Wie erstelle ich das perfekte Anschreiben?

Ein Bewerber muss grosse Sorgfalt beim Anschreiben walten lassen. Es ist nach dem Aufreissen des Umschlags das erste Dokument mit dem sich ein Personaler auseinandersetzt. Wenn auf den ersten Blick nicht die wichtigsten Punkte enthalten sind, landet die Bewerbung sofort auf dem Ablehnungsstapel. Genauso schlecht sind formale Fehler in der Bewerbung, die wir unter anderem auch im letzten Teil unserer Bewerbungsreihe angesprochen haben.

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen drei goldene Regeln für das perfekte Anschreiben.

Achten Sie bitte auch auf die Form und den Aufbau Ihres Anschreibens – Informieren Sie sich hier über die Din Norm 5008 für Bewerbungsanschreiben.

Nr. 1 Klarer Bezug zur Stellenausschreibung

Ein klarer Bezug zur Stellenausschreibung betrifft nicht nur die Tatsache, daß bereits im Betreff die Stellenbezeichnung angegeben werden muss, damit der Mitarbeiter aus der Personalabteilung schnell eine Einordnung vornehmen kann.

Je weniger Arbeit Sie diesen Menschen machen, desto mehr Zeit werden sie in Ihre Bewerbung investieren!

Um den klaren Bezug herzustellen, müssen Sie die Stellenausschreibung im Detail durchgehen. Dabei müssen Sie in der Lage sein Muss- und Kannanforderungen zu unterscheiden. Alle Mussanforderungen müssen Sie mindestens mit einem Satz beschrieben haben. Kannanforderungen können aus Platzgründen auch erst im Lebenslauf auftauchen.

Viele Bewerber vernachlässigen diesen Punkt, wenn sie lediglich ihr Standardanschreiben und dabei Name und Adresse austauschen. Tauchen die wichtigsten Anforderungen nicht in der Beschreibung Ihres Profils im Anschreiben auf, werden Sie sofort aussortiert und nicht für ein Vorstellungsgespräch berücksichtigt.

Nr. 2 Struktur, Struktur, Struktur

Gehen Sie davon aus, daß der Leser Ihrer Bewerbung nur wenige Minuten Zeit hat (neben Ihrer Bewerbung müssen evtl. noch 300-400 andere bearbeitet werden). Helfen Sie ihm, sich sofort zurecht zu finden.

Arbeiten Sie mit Absätzen:

Im ersten einleitenden Absatz können Sie entweder eine Standardfloskel verwenden oder besser seien Sie kreativ bei der Beschreibung wie Sie auf das Stellenangebot aufmerksam geworden sind. Wir empfehlen Ihnen unsere 10 Tipps für die Einleitung eines Bewerbungsanschreibens zu lesen.

Im zweiten Absatz folgt die Beschreibung Ihres Profils, das eine möglichst grosse Deckung mit den Mussanforderungen aus der Stellenbeschreibung erkennen lässt.

Im dritten Absatz bringen Sie Ihre Motivation zum Ausdruck, nehmen Bezug auf das Unternehmen (wieso gerade das Unternehmen X und nicht das Unternehmen Y) und fordern den Personaler indirekt zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch auf (“Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich”.)

Seien Sie hierbei kreativ, ohne jedoch das Bewerbungsanschreiben zu “exotisch” wirken zu lassen. Geben Sie Freunden und Bekannten das Anschreiben vor dem Abschicken zur Lektüre.

Nr. 3 Seien Sie sorgfältig

Vermeiden Sie Leichtsinnsfehler, die aus mangelnder Sorgfalt resultieren. Diese vermeidbaren Fehler im Anschreiben können beim Entdecken (und glauben Sie mir, Personaler haben in der Regel ein Auge dafür) zum sofortigen Ausschluss führen. Betrachten Sie den Moment in dem ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung Ihre Bewerbung in die Hand bekommt wie einen Hürdenlauf.

Ihre Bewerbung darf keine Komma- und Rechtschreibfehler aufweisen. Auch wenn dieser dritte Punkt offensichtlich erscheint, ist es einer der häufigsten Fehler.

Bezüglich des ersten Eindrucks ist auch wichtig, dass Ihre Bewerbung nicht länger als eine Seite ist. Richtig gelesen – Sie sollte auf keinen Fall länger sein!

Selbst die perfekte Bewerbung kann scheitern. Damit Sie bei der Jobsuche nicht verzweifeln, geben wir Ihnen hier nun einen Tipp, wie Sie Ihre Motivation im Bewerbungsmarathon aufrechterhalten können.

Lesen Sie hier unsere wichtigsten Tipps zur Bewerbung.

Lesen Sie hier unsere Tipps für das Bewerbungsanschreiben.


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