Vorstellungsgespräch: Worin liegen Ihre Stärken?

In fast jedem Vorstellungsgespräch wird die Standardfrage nach den Stärken gestellt. Wer hier punkten will, muss sich gut vorbereiten, denn bei den meisten Bewerbern haben sich Standardantworten durchgesetzt, welche schon lange keinen Personaler mehr beeindrucken.

Lesen Sie auch die Antworten auf die Fragen – „Was sind Ihre Schwächen?„.

Worauf kommt es an?

  1. Wählen Sie Stärken, die den Anforderungen der Stelle entsprechen.
  2. Nennen Sie zu jeder Stärke ein Beispiel aus Ihrem Berufsleben.
  3. Sie müssen authentisch bleiben und dürfen nicht übertreiben.
  4. Jede Stärke kann auch negative Auswirkungen haben – diese sollten für den Job irrelevant sein.

Gute Antworten auf die Frage nach den Stärken

Ihre Antwort sollte aus zwei bis drei Stärken bestehen. Erklären Sie diese an einem Beispiel aus Ihrem bisherigen Berufsleben – nur so überzeugen Sie den Personaler.

  • Eine gute Antwort = Fähigkeit zur Selbsteinschätzung

Geben Sie weniger Privates & Persönliches preis, konzentrieren Sie sich auf den beruflichen Aspekt der Frage.

  • Welche Anforderungen stehen in der Stellenanzeige?

Ihre Stärken sollten diesen Anforderungen entsprechen. Die Firma möchte Sie auf Grund Ihrer Qualifikationen und Fähigkeiten einstellen und nicht weil Sie sympathisch sind.

Standardantworten

Es gibt Standardantworten, die man verwenden kann, wenn sie  für den Job relevant sind. Hierzu können zählen:

Anpassungsfähigkeit, Belastbarkeit, Einsatzbereitschaft, Flexibilität, Freundlichkeit, Kreativität, Loyalität, Organisationstalent, Pünktlichkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Zielstrebigkeit, Zuverlässigkeit

Beachten Sie immer, ein einzelnes Wort ist noch keine Stärke.

Erklären Sie, warum diese Eigenschaft eine Stärke für die ausgeschriebene Stelle darstellt – Beispiele dürften Sie in Ihrem (Berufs)Leben genug finden.

Unpassende Antworten

  • Unter Stress gebe ich 150% / komme ich richtig in Form: Was genau wollen Sie Ihrem Arbeitgeber damit sagen, dass Sie normalerweise nicht richtig arbeiten und nicht volle Leistung bringen?
  • Kritikfähigkeit: Ihre größte Stärke ist Kritikfähigkeit? Darf Ihr Arbeitgeber davon ausgehen, dass man Sie bisher regelmäßig kritisierte, weil Sie nicht gut arbeiteten?
  • Ich bin Nichtraucher: Vielleicht sind Sie auch Tierfreund, Vegetarier oder eine Leseratte – das mag Ihnen sehr wichtig sein – Ihr Arbeitgeber interessiert sich aber für Ihre beruflich Kompetenz.
  • Kontaktfreudig / Kommunikativ:  a) Passt diese Antwort auch zu Ihrem Auftreten im Vorstellungsgespräch? b) Darf davon ausgegangen werden, dass Sie mit Ihren Bürokollegen viel plaudern und wenig arbeiten werden?
  • Optimistisch, fröhlich, flexibel, mobil, hilfsbereit: Bewerber lieben es mit Einzelwörtern um sich zu werfen. Diese mögen Ihren Charakter beschreiben, sind aber nicht automatisch eine Stärke / wichtig für Job. (Beispiele!)
  • Ich bin bereit Neues zu lernen: Dies ist lobend, wichtig – aber keine Stärke – man stellt Sie nicht ein für das, was Sie in Zukunft noch lernen können/wollen, sondern für Ihre jetzt vorhanden beruflichen Qualifikationen.

Nennen Sie Ihre größten und für den Beruf wichtigsten Stärken. Füllen Sie nicht nur die Gesprächspause mit heißer Luft.

Fazit:

Denken Sie daran, dass Sie mit Ihren Antworten für sich selbst werben. Beachten Sie, dass Ihnen jederzeit Rückfragen gestellt werden können:

  • Was meinen Sie damit genau?
  • Können Sie mir ein Beispiel nennen?

Die Frage kommt bestimmt, bereiten Sie Ihre Antwort gründlich vor.

Lesen Sie nun die 17. Frage: Was war Ihr größter Misserfolg?

Weitere 99 Fragen aus dem Vorstellungsgespräch.
Hier finden Sie über 100 Tipps für das Vorstellungsgespräch.

Bitte schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema!

maplo
31. Juli

Die Standardantworten sind alle Selbstverständlichkeiten.

maplo
31. Juli

Eine gute Antwort = Fähigkeit zur Selbsteinschätzung

Das ist doch keine Stärke.


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