Vorstellungsgespräch: Warum sollten wir Sie nicht einstellen?

Warum den Spiess nicht mal umdrehen? Während der Personaler häufig fragt, warum er ausgerechnet Sie nehmen sollte, bzw. welche Vorteile Sie gegenüber anderen Bewerber haben, kann er auch rhetorisch fragen, was den gegen Sie als Bewerber spricht.

Lesetipp für Eilige: 10 Fragen & Antworten im Bewerbungsgespräch!

Hilfe, was soll ich bei dieser Vorstellungsgesprächsfrage machen?

  1. Bleiben Sie ruhig und selbstbewusst:  Ihr Auftreten wirkt sich schliesslich auf den ersten Eindruck aus, den Sie beim Personaler hinterlassen.
  2. Studieren Sie das Stellenprofil aufmerksam: Die dort geforderten Kernkompetenzen müssen Sie unbedingt aufweisen, d.h. diese können Sie nicht als Gegenargument anführen.
  3. Notieren Sie sich Ihre Schwächen: Indirekt erfragt der Personaler bei dieser Frage einige Ihrer Schwächen, welche gegen Sie sprechen. Diese dürfen jedoch nicht jobrelevant sein.

Definieren Sie Ihre eigenen Ziele!

In dem Moment, in dem Sie dem Personaler Ihre beruflichen Ziele erklären, machen Sie deutlich, welche Anforderungen Sie an ein Unternehmen, d.h. Ihren zukünftigen oder potentiellen Arbeitgeber, stellen.

Bringen Sie zum Ausdruck, dass Sie sich auf jeden Fall beruflich weiterentwickeln wollen und Ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren werden. Daher brauchen Sie, abhängig von Ihrer persönlichen Zielsetzung:

  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Aufstiegschancen
  • Herausforderungen
  • Kollegen von denen man lernen kann
  • Vorgesetzte, welche sich Ihrer Fähigkeiten bewusst sind

Es dürfte sich von selbst verstehen, dass Sie ein Arbeitsumfeld erwarten, in dem man sich gegenseitig mit Respekt behandelt, nicht zum Opfer von Mobbing wird und das die Möglichkeit zum selbstständigen Arbeiten und Denken bietet.

Gibt es Umstände, für die Sie auf diesen Job verzichten würden?

Es kann durchaus der Fall sein, das Sie bestimmte Dinge nicht bereit wären für das Unternehmen zu tun. Bei amoralischen oder illegalen Aktivitäten versteht sich das natürlich von selbst, aber es können je nach Bewerber und ausgeschriebener Stelle weitere Themen hinzukommen:

Sie müssen sich selbstverständlich im Klaren sein, dass Sie durch solche Aussagen unter Umständen Ihre eigene Bewerbung torpedieren. Wenn es sich aber um Ihre Prinzipien handelt, sollten Sie standhaft bleiben und dem Personaler Ihre Rahmenbedingungen nennen.

Lieber klare Ansagen im Vorstellungsgespräch machen, als hinterher ständig zu jammern.

Gerade bei Bewerbern die Karriere machen wollen, bzw. angehenden Führungskräften setzt man voraus, dass diese ihre Ziele klar kommunizieren können, selbstbewusst auftreten und nicht zu allem Ja und Amen sagen.

Fazit – Warum man Sie nicht einstellen sollte.

Nennen Sie dem Personaler einige Ihrer Schwächen, Ihre berufliche Zielsetzung und die Bedingungen, unter denen Sie engagiert, motiviert und langfristig für das Unternehmen arbeiten werden.

Sollte das Unternehmen diese Bedingungen nicht erfüllen oder andere Vorstellungen von Zusammenarbeit haben, so werden Sie sich woanders bewerben und das Unternehmen täte gut daran, einen anderen Bewerber auszuwählen.

Vergessen Sie nie, dass das Vorstellungsgespräch nicht nur dem Unternehmen dient Sie besser kennenzulernen, sondern auch Ihnen das Unternehmen.

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Jan
30. August

Wenn man mir in einem Vorstellungsgespräch diese Frage stellen würde, würde ich ihm direkt sagen, dass ich dort bin, weil ich die Stelle bekommen möchte und nicht, um eine Absage zu kriegen.


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sgd_allg neu 2013-01

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