Sind Sie bereit Überstunden zu leisten?

Überstunden sind ein brisantes Thema, welches vielen Arbeitnehmern ein großes Kopfzerbrechen bereitet. Sollte diese Frage im Vorstellungsgespräch gestellt werden, kann der Bewerber einen Einblick in die Arbeitsweise der Firma gewinnen, sollte aber auf einzelne Fettnäpfchen bei der Beantwortung aufpassen.

Lesen Sie diese 100 Fragen zur intensiven Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Worauf kommt es bei der Überstunden – Frage an?

Es darf weder der Eindruck entstehen, dass Überstunden bei Ihnen zur Gewohnheit gehören (Ineffizienz) noch dass Sie strikt gegen Überstunden sind oder Ihnen alles egal ist. Verdeutlichen Sie die folgenden vier wichtigen Punkte:

Auch wenn Sie den Job unbedingt haben möchte, sollten Sie eine klare Meinung zum Thema Überstunden haben, und nicht alles hinnehmen – oft unterschätzen Bewerber die Belastung dauerhafter Überstunden.

Lesen Sie auch den Artikel: Warum es sich nicht immer lohnt der Beste zu sein.

Kann ich zu Überstunden verpflichtet werden?

Ja – dem Arbeitgeber, das heißt Ihrem zukünftigen Chef, ist gesetzlich erlaubt Ihnen Überstunden anzuordnen, wenn diese für die Firma vorrübergehend notwendig sind.

  • Maximal zwei Überstunden pro Tag bzw. max. 60 Arbeitsstunden pro Woche
  • Abweichende Regelungen können im Tarifvertrag Ihrer Branche stehen
  • Überstunden dürfen nicht zum Regelfall, d.h. zur Dauereinrichtung werden

Schreiben Sie die von Ihnen geleisten Überstunden unbedingt in einem Kalender auf, um einen genauen Überblick darüber zu behalten, wie viel Mehrarbeit Sie wann geleistet haben.

Wie vermeide ich Überstunden?

  1. Sie haben es gelernt Prioritäten zu setzen.
  2. Sie organisieren Ihre Aufgaben und Ihren Arbeitstag. (Zeitmanagement)
  3. Sie wissen worin Ihre Stärken liegen.
  4. Sie lassen sich nicht ablenken.
  5. Sie verlieren keine Zeit mit unwichtigen Kleinigkeiten.
  6. Sie begreifen sich als Teil eines Teams.
  7. Sie haben keine Angst davor, Aufgaben die nicht Ihrer Qualifikation entsprechen an kompetentere Personen abzugeben. (delegieren)
  8. Sie wissen wie Sie Ihre Motivation aufrechterhalten.
  9. Ordnung ist das halbe Leben (und auch die halbe Effizienz).
  10. In Ihrer Freizeit sorgen Sie für einen Ausgleich und Erholung (Sport führt z.B. zum Stressabbau und zur Leistungssteigerung auf Arbeit).

Unnötige Überstunden sollten Sie auf jeden Fall vermeiden. Bei einem Streit zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber bzgl. der Überstunden, müssen Sie nachweisen können, dass die von Ihnen geleisteten Überstunden auch wirklich notwendig waren.

Fazit zu Überstunden

In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden sehr viele Überstunden geleistet. Während ein Teil dieser Überstunden durch ineffiziente Arbeit entsteht – und unnötig ist – gibt es in fast jedem Unternehmen Jahresabschnitte in denen die Auftragslage Mehrarbeit erfordert.

Gleichzeitig gibt es Branchen (z.B. Krankenhäuser, Arztpraxen) in denen es häufig eine fast permanente Mehrbelastung der Angestellten gibt. Hier ist es um so wichtiger konkrete Regeln zu haben, wie Überstunden vergolten werden.

Wer sich um eine Führungspositionen bewirbt, wird häufig damit konfrontiert, dass von ihm Überstunden in nicht geringer Anzahl erwartet werden – das höhere Gehalt dient hier oft als Rechtfertigungsgrund.

Seien Sie stets bemüht Überstunden (durch mehr Effizienz) zu vermeiden, signalisieren Sie Bereitschaft für Überstunden und fordern Sie klare Regeln zur Abgeltung dieser Mehrarbeit.

Lesen Sie nun die 40. Frage: Würden Sie für die Firma auch ins Ausland gehen?

Welches Gehalt kann man im Vorstellungsgespräch fordern?
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