Wie würden Ihre Kollegen Sie beschreiben?

In vielen Vorstellungsgesprächen werden Bewerber gefragt, welchen Eindruck sie bei ihren bisherigen Arbeitskollegen hinterlassen haben. Lesen Sie in diesem Artikel, wie Sie auf diese Frage antworten können und welche Fettnäpfchen und Fehler Sie vermeiden sollten.

Weitere hilfreiche Tipps für die Vorbereitung finden Sie hier: 100 Fragen aus dem Vorstellungsgespräch.

Was wissen Kollegen über Sie?

Woher soll ich wissen was meine Kollegen über mich denken?

Um diese Frage zu beantworten, besteht natürlich die Möglichkeit das Gespräch mit ehemaligen Kollegen zu suchen und so zu erfahren, wie andere Sie wahrnehmen.

Sie dürfen aber nicht alle so gewonnen Informationen im Vorstellungsgespräch preisgeben. Es gilt zu beachten, welche Aussagen jobrelevant sind und sich nicht negativ auf Ihre Bewerbung auswirken.

Der Personaler wird darauf achten, wie Sie sich selbst wahrnehmen, bzw. welche Ihrer Eigenschaften Ihrer Meinung nach bei anderen Menschen am ehesten im Gedächtnis bleiben. Sie müssen also etwas über sich selbst erzählen können.

Was kann ich auf diese Frage antworten?

Die meisten unserer Kollegen sind in der Lage, Aussagen in Bezug auf unseren Charakter, unsere Arbeit und unsere Teamfähigkeit zu treffen.

  1. Charaktereigenschaften: Im Idealfall bleiben wir als ein zuverlässiger, pünktlicher und motivierter Kollege in Erinnerung. Wer denkt nicht gerne an Kollegen zurück, die sich an gemeinsame Planungen hielten, über großen Sachverstand verfügten und sich gleichzeitig zivilisierter Umgangsformen bedienten.
  2. Arbeit: Kollegen sehen uns täglich am Arbeitsplatz, angefangen von unserer Sitzhaltung und Ordnung bis hin zu Stressbewältigung und Arbeitsstil. Sie sind in der Lage zu beschreiben, wie sie uns täglich wahrgenommen haben.
  3. Teamfähigkeit: Wer mit uns zusammengearbeit hat, weiß wie wir uns in ein Team einfügen, wie sehr wir uns einbringen bzw. zurücknehmen, auf welche Art und Weise wir das Team bereichern und mit zum Erfolg führen.

Durchaus können auch Aspekte beschrieben werden, über die sich Ihre Kollegen zwar lustig gemacht haben (Schreibtisch glänzte immer… , ließ sich nicht mal durch ein Erdbeben ablenken…, etc.), welche aber eigentlich ein positives Licht auf Ihr berufliches Schaffen werfen.

Sicher hatte nicht jeder ehemalige Kollege Ihren Ergeiz, Ihre Motivation und Ihre Zielstrebigkeit – jeder drückt seine Bewunderung, oder seinen Neid, eben anders aus. Das Ihre Kollegen „trotzdem“ gerne mit Ihnen zusammenarbeiteten verdeutlicht dies nur um so mehr.

Unterstreichen Sie ruhig, durch welche Fähigkeiten Sie sich bei Ihren Arbeitskollegen vor allem einen Namen gemacht haben.

Sie sollten neben allen positiven Eindrücken, auch eine Konfliktsituation aus dem bisherigen Berufsleben beschreiben und wie Sie, sowie Ihr(e) Kollege(n) damit umgegangen sind.

Was sollte ich lieber für mich behalten bzw. vermeiden?

Der Personaler kann auch Fragen, wie eng Sie mit den jeweiligen Kollegen zusammengearbeit haben. Es nützt nichts, wenn Sie berichten welchen bleibenden Eindruck Sie bei Kollegen hinterlassen haben, mit denen Sie eigentlich nur den Pausenraum oder die Kantine teilten.

Es kommt nicht darauf an, dass Sie der beste „Kumpel“ Ihrer Arbeitskollegen gewesen sind. Sie wollen schließlich nicht Ihren Kollegen gefallen, sondern vermitteln, dass Sie erfolgreich Ihre Arbeit bewältigen.

Vermeiden Sie Formulierungen, welche den Eindruck erwecken, dass

  • Sie eigentlich die ganze Zeit mit den Kollegen nur am Quatschen waren.
  • Sie ein Einzelgänger waren, der in kein Team passt.
  • Es ständig zu Konflikten und Problemen in Ihrem Team kam.
  • Sie Ihre Kollegen jetzt schlecht machen.

Fazit – Wie Kollegen Sie wahrnehmen

Der Personaler möchte bei dieser Frage natürlich nicht mehr über Ihre Kollegen, sondern mehr über Sie erfahren.

Bedenken Sie daher bei jeder Antwort, welches Licht auf Sie, Ihr Können und Ihren Arbeitsstil, fällt.

Lesen Sie hier weitere wichtige Tipps für das Vorstellungsgespräch.

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sgd_allg neu 2013-01

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