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Wie die Bewerbung zur Lotterie wird – ein Erfahrungsbericht
Thema: Bewerbung | Bookmarken / Mailen
Mediengestaltung Praktikum
Als Student wird einem von allen Seiten zu einem Praktikum geraten, sei es in den Semesterferien oder für längere Praktika in einem sogenannten Urlaubssemester. Oft wird es sogar vom Studienfach aus verlangt um überhaupt zum Studium oder später zur Abschlussarbeit zugelassen zu werden, manchmal ist es in Form eines Praxissemesters ins Studium integriert. Natürlich sehe ich die Notwendigkeit, bzw. den Sinn dieser Erfahrungssammlung im praktischen Bereich, den die Uni in ihrer sehr theoretischen Ausrichtung einfach nicht bieten kann. Jedoch stellt es sich als besonders schwer heraus einen geeigneten Praktikumsplatz zu bekommen.
Ich hatte brav meine Bewerbung fertig gestellt, das Motivationsschreiben mit Lebenslauf, im Anhang Zeugnis und Scheine, die ich an der Uni bereits gemacht hatte. Meine Eltern hatten über alles drüber gesehen und mir noch den ein oder anderen Tipp gegeben, es schließlich „abgesegnet“. Im Internet hatte ich mir die Adressen aller größeren Medienunternehmen (Rundfunkanstalten, Zeitungen, Produktionsfirmen) der Region rausgesucht, meine Bewerbung im Dutzend ausgedruckt, in schöne Mappen gesteckt, in die entsprechenden Briefumschläge und dann ab zur Post damit. Je nach Masse der Bewerbungen ist das für einen Studenten auch kein unerheblicher (finanzieller) Aufwand.
Mir war zwar klar, dass man sich jetzt nicht unbedingt um mich prügeln würde, doch ich hatte schon darauf gehofft von der ein oder anderen Seite eine positive Resonanz zu erhalten. Doch da hatte ich mich leider getäuscht… Kaum eine Antwort, keine positive. Im Nachhinein ärgerte ich mich etwas nicht auch ein paar kleinere Unternehmen angeschrieben zu haben, bei denen die Chancen vielleicht größer gewesen wären. Was jedoch war aus meinen Bewerbungen geworden? Nicht beantwortet, nicht zurück gesendet… Landen die wirklich im Papierkorb?
Ein Kommilitone erzählte mir dann später eine sehr interessante Geschichte, die er erlebt hatte. Direkt nach dem Abi war er genau den gleichen Weg gegangen wie ich erst während des Studiums. Bei einem der Unternehmen, einer an dieser Stelle nicht genannten Produktionsfirma, von dem er ebenfalls keine Rückmeldung erhalten hatte, bekam er einige Zeit später über einen anderen Kommilitonen einen Nebenjob. Als er eines Tages die Aufgabe bekam für eine Produktion einen Praktikanten aus den Bewerbungen auszusuchen, fand er sich in einem verstaubten Raum mit Umzugskartons wieder und in einem der hintersten dieser Kartons, ganz unten drin, war tatsächlich noch seine Bewerbung!
Da wurde mir eines klar: so wird die Bewerbung zur Lotterie! Wenn unter Umständen nicht mal eine Personalabteilung die Unterlagen prüft oder beantwortet, sondern letzten Endes ein x-beliebiger Student irgendwann, wenn ein Praktikant benötigt wird sich eine x-beliebige Bewerbung raussucht. Wahrscheinlich geht er dann sogar nur nach Aussehen! Zumindest an die beliebten Praktikumsplätze kommt man dann doch ganz klischeehaft nur durch das berühmte Vitamin B – Beziehungen! Jedenfalls wenn man sicher gehen will. Das habe ich dann auch direkt genutzt und mache nächstes Semester ein Praktikum in dieser ominösen Produktionsfirma – dank des Kontaktes über meinen Kommilitonen! That’s life!
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Das Vorstellungsgespraech
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Diese Informationen sind ja nicht gerade ermutigend… Ohne Beziehungen geht da ja anscheinend gar nix…