Was hat Ihnen an Ihrem letzten Job nicht gefallen?

Ganz egal, ob Sie in der Zwischenzeit arbeitslos waren, beim letzten Arbeitgeber bereits gekündigt haben, oder noch aktiv tätig sind. Personaler fragen Bewerber gerne, was sie an ihrem letzten Job gemocht haben, und was ihnen nicht gefallen hat.

Lesetipp: 10 Fragen und Antworten aus dem Bewerbungsgespräch.

Der Personaler wird sich immer bewusst sein, dass Sie so, wie Sie jetzt über Ihren letzten Job / Arbeitgeber reden, in Zukunft auch über diesen Job und „sein“ Unternehmen reden könnten. Sie sollten sich dieser Tragweite bewusst sein.

Beginnen Sie mit den postiven Aspekten!

Auch wenn Pessimisten und Zyniker mit unter sehr unterhaltsam sein mögen, Menschen bevorzugen positive Geschichten. Ihr letztes Arbeitsverhältnis bietet reichlich positiven Gesprächsstoff, den es nun heisst aufzubereiten:

  1. Lesen Sie noch einmal die aktuelle Stellenausschreibung
  2. Notieren Sie sich, welche Fähigkeiten Sie für den neuen Job benötigen.
  3. Notieren Sie sich, was Sie in Ihrem letzten Job gemacht haben.
  4. Notieren Sie sich, was Sie beim letzten Arbeitgeber hinzugelernt haben.
  5. Rufe Sie sich alle dort erzielten Erfolge erneut ins Gedächtnis.

Erwähnen Sie die postiven Aspekte Ihres bisherigen Jobs, die Rückmeldungen die Sie von Ihrem bisherigen Chef erhalten haben und schmieden Sie diese zu einer Antwort zusammen, welche verdeutlicht, dass Sie in Ihrem letzten Arbeitsverhältnis wertgeschätzt wurden und sich in dieser Zeit weiterentwickelt haben.

Welche negativen Aspekte darf ich erwähnen?

Schon durch die Fragestellung erwartet der Personaler, dass Sie auch negative Dinge ansprechen. Die wenigsten Bewerber dürften bisher in ihrem Traumjob gearbeitet und nichts zu bemängeln haben. (Wer bereits in seinem Traumjob arbeitet, bewirbt sich nicht woanders.)

Aber, hier gilt zu beachten: Der Ton macht die Musik. Weder die ehemalige Firma, noch der ehemaligen Chef oder ehemalige Kollegen dürfen in ein schlechtes Licht gerückt werden.

Verstehen Sie unter „negative Punkte“ lieber Umstände in Ihrem bisherigen Job, welche ein weiteres Wachstum Ihrer Fähigkeiten und Ihres Könnens beeinträchtigen oder unmöglich machen.

Folgende Aspekte können in diese Rubrik fallen:

  • fehlende Entwicklungsmöglichkeiten oder Zukunftsaussichten
  • eigene berufliche Ziele vs. aktuelle Möglichkeiten
  • erfolgte Weiterbildung und fehlende Möglichkeit, diese im bisherigen Arbeitsumfeld einzubringen
  • divergierende Meinungen mit Ihrem bisherigen Chef, wo Ihre Stärken und zukünftigen Arbeitsfelder liegen (sollten)

Wenn Ihr bisheriger Chef mit Ihrer Arbeit sehr zu frieden ist, wird er Sie ungern an andere Abteilungen / Firmen verlieren, und eher unterstreichen, wie begabt Sie für die aktuelle Tätigkeit sind.

Was nicht gesagt werden sollte bzw. Vorsicht bei folgenden Punkten!

Neben Dingen die ganz offensichtlich nicht erwähnt werden sollten (wie z.B. direkte Kritik) gibt es einzelne Themen, bei denen, je nach Job / Personaler, Vorsicht geboten ist:

  • langer Arbeitsweg – manche Personaler könnten Ihnen das Attribut „unflexibel“ zuschreiben.
  • zu viele Überstunden – der Personaler wird Sie fragen, wie viele Überstunden zu viele sind und wie viele Sie bereit sind in seinem Unternehmen zu leisten.
  • wenig Urlaub – Sie lenken dadurch den Fokus weg von Ihrem beruflichen Können, auf ein Thema das zwar wichtig ist, nicht aber im Vordergrund eines Vorstellungsgespräches stehen sollte.
  • schlechte Bezahlung – der Personaler könnte in diesem Fall konkrete Angaben zu Ihrem bisherigen Gehalt wünschen, bzw. sich fragen, warum Sie für so wenig Geld, so lange gearbeitet haben, oder dieses Gehalt als Startpunkt für zukünftige Gehaltsverhandlungen verwenden.

Welche Themen Sie ansprechen können:

Sie können dem Personaler auch sagen, was Sie zu diesem Schritt bewegt hat:

Wichtig ist, immer zu verdeutlichen, dass Sie Ihre bisherige Arbeit hervorragend bewältigt haben. Nennen Sie hierfür Beispiele aus Ihrem bisherigen Berufsleben und beschreiben Sie, welches Potential noch in Ihnen steckt.

Fazit zum letzten Job / Tätigkeit

Stellen Sie eine Verbindung zum Jobwechsel, der nun ansteht, her, d.h. zwischen dem bisherigen Job und den Aussichten und Chancen welche die neue Stelle bietet.

Beschreiben Sie die neuen Möglichkeiten, welche im alten Umfeld nicht im gleichen Maße gegeben sind.

Verdeutlichen Sie, das Sie offen für Neues und Veränderung sind, dass Sie auf Ihrem bisherigen Weg viel gelernt haben und das Gelernte nun auch anwenden wollen.

Unterstreichen Sie, dass Sie bereit sind, die neue Stelle anzutreten, bisherige Sicherheiten aufzugeben und viel motivierter als andere Mitarbeiter sind. (welche eventuell nur die Tage bis zur Rente zählen)

Lesen Sie hier weitere Tipps für das Vorstellungsgespräch.

Antworten auf andere Vorstellungsgesprächsfragen finden Sie hier.

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