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Anderen helfen im Alltag wieder besser klar zu kommen - Ergotherapie
Ergotherapeuten helfen (meist erkrankten) Menschen im Alltag besser zurecht zu kommen. Egal ob bei Kindern, Kranken oder älteren Menschen – Ergotherapie ist ein anerkanntes Heilmittel, das auch vom Arzt verschrieben werden kann. Doch wie wird man Ergotherapeut und was macht man da genau? Ist das nicht genau dasselbe wie Physiotherapie? Lesen Sie hier mehr darüber, wer Ergotherapeut werden kann und was Ergotherapeuten im täglichen Arbeitsalltag machen.
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Berufsbild
Ergotherapie gilt als medizinisches Heilmittel. Ergotherapeuten unterstützen Menschen, die in ihren kognitiven, motorischen und neuropsychologischen Fähigkeiten eingeschränkt sind. Die Patienten haben Probleme bei alltäglichen Handlungen und genau dabei helfen ihnen die Ergotherapeuten. Sie versuchen mit Hilfe von modernen Therapieverfahren und ergotherapeutischen Hilfsmitteln diese Einschränkungen im Alltag zu bewältigen und den Menschen so gut es geht ihre Selbstständigkeit im häuslichen und z.B. schulischen oder beruflichen Bereich wieder zurück zu geben. Sie kümmern sich auch darum, dass Wohnräume auf die neue Situation (z.B. Leben im Rollstuhl) entsprechend angepasst werden und dass Menschen lernen mit speziellen Hilfsmitteln (z.B. bestimmtes Besteck) umzugehen. Ergotherapie beinhaltet z.B. Training der motorischen Fähigkeiten im Alltag, Training von Selbstständigkeit im Alltag, funktionelle Übungen, Prothesentraining und Übungen um die Gehirnleistung (Gedächtnisleistung) wieder zu verbessern.
Voraussetzungen und Ablauf der Ausbildung
Um eine Ausbildung als Ergotherapeut/in beginnen zu können, benötigt man einen Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsabschluss. Auch ein Hauptschulabschluss mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung ist eine gute Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz als Ergotherapeut. Bei der Ausbildung zum Ergotherapeuten handelt es sich um eine bundesweit einheitlich geregelte Ausbildung an Berufsfachschulen oder privaten Schulen. Eine Schulgebühr ist in den meisten Fällen durchaus üblich. Eine Ausbildung an Fachhochschulen (Abschluss: Diplom oder Bachelor) ist seit neuestem ebenfalls möglich. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und schließt mit einem Examen ab. In dieser Zeit findet sowohl theoretischer als auch praktischer Unterricht statt. Während der Ausbildung werden Praktika in ergotherapeutischen Abteilungen oder entsprechenden Praxen abgeleistet. Hier ein kleiner Auszug der Fächer, die in der Ausbildungszeit theoretisch und praktisch unterrichtet werden: Grundlagen der Ergotherapie (beinhaltet z.B. Fachsprache und Staatskunde), medizinische Grundlagen (Hygiene), Arzneimittellehre, Ausbildung in erster Hilfe, Psychologie und Pädagogik, ergotherapeutische Mittel (Schienen, Hilfsmittel) und ergotherapeutische Verfahren. Die Ausbildung schließt mit einer theoretischen und praktischen Prüfung ab. Als persönliche Voraussetzungen sollte man auch einiges mitbringen. So sollte man ein gewisses Interesse an handwerklichen Arbeiten haben, da viel in z.B. künstlerischen Werkstätten gearbeitet wird und auch Hilfsmittel selbst hergestellt werden. Zusätzlich sind ein gewisses Interesse an medizinischen Sachinhalten und pädagogische und psychologische Fähigkeiten von großem Vorteil. Man sollte keine Berührungsängste haben und Freude am Arbeiten mit anderen Menschen haben.
Wo kann ich arbeiten?
Ergotherapeuten arbeiten in allgemeinen Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, in speziellen Praxen, in Altenheimen und in Wohnheimen für Behinderte. Dort arbeiten sie sowohl in Werkstätten (Kunst- und Gestaltungstherapie) als auch im Krankenzimmer selbst (Gedächtnistraining, Prothesentraining). Auch Aktivitäten im Freien oder in der eigenen Wohnung sind nicht selten (Anpassung an die neuen Lebenssituationen, Erlernen von neuen Bewegungsabläufen, wie Einsteigen in die Badewanne, Zurechtkommen mit dem Rollstuhl). Teilweise kann man auch Anstellungen in der Psychiatrie bekommen.
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