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Die neuen Ausbildungsberufe 2007
Thema: Ausbildung und Lehre | Bookmarken / Mailen
Jedes Jahr kommt was neues hinzu, aber Altes muss auch weichen – die Baubranche und die Software-Entwicklung sind dieses Jahr dran
Der Bedarf in Wirtschaft und Industrie sowie im Bereich der Dienstleistungen erfordert stetigen Wandel und so werden auch die Berufsbilder immer wieder geändert oder verfeinert. So kommt es, dass in Deutschland immer mal wieder neue Ausbildungen als solche anerkannt werden und neues Fachpersonal auf den Arbeitsmarkt bringen. Die Baubranche hat gleich zwei neue Lehrberufe hervorgebracht, die sich mit Holz- und Bautenschutz beschäftigen. Der Mathematisch-technische Assistent wird in Zukunft dem mit Softwarekenntnissen erweiterten Berufsbild weichen müssen. Bildung-news.com stellt Ihnen die neuen Berufe genauer vor.
Fachkraft für Holz- und Bautenschutz
Bislang war es in der Baubranche üblich für den Erhalt, das Instandsetzen und die Sanierung von Gebäuden Arbeiter aus verschiedenen Baubereichen umzuschulen. Da man für die anspruchsvolle Arbeit gerne auf spezialisiertes Fachpersonal zurückgreifen möchte, auch um das Image dieser Branche auf dem Markt zu Stärken, wurden zum Beginn des Ausbildungsjahres 2007 zwei neue Ausbildungsberufe eingeführt. Die „Fachkraft für Holz- und Bautenschutz“ ist in diesem Fall so was wie die verkürzte Form des „Holz- und Bautenschützers“, der sich nach der gleich ablaufenden zweijährigen Grundausbildung noch ein weiteres Jahr spezialisiert. Das heißt, nach zwei Jahren wäre man bereits fertige Fachkraft für Holz- und Bautenschutz, man kann sich die Zeit aber komplett auf die längere Ausbildung anrechnen lassen. Erwünscht für dieses Berufsbild sind handwerkliches Interesse und eine naturwissenschaftliche Ader, besonders im Bereich Chemie und Biologie, da man sich mit Umweltschutz und Insekten befassen wird. Die Ausbildung findet größtenteils im Betrieb statt und wird phasenweise in Unterrichten an Berufsschulen vertieft. Die vier Hauptbereiche der Ausbildung lassen recht eindeutig auf das spätere Tätigkeitsfeld schließen. Zu den grundlegenden berufsprofilgebenden Fertigkeiten gehört unter anderem die Kenntnis über Insektenbekämpfung und Pilzbefall, deren Folgen in und an Gebäuden und die nötigen Reparaturen. Im zweiten und dritten Abschnitt der Ausbildung stehen die Arbeit mit Maschinen und Werkzeugen, der Umgang mit Kunden sowie das Erkennen von Schäden an Holz und anderen Werkstoffen und deren Beurteilung im Mittelpunkt. Im vierten, sogenannten integrativen Abschnitt, der im dritten Jahr vollzogen wird, lernen die Auszubildenden den Umgang mit bestimmten Werk- und Gefahrenstoffen, Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wichtige Aspekte des Umwelt- und Gesundheitsschutzes. Für Ausbildung und spätere Beschäftigung gibt es zahlreiche Betriebe für Holz- und Bautenschutz. Nach dem Abschluss besteht aber natürlich auch die Möglichkeit sich selbständig zu machen.
Mathematisch-technischer Software-Entwickler
Die Ausbildung zum Mathematisch-technischen Assistenten wurde in einem neuen Lehrberuf, der den Computer als Hilfsmittel wesentlich mehr mit einbezieht, neu definiert. So soll neben der Mathematik die Informatik im Mittelpunkt stehen. Wer also schon in der Schule mit Mathe weniger Probleme hatte und sich zusätzlich für Arbeit am PC begeistern kann, ist in diesem neuen Ausbildungsberuf womöglich bestens aufgehoben. Die dreijährige Ausbildung findet, wie die meisten Ausbildungen, teilweise in der Berufsschule und zu Teilen in einem Ausbildungsbetrieb statt. Der zu erlernende Stoff kann grob in zwei Abschnitte gegliedert werden. Einerseits sollen betriebsinterne Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse, sowie die Teamarbeit und das Projektmanagement vermittelt werden. Der andere Abschnitt beschäftigt sich dann mit den berufsspezifischen Inhalten. Dazu gehören die Umsetzung mathematischer Methoden aus Analysis und Stochastik, die softwaretechnische Analyse und Problembehandlung sowie die Erstellung von Software. Mögliche spätere Arbeitgeber sind Forschungs- oder Wirtschaftsunternehmen, für die Softwaresysteme entwickelt, umgesetzt und gewartet werden.
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