Ausbildung zur Arzthelferin bzw. Medizinischen Fachangestellten

Arzthelferinnen/medizinische Fachangestellte haben in der Zukunft wohl gute Berufschancen

Der Beruf des Arzthelfers kann als klassischer Frauenberuf bezeichnet werden, da der Anteil männlicher Angestellter relativ gering ist. Auf Grund der im Durchschnitt immer älter werdenden Bevölkerung kann davon ausgegangen werden, dass Arzthelferinnen und Arzthelfer auch in Zukunft gute Aussichten auf eine Anstellung haben werden.

Ältere Menschen haben in der Regel einen höheren Bedarf an ärztlicher Versorgung als jüngere Menschen.

Aufgaben einer Arzthelferin

Der Aufgabenbereich einer medizinischen Fachangestellten bzw. eines Fachangestellten umfasst die Unterstützung des Arztes bzw. der Ärztin vor, während und nach der Behandlung von Patienten.

Die konkreten Aufgaben sind Wechseln von Verbänden, Setzen von Spritzen und Assistieren bei kleineren Eingriffen. Ebenso müssen jedoch auch Büro- und Verwaltungstätigkeiten übernommen werden.

Arbeitsplatz einer Arzthelferin

Neben einer Anstellung in Arztpraxen bieten unter anderem Krankenhäuser und Labors Stellen an.

Voraussetzungen

Rechtlich ist keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben.

Der tägliche Umgang mit Patienten und ihren Problemen setzt die Beherrschung der deutschen Sprache sowie Kontaktfreudigkeit, Ruhe, Geduld und Einfühlungsvermögen voraus.

Wichtigste persönliche Eigenschaften für eine Arzthelferin bzw. einen Arzthelfer sind allerdings Verantwortungsbewusstsein und Genauigkeit, da es um das Leben von Menschen geht. Fehler können schwerwiegende Folgen haben.

Weiterhin erfordert die Bewältigung der Büroarbeiten einen gewissen Grad an Organisationstalent.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten dauert grundsätzlich 3 Jahre und schliesst wie bei anderen Ausbildungen mit einer Abschlussprüfung ab. Die Vergütung variiert je nach Ausbildungsjahr und Bundesland.

Inhalt der Ausbildung

Während der Ausbildung werden unter anderem folgende Kenntnisse vermittelt:

  • Betreuung  von Patienten,
  • Nutzung von Softwareprogrammen,
  • Assistieren,
  • Nutzung und Umgang mit medizinischen Geräten und Material,
  • Durchführung von Laboruntersuchungen,
  • Abwicklung von Abrechnungen
  • Umgang mit Beschwerden und Konfliktsituationen.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Da sich unter anderem Behandlungsmethoden, medizinische Geräte und die eingesetzte Software ständig fortentwickeln, sollten sich medizinische Fachangestellte über diese Neuerungen informieren und entsprechende Weiterbildungskurse besuchen.

Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bestehen in der Fortbildung

  • zum Betriebswirt bzw. zur Betriebswirtin im Bereich Gesundheit
  • zum Techniker bzw. zur Technikerin für Medizintechnik
  • zum Arztfachhelfer bzw. zur Arztfachhelferin

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