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Bewerbung: Warum haben Sie so schlechte Noten?
Abhängig davon, wofür Sie sich bewerben, müssen Sie das Abschlusszeugnis der Schule oder einen Universitätsabschluss der Bewerbung beilegen. Falls dort schlechte Noten ersichtlich sind, sollten Sie sich rechtzeitig überlegen, wie Sie auf diese Frage im Bewerbungsgespräch anworten.
Hier finden Sie 10 weitere häufige Bewerbungsfragen und Antworten.
Welche Gründe haben zu Ihren schlechten Noten geführt?
Es gibt verschiedene Gründe für schlechte Noten – private Probleme, gesundheitliche Gründe, den Lehrer, die eigene Faulheit, Dummheit oder fehlende Motivation.
Egal welcher Ihrer Meinung nach der wirkliche Grund für das schlechte Abscheiden war, gilt es genau zu überlegen, welchen Grund Sie im Vorstellungsgespräch äussern.
1.Regel – Schieben Sie die Schuld nicht auf andere
Auch wenn Sie der Meinung sind, dass der Lehrer / Dozent an Ihrer schlechten Note Schuld hat (was sich nicht überprüfen lässt) – suchen Sie die Schuld in erster Linie bei sich selbst. Wer die Schuld auf andere schiebt, hinterlässt im Gespräch keinen guten Eindruck, da er die Verantwortung auf andere abwälzt. Hieraus lässt sich schliessen, dass Sie in der Firma später genauso verfahren werden.
2. Regel - Vermeiden Sie nichtssagende Gründe
Ausreden wie Faulheit oder “ich habe mich bemüht / mein Bestes gegeben” sind nicht nur wenig überzeugend, es sind auch schädliche Ausreden. Der Personaler könnte vermuten, es handele sich um eine Ihrer dauerhaften Charaktereigenschaften.
3. Regel – Fangen Sie nicht an sich zu rechtfertigen
Sie sollten die Frage nach den schlechten Noten nicht zu persönlich nehmen. Es ist kein Angriff gegen Ihre Person sondern eine berechtigte Frage. Hier gilt es Ruhe zu bewahren, die Gründe zu analysieren und die Konsequenzen zu präsentieren, die Sie aus diesem schlechten Ergebnis gezogen haben. Beweisen Sie, dass Sie mit Kritik umgehen können.
4. Regel – Selbstbewusst und Selbstkritik
Beginnen Sie mit Selbstkritik, verdeutlichen Sie Ihrem Gesprächspartner, dass Sie Ihre (bisherigen) Schwächen kennen, sich aber auch Ihrer Stärken bewusst sind – und den Anforderungen für diese Stelle.
Erklären Sie dem Personaler:
- wie Sie das fehlende Wissen nachgeholt haben (z.B. durch Weiterbildung)
- wie Sie dieses Leistungstief endgültig hinter sich gelassen haben
- wie Sie in der Zwischenzeit gelernt haben Prioritäten zu setzen
- welche Zusatzqualifikationen Sie sich angegeeignet haben
Selbstbewusstsein bedeutet nicht, auf diese schlechten Noten stolz zu sein oder dem Personaler gegenüber überheblich zu werden, sondern zu den eigenen Schwächen und Stärken zu stehen. Vergessen Sie nicht – Sie wurden trotz Ihrer schlechten Noten zum Bewerbungsgespräch eingeladen, d.h. die Firma hat ein Interesse an Ihnen, Sie verfügen über Fähigkeiten und Wissen welches der Firma nützlich sein könnte.
5. Regel – Noten sind nicht alles
Wir hatten schon im Artikel “10 Punkte die Unternehmen wichtiger sind als eine 1” darauf hingewiesen, das die Noten nicht alles sind. Zwar sind Sie für die Firma und den Personaler der erste Anhaltspunkt um einen Überblick über Ihr Grundwissen zu erhalten, ausschlaggebend für die Einstellung ist jedoch das Gesamtbild. Hier zu zählen auch Ihre ausserschulischen (ausseruniversitären) Aktivitäten, Praxis – bzw. Berufserfahrung (je grösser diese ist, um so mehr rückt Ihr Zeugnis in den Hintergrund), Ihre Teamfähigkeit und weitere jobrelevante Eigenschaften.
Fazit zum Thema – Schlechte Noten im Bewerbungsgespräch
Der Personaler sieht Ihr Zeugnis und er sieht Sie (denn trotz Ihre Noten hat er Sie eingeladen). Er kann jedoch nicht sehen was Sie in der Zwischenzeit gemacht haben, wie Sie sich verbessert und an sich gearbeitet haben. Genau das müssen Sie im Vorstellungsgespräch erklären und verdeutlichen.
Viel wichtiger als die Frage: “Warum konnten Sie damals diese Matheaufgabe nicht lösen?” ist doch die Frage: “Können Sie es jetzt?“. Es ist wichtig, das Sie aus den eigenen Fehlern etwas gelernt haben.
Lesen Sie auch folgende Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch.
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Das Vorstellungsgespräch & Ausbildung Blog
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