Warum haben Sie so lange studiert?

Wenn in Ihrem Lebenslauf bereits ersichtlich wird, dass Sie länger als üblich studiert haben, müssen Sie damit rechnen im Vorstellungsgespräch gefragt zu werden, warum Sie so lange für Ihr Studium gebraucht haben. Lesen Sie hier, welche Punkte es zu beachten gilt und warum Sie den Kopf nicht hängen lassen müssen.

Wissen Sie bereits eine Antwort auf diese 10 häufigen Fragen?

Worauf kommt es an?

Bereiten Sie Ihre Antwort gut vor und üben Sie diesen Dialog mehrmals mit Freunden.

  1. Die Firma interessiert sich für Sie
    (deshalb hat man Sie trotz Ihres langen Studiums eingeladen)
  2. Sie sollten kurz und präzise antworten
    (lange Antworten klingen schnell wie Ausreden.)
  3. Ein plausibler Grund ist besser als jede Ausrede
    (oder mehrere Ausreden)
  4. Ehrlichkeit ist besser als komplizierte Begründungen
    (oder Rechtfertigungen)
  5. In einem längeren Zeitraum lernt man mehr,
    (wenn nicht in der Universität, dann ausseruniversitär.)

Sie müssen anfangen, das Positive an Ihrem langen Studium zu sehen (ändern können Sie es nicht) – sonst überzeugen Sie auch nicht den Personaler.

Was hat Ihnen das längere Studium gebracht?

Das lange Studium sollte Ihnen nicht unangenehm sein, fragen Sie sich: Was kann ich besser als jemand der das gleiche Studium im Schnelldurchgang absolviert hat?

Eine Vielzahl von Tätigkeiten verlängert das Studium (aber bereichern es auch):

  • Auslandsaufenthalt
  • Praktikum / Nebenjob
  • ehrenamtliche Tätigkeiten
  • Stelle an der Uni (z.B HiWi)

Bei jeder Beschäftigung haben Sie etwas gelernt – Berufserfahrungen gesammelt, Prioritäten gesetzt, Sprachkenntnisse erworben oder Zeitdruck ausgehalten.

Haben Sie sich während des Studiums umorientiert?

Jeder Mensch hat Phasen der Neuorientierung, Momente wo er sich fragt, ob die aktuelle Tätigkeit (z.B. Studium) auch das ist was er wirklich machen will.

  • Ihre Orientierungsphase kann dazu geführt haben, dass Sie Ihr Studium zwar nicht abgebrochen haben, aber mehrere Semester eine andere Tätigkeit Ihre erste Priorität war.
  • Ihre Neuorientierung hat dazu geführt, dass Sie sich für einen anderen Studiengang oder für einen anderen Studienschwerpunkt entschieden haben.

Seien Sie stolz, dass Sie Ihr Studium jetzt erfolgreich beendet haben. Überlegen Sie, welche jobrelevanten Fähigkeiten Sie in dieser Zeit gelernt haben.

Verdeutlichen Sie, dass Sie seit der Neuorientierung zielstrebig auf diesen Job hinzuarbeiten, keine Zweifel haben und sich jeder Zeit wieder so entscheiden würden.

Was sollte man nicht antworten?

Generell sollte nicht der Eindruck entstehen, dass Ihr langes Studium ein Fehler war (Sie haben etwas gelernt!), wenn Sie unbedingt Gründe nennen wollen, vermeiden Sie nach Möglichkeit folgende Argumente:

  • Die Schuld lag bei Anderen: Professoren, Familienmitglieder, Partner, Mitstudenten – Sie erwecken schnell den Eindruck das die ganze Welt daran Schuld war – ausser Sie selbst.
  • Krankheiten: Bei Krankheiten wie Depressionen kann vermutet werden dass Sie erneut in diesen Zustand zurückfallen könnten, anders Krankheiten die geheilt sind und nicht wieder auftauchen werden.
  • Ich musste soviel nebenbei arbeiten: Auch wenn der Grund stimmen mag, unterstreichen Sie lieber das Positive nicht das Negative („ich musste ja„) eines Nebenjobs.
  • Ich war erst krank, dann hatte ich familiäre Probleme, dann ein Praktikum , dann eine Pause, dann eine Phase der können Sie selbst Ihrer Argumentation noch folgen?

Weder sollten Sie im Gespräch träge wirken, noch Faulheit, fehlende Motivation oder fehlenden Ehrgeiz als Gründe nennen.

Fazit zum langen Studium

Vergessen Sie eines nie – Sie können etwas und sind etwas wert. Egal wie viele Semester es gedauert hat, jetzt haben Sie den Abschluss in der Tasche.

Ein Personaler lädt Sie nicht als Zeitvertreib zum Bewerbungsgespräch ein, sondern weil er der Meinung ist, dass in Ihnen (für die Firma nützliches) Potential steckt und gibt Ihnen eine Chance dies zu unterstreichen.

Werfen Sie nun einen Blick auf 100 häufige Fragen des Vorstellungsgespräches.

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sgd_allg neu 2013-01

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