10 Gründe für eine Promotion

Gründe um zu promovierenWieso man promovieren sollte – Teil 2
Im ersten Teil der Reihe „Erfolgreich promovieren“ habe ich 10 Gründe aufgeführt, wieso man nicht promovieren sollte. Eine Promotion hat nicht nur Nachteile. Daher führe ich heute 10 Punkte auf warum man trotzdem promovieren kann. Im Laufe des dreijährigen Dissertationsprozesses habe ich auch viel positives erlebt. Im Nachhinein würde ich es auf jeden Fall nochmal genau so machen. Daher habe ich mir die Mühe gemacht eine Liste mit 10 Gründen zusammenzustellen, welche die Entscheidung zur Promotion rechtfertigen.

Nr. 1: Verlängerung des Studentendaseins
Dieser Punkt ist mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Trotz allen negativen Gründen ist die Freiheit als Promotionsstudent grösser als bei einem Festangestellten. Dafür kommt es allerdings auch öfters vor, dass man an den Wochenenden arbeiten muss. Gleichzeitig profitiert man durch den Studentenstatus weiterhin von den Vergünstigungen, die man auch während des Studiums hatte und bezieht gleichzeitig ein Gehalt.

Nr. 2: Bessere Planung der Karriere
Die Promotionszeit verlängert den Zeitraum bis man eine definitive Entscheidung bezüglich der späteren Berufsausrichtung treffen muss. Obwohl man glauben könnte, dass bereits das Promotionsthema die zukünftigen Jobalternativen einschränkt, habe ich dies in meinem Umfeld nicht beobachten können. Es ist keine Ausnahme, dass frisch abgeschlossene Doktoranden in einem vollkommen anderen Umfeld arbeiten. Die meisten haben nach drei Jahren genug von ihrem Dissertationsthema und möchten in der Regel etwas anderes machen.

Nr. 3 Start einer wissenschaftlichen Karriere
Dieser Punkt ist offensichtlich und liegt auf der Hand. Obwohl im Gegensatz zu anderen Ländern und Regionen die Promotion in 90% der Fälle mit einer späteren wissenschaftlichen Laufbahn verbunden ist, wird eine Promotion im deutschsprachigen Raum auch aus anderen Gründen angestrebt.

Nr. 4 Verbesserung der Karrierechancen
Ein „Dr.“ vor dem Namen öffnet auch heute noch in vielen Branchen und Unternehmen manche Tür. In der Chemieindustrie ist ein „Dr.“ quasi Pflicht. Wer ihn nicht hat, ist gegenüber seinen promovierten Kollegen im Nachteil. Betrachtet man die Vorstandsetage von vielen DAX 30 Unternehmen, so fällt auch dort auf, dass die meisten einen Doktortitel tragen.

Nr. 5 Aufbau eines spezialisierten Wissens
Sie werden wahrscheinlich nie wieder in ihrem Leben so viel Zeit haben sich mit einem einzigen Thema intensiv zu beschäftigen. Wenn sie sich über ihre thematische Berufsausrichtung bereits im Klaren sind und heute schon wissen, dass sie dieses Thema später weiter verfolgen möchten, so haben sie Gelegenheit sich einen Expertenstatus zu erarbeiten. Experten sind in der Wirtschaft immer wieder gefragt. Sie werden dadurch zu einer begehrten Mangelware auf dem Arbeitsmarkt.

Nr. 6 Sie reisen gerne
Der Dissertationsprozess ist mit der Publikation von Artikeln und dem Besuch von Konferenzen verbunden. Um viele Wissenschaftler anzuziehen werden die Veranstaltungsorte in vielen Fällen an attraktiven Urlaubsorten organisiert. Dadurch besteht die Möglichkeit im Anschluss an die Konferenz einen Urlaub anzuhängen. Der Flug und die ersten Tage auf der Konferenz werden in der Regel von der Universität getragen, so dass ihnen nur noch geringe Zusatzkosten bei ihrem Urlaub entstehen.

Nr. 7 Sie knüpfen eine Menge interessanter Kontakte
Nie wieder werden ihnen die Türen zu Unternehmen und interessanten Personen so offen stehen wie während ihrer Promotionszeit. Meine Ansprechpartner haben immer wieder gerne den Kontakt zur Uni geknüpft. Ihnen lastet als Doktorand eine gewisse Unschuld und Neutralität an. Im Gegensatz zu einer Beratung hat ihr Ansprechpartner keine Angst, dass sie ihm etwas verkaufen wollen (auch wenn das öfters der Fall ist). Die Kontakte, die sie während ihrer Promotion knüpfen, können sie auch nach dieser Zeit noch nutzen.

Nr. 8 Teilnahme oder Einsicht in interessante Projekte
In Verbindung mit dem oben genannten Punkt, resultieren aus solchen Kontakten auch immer wieder interessante Kooperationen und Projekte. Unternehmen arbeiten gerne mit Universitäten zusammen. Sie nutzen dies auch für ihr Marketing und kommunizieren gegenüber Kunden, dass ihre Projekte wissenschaftlich begleitet werden.

Nr. 9 Sie schreiben gerne
Da dieser Punkt bei meiner Aufzählung von Gründen, die gegen eine Promotion sprechen auftaucht, muss er logischerweise auch in der Positivliste erscheinen. Insbesondere ihr Professor wird sich an ihrer Passion für das Schreiben erfreuen. Ihre Publikationen tragen zu seiner Zielerreichung und Rechtfertigung seiner Arbeit gegenüber der Universität bei.

Nr. 10 Sie mögen das Prestige
Seien wir doch mal ehrlich. Am Ende des Tages ist ein wichtiges Motiv für jeden Promotionswilligen auch die Aussicht auf zwei Buchstaben mehr im Reisepass, auf Kreditkarten, auf dem Klingelschild etc. Nach der harten Promotionszeit ist diese „Belohnung“ auch in Ordnung. Schlecht ist es hingegen, wenn man sich selbst ab dem Zeitpunkt der Titelvergabe nur noch über die zwei Buchstaben definiert.

Fazit: Eine Promotion lohnt sich nicht nur wegen dem Titel. Morgen geht es weiter mit der Reihe „Erfolgreich promovieren“. Dort geht um das Thema: „Wie finde ich eine Promotionsstelle?

Lesen Sie jetzt unsere 20 Tipps zum erfolgreich promovieren / Doktor machen.

Bitte schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema!

Linar
17. Mai

Hallo,

ich les emich gerade so in das Thema ein. Ich würde gern für ein Unternehmen schreiben -die müsste ich allerdings noch anschreiben.
Darin liegt derzeit mein Problem und zwar wie stellt man sowas für gewöhnlich an? Schreibt man eine „Bewerbung“?

lg

Maja
13. März

Ich habe gerade meinen Doktor in Physik gemacht und muss sagen, dass es zwar sehr nervenaufreibend war, sich aber dennoch gelohnt hat. Es hat Spaß gemacht und war trotz allem ein Prozess, der so viel Farbe in mein Leben gebracht hat. Es war lehrreich, nicht nur bezüglich der Physik, sondern auch um meinetwillen. Ich habe gelernt, dass ich mit größtem Druck umgehen kann und dass es große Freude bereiten kann, hartnäckig ein – bisweilen weit entferntes – Ziel zu verfolgen. Und der Stolz, vor allem auf das eigene Durchhaltevermögen, ist am Ende der größte Lohn!

Dr. Maja R.


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