindestens 16 Jahre alt sein. Man sollte Gefallen an naturwissenschaftlichen Fachgebieten und medizinischen Themen mitbringen. Aber auch gute Kenntnisse in anderen schulischen Fächern sind von Vorteil, da z.B. auch Themengebiete aus Mathematik, Recht und EDV gelehrt werden. Es ist aber auch wichtig, zuverlässig zu sein, gerne mit Menschen zu tun zu haben und offen gegenüber diesen zu sein, damit später eine gute Beratung der Kunden möglich ist.

Ausbildungsablauf
Die Ausbildung dauert in der Regel 2,5 Jahre. Davon wird man 2 Jahre an einer PTA-Schule unterrichtet. Daran schließt sich ein halbes Jahr Praktikum in einer Apotheke an. In der PTA-Schule werden verschiedenste Fächer unterrichtet, die die Auszubildenden auf das spätere Berufsleben optimal vorbereiten sollen. Diese Unterrichtsinhalte lassen sich in verschiedene Lernbereiche zusammenfassen: Verordnungen ausführen, Beraten und Abgeben von Medikamenten, Dienstleistungen anbieten und erbringen, Arzneimittel herstellen, Qualität kontrollieren und bei der Betriebsgestaltung und -entwicklung mitarbeiten. Unter anderem werden in diesen Bereichen z.B. folgende Fächer unterrichtet: Allgemeine und pharmazeutische Chemie, Arzneimittelherstellung, Arzneimittel- und Medizinproduktekunde oder Drogenkunde. Neben den rein theoretischen Unterrichtseinheiten gibt es aber auch praktische Übungen wie das Untersuchen von Körperflüssigkeiten, Erkennen von Arzneipflanzen und Herstellen von Arzneimitteln, die die Schüler/innen zu absolvieren haben. Während der Ausbildungsphase in der PTA-Schule, müssen 160 Tage Praktikum in einer Apotheke absolviert werden. Dies muss während den Schulferien geschehen. Zusätzlich muss ein Kurs in erster Hilfe erfolgreich abgelegt werden. Der erste, schulische Teil der Ausbildung zum pharmazeutisch technischen Assistenten endet mit dem ersten Abschnitt der Prüfung, der aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil besteht. Darauf folgt direkt der Praktische Teil der Ausbildung, der ein halbes Jahr dauert. In dieser Zeit, werden die Auszubildenden in einer Apotheke direkt weiter ausgebildet und mit dem Arbeitsalltag vertraut gemacht. Hier werden nun die zuvor gelernten theoretischen Kenntnisse und Fertigkeiten in die Praxis umgesetzt. Während dieser Phase, müssen die angehenden PTAs ein Protokoll über ihre täglichen Erfahrungen und das neu gelernte führen. Der praktische Teil der Ausbildung wird mit dem zweiten Abschnitt der staatlichen Prüfung zum Pharmazeutisch technischen Assistenten/in. Nach Bestehen der Prüfung wird einem die Berufsbezeichnung verliehen.

PTA-Schulen
Die Bewerbung zur Ausbildung wird nicht an Apotheken, sondern an so genannte PTA-Schulen gerichtet. Es gibt sowohl staatliche als auch private Schulen, wobei aber auch die privaten Schulen staatlich anerkannt sind und es so keine Probleme im zukünftigen Berufsleben geben wird. Bei der Ausbildung zum/r PTA, handelt es nicht um eine Ausbildung, bei der man während der gesamten Zeit eine Vergütung erhält. Im Gegenteil. Hat man nicht das Glück an einer staatlichen Schule angenommen zu werden, muss man für den Besuch einer privaten Schule ein Schulgeld bezahlen. Dieses variiert stark, von Schule zu Schule und von Bundesland zu Bundesland. Während des halbjährigen Praktikums erhält man aber eine Praktikumsvergütung von ca. 500 Euro.

Berufsfelder
Nach der Ausbildung zum/r Pharmazeutisch-technischen Assistenten/in bietet sich die Möglichkeit in verschiedenen Arbeitbereichen tätig zu werden. Arbeiten kann man in öffentlichen oder Krankenhausapotheken, an Universitäten, in der pharmazeutischen Industrie oder in Arzneimitteluntersuchungsstellen. Somit sind mehr technisch und naturwissenschaftlich Interessierte in der Industrie gut aufgehoben. Diejenigen, die sich mehr für die Arzneimittelherstellung und -prüfung interessieren, sollten sich um einen Job im Krankenhaus bemühen, da der Anteil dieses Arbeitsgebietes dort am größten ist. Hat man gerne viel mit Menschen zu tun, findet man wohl in der öffentlichen Apotheke sein Glück. Die meisten, die eine Ausbildung zum/r PTA anfangen, streben diese Möglichkeit an.

Berufsaussichten und Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Berufsaussichten für PTAs sehen sehr gut aus. Da es sich um gut ausgebildete und qualifizierte Fachkräfte handelt, sind sie immer gefragt. Dennoch ist der Arbeitsmarkt abhängig von den Apotheken. Es ist noch nicht vorauszusehen, wie sich die Gesundheitsreform auf die Zukunft der PTAs auswirken wird. Nach 2jähriger Berufstätigkeit ist es möglich sich berufsbegleitend weiterzubilden. Die Weiterbildung kann in unterschiedlichen Bereichen stattfinden: Dermopharmazie, Ernährung oder in der Industrie.

Tipps für das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung zum Pharmazeutisch-technischen Assistenten PTA.

Hier finden Sie eine Liste von weiteren beliebten Ausbildungsberufen.

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