7 Ideen um Lücken im Lebenslauf zu füllen

Jeder Bewerber weiss, das Lücken im Lebenslauf seitens der Firma nicht erwünscht sind, es jedoch im Leben immer anders kommt als man plant oder man eine zeitlang einfach keine Idee hatte wie es weitergehen soll.  Darum hier 7 kleine Ideen dies im Lebenslauf zu „verbessern“.

Lesen Sie auch die Antwort auf die Frage: „Was gehört in einen Lebenslauf?„.

Du sollst nicht lügen heisst es so schön – ohne Job zuhause sitzen soll man aber auch nicht. Daher greift man am Besten zu einem bewährten Mittel, welches auch viele Biografie-Schreiber verwenden – beschönigen.

Wie sieht es in Lebensläufen bekannter Persönlichkeiten aus?

Ein kurzer Blick in die Biografien von bekannten Persönlichkeiten (Joschka Fischer:“ Er besuchte Vorlesungen von Theodor W. Adorno, welcher sich mit der Theorie ….“, Guido Westerwelle: „bis 1994 arbeitete er in der Anwaltskanzlei seines Vaters Heinz Westerwelle mit“ oder Ursula von der Leyen „Aufenthalt in Stanford von … bis…“) zeigen doch ganz deutlich das man eine ehemalige Tätigkeit auch positiv umschreiben kann ohne nachweisen zu müssen, ob es sich um eine Vollzeitbeschäftigung handelte.

Wie schliesse ich eine Lücke in meinem Lebenslauf?

Hier ist Kreativität gefragt, und um Ihre Kreativität anzuregen, hier 7 erste Ideen wie Ihr Lebenslauf nicht nur seine Lücken verliert sonder Sie noch interessanter macht, den schliesslich sind Sie ein aktiver Menschen, vielseitig interessiert, stets in interessante Projekte eingebunden, soziale Verantwortung tragend – alles Punkte die den zukünftigen Arbeitgeber interessieren.

Ob ihre Tätigkeit nun eine Teilzeit – oder Vollzeitbeschäftigung war ist eher irrelevant, wichtig ist, Sie haben etwas gemacht – und vergessen Sie nicht – der Lebenslauf ist sowieso nur eine Seite lang! Sie müssen sich vor allem auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten.

1. Arbeit im Familienbetrieb

Ihre Familie hat ihr Studium teilfinanziert und jetzt stehen Sie in der Schuld Ihrer Eltern / des Onkels / der Tante 3. Grades und so ist es mehr als verständlich, dass Sie nun eine Gegenleistung erbracht haben, sich für diese Chance auf Höhere Bildung dankbar zeigen wollten. Daher haben Sie mehrere Monate in der Firma mitgearbeitet.

Natürlich sollten Sie sich das noch von der betreffenden Person bescheinigen lassen. Wenn niemand in ihrem familiären Umfeld Freiberufler ist, werden Sie bestimmt im familiären Umfeld von Freunden fündig.

2. Gasthörer an der Uni

Sie haben das Studium erfolgreich abgeschlossen, aber schon während des Studiums sich für ein Themenbereich begonnen intensiver zu interessieren, daher waren Sie Gasthörer an der Universität, natürlich haben Sie noch Kontakt zu dem ehemaligen Professor der Ihnen ihre Anwesenheit gerne noch nachträglich bestätigt.

Natürlich ist Ihnen bewusst, dass Sie dadurch 6 Monate später mit ihrer nächsten Tätigkeit begonnen haben, aber dies war eine persönliche Herausforderung für Sie selbst, ein Thema das Sie noch abschliessen mussten bevor sie mit 30-40 Berufsjahren anfangen wollten.

3. Soziales Engagement

Ein Familienmitglied, ein Kind eines Verwandten, oder eine Person aus ihrem Freundesfeld bedürfte 4 Monate aus gesundheitlichen oder psychologischen  Gründen eine intensive Betreuung – Sie haben sich Ihrer sozialen Verantwortung gestellt – das war wichtiger als sofort mit einem Job  / dem Studium / der Ausbildung zu beginnen.

4. Intensive Vereinsarbeit

Seit der Kinderheit sind Sie in einem Verein engagiert (Sport, Kunst, Kultur) und Sie empfinden dem Verein aber auch den Vereinsmitgliedern gegenüber eine Verantwortung. Leider war der Vereinsleiter aus privaten Gründen längere Zeit verhindert und so haben Sie aktiv im Verein bei der Organisation von Veranstaltung oder dem normalen Vereinsleben mitgeholfen.

5. Praktikum absolviert

Sie haben ein Praktikum absolviert? Sehr gut, das macht sich immer gut, ein Praktikum ist Berufserfahrung, ob im eigenen Berufsfeld oder einem anderen, ganz egal – es füllt die Lücke in Ihrem Lebenslauf, setzten Sie sich gegebenenfalls noch einmal mit ihrem ehemaliger Arbeitgeber in Verbindung ob er den Zeitraum auch schriftlich bestätigen würden.

6. Auslandsaufenthalt

Sie waren für mehrere Monate im Ausland (wie viele andere bekannte Persönlichkeiten auch)? Das ist sehr gut, so weiss Ihr Arbeitgeber das Sie ihre Sprachkenntnisse verbessert haben und ihre Interkulturelle Kompetenz gestärkt haben – solche Mitarbeiter brauchen viele Firmen – innovativ und mobil. Geben Sie den Zeitraum einfach in ihrem Lebenslauf an und überlegen Sie, welche ihrer Aktivitäten im Ausland Sie bei eventuellen Fragen im Vorstellungsgespräch erwähnen und welche privater Natur sind, d.h. „geheim“ bleiben.

7. Sprachkurs /  Weiterbildung

Sie verfügen über gute Kenntnisse in einer Fremdsprache? Nun, das steht in ihrem Schulzeugniss, leider hatten Sie bis zum Ende des Studiums /der Ausbildung viel vergessen und haben daher mehrere Monate Zeit investiert um diese Kenntnisse wieder aufzufrischen.

Sie verfügen über gute Computerkenntinsse? Ein Glück das sie nach dem Ende des Studiums mehrere Wochen im Selbststudium sich dieses Wissen angeeignet haben und die Firma jetzt auf diese Kenntnisse zurückgreifen kann.

Fazit zum „ausbessern“ der Lücken im Lebenslauf

Lassen Sie sich kein schlechtes Gewissen einreden, Sie haben eine längere Zeit in ihrem Leben „nichts Sinnvolles“ gemacht oder eine „Phase der Selbstfindung“ durchgemacht und nun umschreiben Sie diese Phase einfach mit anderen Worten – das ist nicht moralisch verwerflich.

Moralisch verwerflich ist es gegen Gesetze zu verstossen die sich die Gesellschaft in der wir leben gegeben hat, das ist hier nicht der Fall. Sie leben (eventuell) nur einmal, jeder hat das Recht sein Leben so einzuteilen wie er es für richtig hält.

Ihren Lebenslauf allerdings schreiben Sie für ihren zukünftigen Arbeitgeber, er möchte einen motivierten und engagierten Bewerber – und genau das muss ihre Bewerbung zeigen. Sie wissen das Sie diesen Job wollen und daher werden Sie dies mit Ihrem lückenlosen Lebenslauf vermitteln.

Bitte schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema!

Anna
7. April

Ehrlich diese Art der Hilfestellung hilft nicht wirklich!Eine lücke im Lebenslauf (besonders wenn sie größer ist als bei den meisten und auch einen wirklich trifftigen Grund hat) ist ein massiver Nachteil beim bewerben!Da kann man noch so kreativ sein die Bewerbung landet dennoch im Müll!Ich habe mittlerweile über 2500 Bewerbungen geschrieben und habe nur von den wenigsten überhaupt eine Antwort bekommen!!!

Die da
14. Juli

über 2500 Bewerbungen!
für mich heisst es, Sie haben die Bewerbungen einfach maschinell überall hingeschickt, ohne sich die Mühe zu geben, sich über jede einzelne Firma richtig zu informieren und die Bewerbungen richtig an Firmen zu beziehen.

Bernd Lauert
20. Mai

Und was sagt man, wenn man wirklich absolut _nichts_ machte, jegliche sozialen Kontakt scheute und über Jahre das Haus nicht verließ? „Ich hatte Depressionen und habe mich eingeschlossen“ kann doch wirklich keine Antwort sein, die den Chef überzeugt.. soviel zur Ehrlichkeit. Ich stehe grad vor einer solchen Frage. Habe die Tiefphase überwunden und mit den ersten 5 Bewerbungen gleich 2 Einladungen zum Vorstellungsgespräch in meinem absoluten Traumjob (Ausbildung im Gartenbau) erhalten und das obwohl ich die siebenjährige Lücke im Lebenslauf und Anschreiben verdeutlichte. Allerdings weiß ich nicht, wie ich im Gespräch damit umgehen soll..

Ulrike
21. Juni

Gefällt mir sehr gut 🙂 Ich habe ähnliches von einem profesionellem Bewerbungsservice erzählt bekommen.
Ich bin froh, dass ich von denen Hilfe in Anspruch genommen habe, da ich einen wirklich guten Job bekommen habe, trotz Lücken in meinem Lebenslauf 🙂

Ravi
12. September

ich habe die letzten zehn hare immer wieder jobs gehabt und war danach immer wieder arbeitslos und besuchte unzählige arbeitsamt bewerberkurse oder nur zwei monate als beispiel bei einer zeitarbeitsfirma als letztes habe ich eine ausbildung im einzelhandel abgeschlossen dann war ich wieder arbeitlos so geht das immer wieder was soll ich blos mit so vielen lücken machen?

October
9. Oktober

Äh ja,

wenn ich 6 Monate lang im Familienbetrieb mitgearbeitet habe habe ich keine Lücke im Lebenslauf! Und nein, ich kenne niemanden mit einem Betrieb, der mir da schnell „nachträglich“ einen Job andichten mag!

Genau das gleiche gilt für die anderen Lückenbüßer, etwas der „Auslandsaufenthalt“.

Was man bei einer wirklichen Lücke im Lebenslauf macht ist also nach diesem Artikel genau so unklar wie zuvor.

Der Artikel ist also keine wirkliche Hilfe.

freundlicher Gruß

October

Wenn alles so einfach wäre
9. Oktober

@DieDA:

Also sich vorab über jede Firma zu informieren, halte ich für übertrieben. Ich arbeite zum Beispiel in Teilzeit 25 Stunden die Woche und muss dank einer Eingliederungsvereinbarung bis zum Februar jeden Monat 10 Bewerbungen schreiben. Damit mein Lohn aufgestockt wird. Ja, ich weiß, die Eingliederungsvereinbarung brauchte ich nicht unterschreiben, aber die Teilzeitarbeit kam erst 2 Monate später. Also ich bin somit schon Vollzeit beschäftigt, weil man ja noch die Dinge des Alltags regeln muss. Soll ich mir jetzt die Zeit nehmen, jedes mal die 10 Unternehmen vorab zu studieren, wo dann von 8 von 10 Fällen eine Absage kommt?

Lösungsvorschlag
19. Oktober

@Wenn alles so einfach wäre

Vielleicht kommen 8 von 10 Absagen einfach aufgrund der Tatsache, dass man die mangelnde Mühe auch aus Ihren Bewerbungen herausliest, so technisch solide sie auch geschrieben sein mögen. Es gibt inzwischen übers Netz viele Möglichkeiten, sich auch in ein paar wenigen Minuten über Unternehmen zumindest ein wenig zu informieren, z.B. Bewertungsportale. Ich für meinen Teil hatte für ein Praktikum beispielsweise verwendet und Aussagen aus Bewertungen sogar in Vorstellungsgespräche und Anschreiben einfließen lassen, was wohl sehr gut ankam; letztliche musste ich ein paar Absagen schreiben und das, obwohl ich eine Lücke im Lebenslauf habe (und nicht mal eine, die sich großartig beschönigen lässt, ich hatte in der Zeit zwischen Schule und Studium einfach nichts gemacht außer zuhause gesessen und ein bisschen meine Kamera, die ich mir mit einem Ferienjob finanziert habe, rumgespielt – daraus wurde dann letztlich „machte Städtereisen um mich der Fotografie zu widmen und ein wenig Energie für’s Studium zu tanken“).
Zusätzlich zu den Portalen bieten immer mehr Firmen auch eigene Karriere-Seiten mit den wichtigsten Infos an, die quasi Grundvoraussetzung sind.


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sgd_allg neu 2013-01

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