Wie halte ich einen guten Vortrag / Diskussion?

Rhetorik, Diskutieren lernen, Vorträge haltenEinen Vortrag halten – Teil 1
Oft im Leben müssen wir uns unseren Standpunkt verteidigen, ob in Diskussionen oder in einem Vortrag. Doch bevor man seine Argumente vorträgt, ist es wichtig die Situation in der man sich befindet – um nicht nur die richtige Wortwahl zu treffen sondern auch um sich situationsgerecht zu verhalten, nicht übers Ziel hinauszuschießen. Denn auch wenn Rhetorik ein wichtiges Thema ist, um seine Meinung gekonnt vorzutragen, gibt es doch noch viele andere Grundlegende Regeln zu beachten, die mindestens genauso wichtig sind.

Es gibt eine handvoll Fragen, die man sich selbst vor und während einer Diskussion immer wieder stellen sollte, um zu testen ob man sich richtig verhält oder eher kontraproduktiv ist.

  • 1. An wen richte ich mich?

Handelt es sich um eine Diskussion unter Freunden, einen Vortrag für Studenten oder verteidige ich mein Projekt / meine Idee vor meinem Chef oder einem Investor. Dementsprechend müssen mein Auftreten und auch meine Kleidung sein. Ich kann nicht den Chef oder Investor anmeckern, denn auch wenn es Meinungsunterschiede geben mag, ich möchte etwas von ihm.

  • 2. Was ist mein Ziel?

Möchte ich nur meine Meinung vortragen (mehr Spielraum) oder will ich für ein konkretes Projekt die Zustimmung des Chefs oder den finanziellen Zuschuss eines Investors. Es mag sein das der Investor nicht mit meiner Meinung übereinstimmt, hier hilft kein sich aufregen, eine andere Argumentation muss gefunden werden um ihn zu überzeugen in meine gute Idee zu investieren.

  • 3. Wie viel Zeit habe ich zur Verfügung?

Dauert mein Vortrag 10 Minuten oder habe ich 2 Stunden um meine Argumentation zu entwickeln? Darauf muss mein Redebeitrag abgestimmt sein. Wenig Zeit erfordert mehr direkte und klare Aussprachen von dem was ich gerne vermitteln möchte. In 10 Minuten kann ich dem Investor nicht die ganze Geschichte erzählen, aber die Argumente zusammentragen, warum sich für ihn eine Investition gerade hier lohnt.

  • 4. An welchem Ort diskutiere ich?

Unsere Wortwahl, unsere Gestik und Mimik und auch das Auftreten (inkl. Kleidung) müssen dem Ort angepasst werden. Der universitäre Rahmen hat nicht so einen strengen Kleidungskodex wie der Beratungsraum einer Bank. Was für den Investor Schlips und Kragen, sind in der Universität der familiäre Look der unsere Zuhörer bereiter macht unsere Ansicht zu verstehen.

  • 5. Zu welchem Zeitpunkt darf ich meine Belange vortragen?

Bin ich der erste der seine Meinung vorträgt oder der letzte der sich zu dem Thema äußern darf? Das Publikum ist nicht genauso konzentriert wenn es bereits 2 Stunden lang zuhören musste – hier muss ich kürzer knapper und peppiger reden.

  • 6. Welche Spielregeln gilt es zu beachten?

Auch wenn man selber nicht der Meinung ist, der Professor, der Chef oder der Investor haben erst einmal per Definition Recht. Es lohnt sich nicht, mit ihnen eine direkte Konfrontation zu suchen, es muss eher ein Weg gefunden werden – meine Argumente so zu wählen – das ich obwohl ich eventuell einigen Punkten laut zusprechen muss, an mein mir gesetztes Ziel gelange. Wenn ich den Investor für ein Projekt brauche, kann ich auch von meinen Argumenten abweichen, wenn ich es schaffe ihn am Ende zur Investition zu überreden.

  • 7. Welche Grenzen sind mir gesetzt?

Die erste Grenze ist die zeitliche. Man hat nicht unbegrenzt Zeit – darauf ist jeder meiner Redebeiträge abzustimmen – kurz, knapp und überzeugend. Oft spielt auch die Firmen – oder Uni-Hierarchie eine entscheidende Rolle, die uns zwingt unseren Eifer zu drosseln – und – SACHLICH zu bleiben.

  • 8. Stimmt das Bild was sich andere von mir machen mit dem überein was ich darstellen möchte?

Zu jedem Moment sollte man überprüfen ob man – trotz aller Lust den anderen von meiner Idee zu überzeugen – sich immer noch in dem Rahmen bewegt, den man sich selbst gesetzt hat. Schreien, laut werden – oder zornig werden – ist das das Bild was ich von mir selber weitergeben will? Oder soll man Sie eher sachlich, bestimmt – aber höflich in Erinnerung bleiben. Dieser erste Eindruck ist meist der wichtigste – er sollte so gut wie möglich sein, auch wenn Sie den Gegenüber vielleicht nicht von ihrem Projekt überzeugt haben – bei ihrem nächsten Zusammentreffen kann es schon anders aussehen.

Wir hoffen, dieser Artikel hilft Ihnen noch professioneller zu werden und so Ihre Ziel besser verwirklichen zu können.

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