High Potentials – begehrte Mangelware am Arbeitsmarkt

High Potential MerkmaleWas macht einen „High Potential“ aus?
Die Nachfrage nach „High Potentials“ ist bei Unternehmen höher denn je. Nur wer die besten Mitarbeiter hat, kann auf Dauer im globalisierten Wettbewerb überleben. High Potentials verdienen im Schnitt mehr als ihre Kollegen, steigen schneller auf der Karriereleiter auf und werden von Chefs sowie Personalern geliebt. Was macht jedoch genau einen High Potential aus? Gehört man selber dazu? Kann man einer werden? bildung-news.com klärt auf, was man im allgemeinen Firmensprachgebrauch darunter versteht und wie man es schaffen kann einer zu werden.

Alle reden darüber, doch keiner weiss so genau, was damit gemeint ist. Eine allgemeingültig akzeptierte Definition gibt es dem Wissen der Redaktion nach nicht. Als einen High Potential betrachtet man einen Absolventen oder einem jungen Berustätigen (auf Neudeutsch auch „Young Professional“ genannt), dem man prinzipiell aufgrund seiner bisherigen Laufbahn zutraut im Unternehmen schnel Verantwortung zu übernehmen und die Karriereleiter im rasanten Tempo zu erklimmen. Er hat sozusagen ein hohes Potenzial. Wer selbst in die Kategorie der aufstrebenden jungen Bewerber aufgenommen werden möchte, muss in seinem Lebenslauf gewisse Eckpfeiler aufweisen. Wir verraten ihnen welche.

Mindestens ein Jahr Auslandsaufenthalt
Der Wettbewerb erfordert den Mitarbeitern eines globalisierten Unternehmens, dass sie sich auch auf ausländischem Terrain zurecht finden. Wer bereits ein oder mehrere Auslandsaufenthalte vorzuweisen, hat gute Karten. Dabei spielt es keine Rolle ob man die Zeit als Auslandsstudium mit einem Erasmusstipendium an der Sorbonne in Paris oder als halbjähriges Praktikum bei Volkswagen in Mexico verbracht hat. Damit hat in Augen des Unternehmens nachgewiesen, dass man bereit ist sich den Herausforderungen eines fremden Landes zu stellen und unterstrichen das Mobilität kein Fremdwort für einen ist.

Englisch, Deutsch plus eine weitere Fremdsprache fliessend
Im Rahmen der Auslandsaufenthalte sollte man die Gelegenheit nutzen neben den kulturellen auch die sprachlichen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Es empfiehlt sich der Aufenthalt in einem nicht-englischsprachigen Land. Dies hängt damit zusammen, dass Englisch mittlerweile eine Basisanforderung an Sprachkenntnissen darstellt, die keine Differenzierung zu anderen Bewerbern mehr zulässt. Wer während der Unizeit Businessenglisch Kurse belegt, sollte auch so ein ansprechendes Niveau erreichen. Wenn man jedoch fliessende Sprachkenntnisse in Französisch, Spanisch, Italienisch oder einer anderen Sprache im Lebenslauf aufzeigen, so fällt man auf und geht nicht in der Masse an Bewerbungen unter.

Zwei bis drei Praktika bei grösseren Unternehmen
Personalchefs kaufen nicht gerne die Katze im Sack. Unternehmenspraktika unterstreichen ihr Interesse und ihr persönliches Engagement in der interessierenden Branche Fuss zu fassen und bereits erste praktische Kenntnisse zu erwerben. Wer seine Praktika bei grösseren Unternehmen am besten noch bei einem Konkurrenten durchgeführt hat, sammelt Pluspunkte. Da auch diese Unternehmen durch die Einstellung im Praktikum Interesse an ihren Fähigkeiten gezeigt haben, sollten sie als potenzieller Jobkandidat berücksichtigt werden. Eigentlich nicht weiter erwähnenswert. Das entsprechende Praktikumszeugnis muss natürlich ihre überdurchschnittlichen Fähigkeiten und Engagement zum Ausdruck bringen.

Überdurchschnittlicher Diplomabschluss
Was Unternehmen fordern hatten wir ihnen bereits in einem anderen Artikel geschrieben. Dort hatten wir aufgezeigt, dass ein Einserdiplom heutzutage nicht mehr ausreichend ist. Zu einem High Potential gehört letztlich auch der überdurchschnittliche Notenschnitt. Dieser muss nicht unbedingt im Einserbereich liegen. Jedoch sollte man dann in der Lage sein nachzuweisen, dass man trotz Nichterreichen der Bestnoten zu den Top 3-5% seines Studiengangs zählt. Wichtig sind die guten Noten, die für die jeweilige Stelle relevant sind. Wer hier nicht punkten und sich mal eine schwächere Note erlaubt hat, sollte die Antworten darauf vor dem Vorstellungsgespräch parat haben (siehe hierzu: Fragen und Antworten im Bewerbungsgespräch und Vorstellungsgespräch Tipps). Die entsprechenden Fragen werden mit Sicherheit gestellt.

Fazit: Man wird in Zukunft sehen, ob der Hype um High Potentials rückblickend gerechtfertigt war. Denn auch die Einstufung in diese Kategorie garantiert dem Unternehmen nicht einen Mitarbeiter gefunden zu haben, der den Anforderungen gerecht wird. So können durchaus auch „Durchschnittsabsolventen“ sich zu den Top-Mitarbeitern entwickeln. Wer erfolgreich im Job sein will, der muss insbesondere soziale Kompetenz aufweisen. Mit einem „getunten“ Lebenslauf kann man auf Dauer nicht punkten.

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