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Ausbildung zum Tierpfleger
Thema: Ausbildung und Lehre | Bookmarken / Mailen
Elefant, Tiger und Co.
Die Fernseh-Dokumentationen à la „Tierisch Kölsch“, „Ruhrpott-Schnauzen“ oder „Menschen, Tiere und Doktoren“ haben im letzten Jahr die Aufmerksamkeit auf ein bisher wenig durchleuchtetes Berufsfeld gelenkt. Seit es diese Dokumentationen gibt, sind die Bewerberzahlen von jungen Interessierten in Zoos und Tierarztpraxen massiv gestiegen. Doch Tierliebe alleine reicht nicht, um schlussendlich auch ein erfolgreicher Tierpfleger zu sein. Was zusätzlich nötig ist, erfahren sie hier.
Voraussetzungen
Die dreijährige Ausbildung gehört zu den anerkannten Lehrberufen und fordert von den Bewerbern mehr als das bloße Interesse an Tieren. Nach dem Hauptschulabschluss sollte man zumindest noch ein dreiwöchiges Praktikum in einer entsprechenden Einrichtung , die mit Tieren arbeitet, vorweisen können. Da sich die Arbeit mit den Tieren äußerst vielseitig gestaltet, sollte man ein gewisses Interesse und Verständnis für die Naturwissenschaften mitbringen. Und da Tiere keine „Patienten“ sind, die mit einem reden, ist eine Beobachtungsgabe ebenfalls von Vorteil. Machen Sie sich jedoch auch klar, dass die Arbeit kein symbolischer und wörtlicher Streichelzoo ist – sowohl tägliche Säuberungsarbeiten, als auch der teilweise bewusst hervorgerufene Tod von Tieren gehören zum Arbeitsalltag eines Tierpflegers. Des Weiteren arbeiten Sie natürlich nicht nur mit Haustieren, sondern auch Insekten und andere Tiere, die man für gewöhnlich meiden würde, gehören zum Klientel.
Ablauf der Ausbildung
Die drei Ausbildungsjahre sind gegliedert in praktische Blöcke und in Abschnitte, die man an der Berufsschule verbringt. Generell sollen neben allgemeinen Grundkenntnissen über Anatomie, Haltung, Ernährung, Pflege und Transport von Tieren drei Bereiche unterrichtet werden, die bei entsprechender Spezialisierung den späteren Berufsalltag kennzeichnen. Das in der Allgemeinheit am weitesten bekannte Tätigkeitsfeld bezieht sich auf die Zootierpflege für die zusätzliches Wissen in den Bereichen der Gehegeerstellung und –erhaltung, Aneignung von Kenntnissen über exotische Tiere, Zucht und Aufzucht sowie die Betreuung von Zoobesuchern vermittelt wird. Dafür durchwandert der Azubi im Laufe seiner Ausbildung alle Reviere des Zoos und einige sogar doppelt, wenn diese komplexere Anforderungen an den Lehrling stellen. Ein zweites Gebiet ist die Forschung und Klinik bei dem man sich hauptsächlich in Laboratorien und Tierkliniken übt und mit der Aufzucht und dem Umgang von Versuchstieren beschäftigt ist. Hier kommt man an einen Punkt, an dem man Tierliebe und eigene Ethik im Bezug auf Tierversuche miteinander in Einklang bringen muss. Der dritte Bereich bezieht sich auf die Pflege in Tierheimen und vermittelt dazu spezielle Kenntnisse. Im Vordergrund steht hier ganz besonders die artgerechte Haltung von Tieren.
Prüfungen, Weiterbildung und Einstiegschancen
Wie in den meisten Ausbildungen muss zur Halbzeit eine Zwischenprüfung erfolgreich abgelegt werden und zum Abschluss der Ausbildung eine theoretische Prüfung – meist vor der örtlichen Industrie- und Handelskammer – und eine praktische Prüfung im Ausbildungsbetrieb bestanden werden. Anschließend besteht die Möglichkeit durch Fortbildungen zum Tierpflegemeister zu werden. Die Einstiegschancen stehen tatsächlich ganz gut, da in der Regel auch von z.B. großen zoologischen Gärten jährlich nicht mehr als 5 bis 10 Bewerber ausgebildet werden und eine größere Nachfrage nach geschultem Personal besteht. Kommt man im eigenen Ausbildungsbetrieb nicht unter, so findet sich meist in näherer Umgebung ein Arbeitgeber.
Das Vorstellungsgespraech
Dieses Buch bereitet den Leser auf das Vorstellungsgespraech vor,berichtet ueber Ablauf, eventuelle Probleme und erklaert wie man sich am Besten vorbereitet.
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