Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Egal ob Sie gerade an Ihrem Lebenslauf schreiben, oder ob Sie sich auf ein Gespräch vorbereiten, häufig kommt die Frage auf, welche Hobbys und Freizeitaktivitäten Sie ausüben. Was auf den ersten Blick irrelevant erscheint, verrät auf den zweiten Blick viel über Sie selbst.

Weitere Antworten finden Sie in der Liste häufiger Vorstellungsgesprächsfragen.

Welche Hobbys kann ich im Vorstellungsgespräch nennen?

Sie haben eine Vielzahl von Hobbys, wählen Sie daher 2-3 Aktivitäten die Sie mit großer Regelmäßigkeit ausüben, Sie in einem guten Licht erscheinen lassen und nicht dem Anforderungsprofil des Jobs entgegenstehen.

Werfen Sie nicht mit einzelnen Wörter wie „Bücher, Sport, Joggen“ um sich, sondern erklären Sie genau, welche Tätigkeit Sie warum und wie oft ausüben.

  • Sport: Wie lange üben Sie den Sport schon aus, wie oft, was begeistert Sie an diesem Sport? Wie motivieren Sie sich?
  • Bücher: Auf welche Themenbereiche haben Sie sich spezialisiert, was interessiert Sie an diesem Thema (Geschichte, Romane etc.) besonders?
  • Joggen: Aus welchen Gründen (Gesundheit, Abwechslung) joggen Sie, welche Ziele haben Sie sich gesetzt (Marathon, Halb-Marathon)?

Was möchte der Personaler eigentlich wissen?

  1. Sind Sie ein aufgeschlossener Mensch oder Einzelgänger?
  2. Sind Sie ein sozialer oder ich-bezogener Mensch?
  3. Sind Sie ein aktiver Mensch oder ein Faulenzer?
  4. Zeugen Ihre Hobbys von Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit?

Was ist im Job gefragt?

Es geht nicht darum, einfach nur ein paar Hobbys zu nennen, sondern Sie sollten sich genau überlegen, welche Qualitäten für diese Stelle gefragt sind und Freizeitaktivtiäten mit solchen Eigenschaften hervorheben, die für diesen Job relevant sind.

  • AufgeschlossenheitSie haben Freunde, lernen neue Menschen kennen.
  • Kontinuität – Sie üben schon seit Jahren die gleichen Hobbys aus.
  • Kreativität – Sie gestalten, basteln und sind kreativ tätig.
  • Soziales Engagement – In der Freizeit helfen Sie anderen Menschen.
  • Lernfähigkeit – Sie lernen auch in der Freizeit. (Sprachen, Fachwissen)
  • Strapazierfähigkeit – Sie halten sich regelmässig sportlich fit.
  • Teamfähigkeit – Sie verbringen Ihre Freizeit in Gruppen, d.h. nicht alleine.
  • Verantwortungsbewusstsein – Sie nehmen sich Zeit für Ihre Familie.
  • Zielstrebigkeit – Auch in Ihrer Freizeit setzen Sie sich Ziele. (z.B. Marathon)

Hobbys die Sie besser nicht erwähnen sollten

Alkohol, Drogen: Schaden Ihrer Gesundheit / Arbeitsfähigkeit. Dies wirft, auch wenn privat (nicht-öffentlich) konsumiert, ein schlechtes Licht auf Sie.

Partyhengst / Partyqueen: Sollten Sie regelmässig nächtelang durch Diskotheken ziehen, so behalten Sie diese Information im Vorstellungsgespräch lieber für sich.

Risikosportarten: Sportarten die ein hohes Verletzungsrisiko aufweisen oder anderwertig Ihrer Gesundheit schaden, machen Sie als Bewerber unattraktiver.

Rufschädigendes Verhalten: Es mag sein, dass Ihnen egal ist, wie andere über Sie denken. In dem Moment aber, in dem Sie für eine Firma arbeiten, kann Ihr privates Verhalten (z.B. Unfreundlichkeit, Arroganz) rufschädigend für die Firma sein.

Bedenken Sie, dass Sie mit Ihren Hobbys sowohl Interesse hervorrufen können als auch Unterschiede zu anderen Bewerbern aufzeigen können.

Argumente wie  „Ausruhen, Fernsehen, Internet surfen“ helfen hier nicht.

Fazit

Diese Bewerbungsfrage bietet die Möglichkeit die Aufmerksamkeit des Personalers auf Freizeitaktivitäten zu lenken, welche sich positiv auf Ihre Leistungen im Beruf auswirken und Sie somit als Bewerber interessanter machen.

Lesen Sie nun die 6. Frage: Wie motivieren Sie sich?

10 weitere Fragen und Antworten im Bewerbungsgespräch.

Hier finden Sie über 100 Tipps für das Vorstellungsgespräch.

Bitte schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema!

Anonymous
11. Mai

Ann den ganzen Themenpunkten fallen mir folgende Kritikpunkte auf:

1. Diese Schlussfolgerung, wer keine Freunde hat, ist nicht teamfähig, halte ich für höchst fragwürdig:

„Teamfähigkeit – Sie verbringen Ihre Freizeit in Gruppen, d.h. nicht alleine.“

Was machen die, die ihr ganzen Leben von anderen ausgegrenzt wurden, weil die anderen diejenigen waren, die nicht Teamfähig sind und den ganzen Tag daran dachten, wie sie als nächstes denjkenigen wieder mobben? Sind dann die anderen Teamfähig und das Opfer nicht? Wohl kaum!

2. Auch diese Schlussfolgerung ist moralwidrig.
„Soziales Engagement – In der Freizeit helfen Sie anderen Menschen.“
Hat man einen Außenseiter der in der Schule täglich gemobbt wurde, dann sollte man sich fragen, mit welchem Recht kann man erwarten, dass dieser Mensch freiwillig für andere einen sozialen Dienst ableistet, wenn er doch genau von diesen Menschen sein ganzes Leben lang beleidigt, gemobbt, ausgegrenzt usw. wurde?
Genauso könnte man ein Verwaltigungsopfer fragen, ob es gerne für Vergewaltigungstäter im Strafvollzug soziale Dienste leistet.
Seinen Feinden wischt man nicht den Hintern!

3. Und wieder eine schlechte und falsche Schlussfolgerung:
„Aufgeschlossenheit – Sie haben Freunde, lernen neue Menschen kennen.“

Was machen die, die aufgeschlossene Menschen sind, aber in ihrem Leben so oft enttäuscht, verraten, gedemütigt usw. wurden und deswegen keine Freunde haben?
Nur weil man keine Freunde hat, bedeutet dies doch nicht, dass man nicht aufgeschlossen wäre. Für Freunde gehören nämlich immer zwei dazu.
Und schlechte Menschen braucht man auch nicht als Freunde.


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sgd_allg neu 2013-01

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