10 goldene Regeln für Hochschul – Auswahlgespräche

asuwahlgesprächDas womöglich wichtigste Gespräch des Lebens
In den kommenden Wochen beginnt wieder die Zeit der Auswahlgespräche an den Hochschulen des Landes. Vor Beginn des kommenden Semesters wird selektiert, wer sich ab September oder Oktober Student schimpfen darf. Doch wie bereitet man sich auf so ein Gespräch vor und welche Antworten sollte man parat haben? Die öffentlichen als auch die privaten Universitäten und Hochschulen verschicken ihre Einladungen so, dass Sie in der Regel noch ein paar Wochen Zeit haben sich schlau zu machen. Worüber man bescheid wissen sollte und wofür man sich ein paar Antworten zurecht legen sollte, erfahren sie hier.

#1 Die Universität

Informieren Sie sich im vorhinein über die Einrichtung an der Sie studieren möchten. Ein bisschen von der Geschichte der Hochschule, wer war der Namensgeber und auch wie viele Studenten an der Universität eingeschrieben sind – das wird tatsächlich gefragt. Des Weiteren sollte man wissen, ob die Schule ein spezielles Programm in Ihrem gewünschten Studiengang anbietet. Und die Antworten darauf finden sich fast immer auf der Homepage der Schule.

#2 Die Stadt

Auch über den Standort als solchen sollte man sich ein bis zwei Details anlesen. Es wird gerne gesehen, wenn man sich über die Stadt informiert hat und ein bisschen über wichtige Bauwerke, Kultur oder die Atmosphäre am potenziellen Studienort bescheid weiß. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man sich die Umgebung vorher selber angeschaut hat und von eigenen Eindrücken erzählen kann.

#3 Stärken und Schwächen

Der Klassiker in jedem Bewerbungsgespräch. Einige Leute prahlen nicht gerne mit ihren Fähigkeiten. Da muss man dann über den eigenen Schatten springen. Heben Sie Ihre Stärken hervor aber geben Sie damit nicht an. Aufschneider mag halt keiner gerne. Man sollte aber auch wissen, was die eigenen Stärken besser macht als die der anderen – beliebte Frage! Und Schwächen dürfen nicht nur, sie müssen zugegeben werden, weil niemand perfekt ist. Man sollte nicht gerade Unzuverlässigkeit oder ähnliches als persönliches Manko nennen, aber da lässt sich sicherlich etwas finden, dass man zugeben kann.

#4 Eigene Meinung

Wenn man zu kontroversen Themen befragt wird, ist es sicherlich von Vorteil sich einigermaßen diplomatisch zu geben. Zu extreme Meinungen, ob politisch oder in anderen sozialen und privaten Bereichen lassen einen stur wirken – als wenn man nicht zu Kompromissen bereit sei. Aber zu schwammig sollte man auch nicht sein. Wer seine Meinung gut begründen kann, der sollte sie auch äußern. Und wenn ihr Gegenüber Sie mit ihrer Meinung in eine Konfliktsituation steuern möchte, gilt…

#5 Souverän bleiben

Neben intensivem Herumstochern in unangenehmen Themengebieten ist ein beliebtes Mittel zur Verwirrung des Kandidaten der schnelle Themenwechsel. Und dieser kann auch sehr abrupt geschehen. Von „Was halten Sie von George Bush?“ über „Spielen Sie eigentlich Instrumente?“ direkt zu „Und warum gerade an unserer Universität?“. Allgemeinwissensfragen darf man auch versemmeln, aber bitte souverän. Wichtig ist dabei ruhig zu bleiben. Das „Rumgespringe“ macht jeden nervös, aber das muss man ja nicht so sehr zeigen.

#6 Engagement

Nicht nur beim Gespräch sollten Sie „voll dabei“ sein. Es macht sich immer gut in der mitgebrachten Mappe ein paar Urkunden und mit Unterschriften und Stempeln versehene Schreiben mitzuführen, die belegen, dass man sich in verschiedenen Bereichen aktiv engagiert hat. Ein Nebenjob als Nachhilfelehrer ist ebenso gern gesehen wie ehrenamtliche Tätigkeiten bei sozialen Institutionen.

#7 Soziale Kompetenzen

Soziale Kompetenz – das absolute Zauberwort. Hier kann und sollte man Punkte sammeln. Das geschieht nicht nur indem Sie ihren Gesprächspartnern ein paar schöne Infos vorlegen, sondern auch permanent in der Art wie sie sich im Dialog geben. Die Fakten, die gut ankommen heißen Klassensprecher, Mannschaftskapitän und so weiter. Ihre Teamfähigkeit können Sie immer gut mit Geschichten aus Mannschaftssportarten rüberbringen und zeigen zugleich, dass Sie nicht nur den ganzen Tag vor dem PC sitzen. Wenn Sie eine Jugendgruppe oder Mannschaft geleitet haben, können Sie ihre Führungskompetenzen ins Rampenlicht stellen. Oder haben Sie sich als Schiedsrichter bewiesen? Auch gut – die Fähigkeit zu schlichten hat doch schon was diplomatisches.

#8 Motivation

Ohne Motivation geht natürlich gar nichts. Einige Leute können sicherlich „den Motivierten“ vorspielen, aber nichts ist wirklicher als die eigene Geschichte. Jeder, der sich auf solch ein Gespräch einlässt, sollte wissen warum er oder sie das ganze überhaupt auf sich nimmt. Wie viel Leidenschaft können Sie für diesen Studiengang aufbringen? Welche Bedingungen würden Sie eingehen? Was würden Sie dafür aufgeben? Wenn Sie diese Fragen ehrlich beantworten können, müssen Se sich keine Sorgen machen. Denn in den meisten Fällen bewahrheitet sich der Grundsatz, dass es sich zu kämpfen lohnt für Dinge, die man wirklich erreichen will.

#9 Klare Vorstellung

Und was machst Du dann danach? Damit Sie nicht nur für die Großeltern eine kurze Antwort parat haben, was man mit dem Abschluss alles machen kann, sollten Sie selber darüber informiert sein. Einige haben sicherlich schon eine konkrete Vorstellung was sie beruflich erreichen möchten, andere haben die große Welt des Internets, um herauszufinden wie vielseitig die Arbeitswelt ist. Aber auch ihre Gesprächspartner werden Sie nach ihren Plänen fragen. Dabei ist es nicht unbedingt von Nachteil zu sagen, dass man vielseitig interessiert sei, aber man sich im Laufe des Studiums inspirieren lassen wolle und sich erst dann langsam festlege.

#10 Selbsteinschätzung

Zum Abschluss des Gesprächs wird man häufig um eine Einschätzung des Verlaufs und der eigenen Präsentation gebeten. Hier hilft meist auch nur der kurze analysierende Rückblick und dann: ehrlich sein. Wenn es gut gelaufen ist, geben Sie das auch offen zu aber die 100 Punkte sollten Sie sich vielleicht nicht komplett geben – Sie wissen ja wie das mit den Aufschneidern ist. Ein bisschen Ungewissheit bleibt immer. Und wenn es nicht so gut lief, kann man mit einer sympathischen Antwort ganz bestimmt doch noch ein paar Punkte einheimsen.

Am Ende bleibt wohl zu sagen, dass diese Regeln als Tipps dienen sich besser vorzubereiten und sich darzustellen wenn es in dieses ungewisse Auswahlgespräch geht. Wer sich in seinem Leben aber engagiert hat und auch bereit ist etwas für die Erfüllung eines Wunsches zu tun und sich im Gespräch einfach natürlich und (einigermaßen) ehrlich gibt, der hat die besten Chancen hervorragend abzuschneiden.

Falls Sie zu diesem Thema noch nicht genug gehört haben, können wir Ihnen unter anderem noch den Erfahrungsbericht eines Medizinstudenten anbieten, der zum Erreichen seines Zieles gleich durch zwei unterschiedliche Gespräche musste. Allen Unentschlossenen bezüglich Studien- und Berufswahl seien an dieser Stelle noch ein paar Buchtipps zum Thema empfohlen:

Studien- und Berufswahl 2006/2007 von der Bundesagentur für Arbeit
Studieren, aber was? Die richtige Studienwahl für optimale Berufsperspektiven
Der grosse Hochschulführer vom Focus mit den 20 wichtigsten Fächern und 1300 Fachbereichen
Studieren, aber wo? Alle Hochschulen in Deutschland im Überblick
Der große Studienwahltest von berufsstrategie

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sgd_allg neu 2013-01

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