Mehr zu diesem Thema:
- 5 Tipps und Tricks beim Schreiben der Dissertation
- Was man in einem Doktorandenstudium lernt
- Effizientere und effektivere Recherchen durchführen
- 10 Gründe für eine Promotion
- Letzter Ausweg aus der Krise - Abbruch der Promotion
3 Tipps für ein besseres Zeitmanagement bei der Promotion
Thema: Erfahrungsberichte | Bookmarken / Mailen
Optimale Zeiteinteilung im Dissertationsprozess - Teil 9
Das Zeitmanagement ist bei einer Dissertation kritisch, um die vorgesehene Zeit nicht zu überschreiten. Meiner Erfahrung nach sind nicht diejenigen Doktoranden zuerst fertig, die den grössten Intellekt haben, sondern diejenigen die mit ihrer vorhandenen Zeit am besten umgehen können. Dazu gehört auch zu einem grossen Stück die persönliche Disziplin und Fähigkeit sich an eigene Pläne zu halten. Im folgenden zeige ich ihnen einfache Massnahmen auf, die mir während meines Dissertationsprozesses geholfen haben, nach knapp über drei Jahren das Doktorandenstudium abzuschliessen.
1. Zeitpläne erstellen
Die Erstellung eines Zeitplans erscheint auf den ersten Blick nicht besonders kreativ. Jedoch verhilft dieser dem Doktoranden dabei, einzelne Meilensteine zu definieren und Aufgabenpakete, die zur Erreichung dafür notwendig sind. Das Geheimnis liegt in der realistischen Planung. Dies ist aufgrund der subjektiven Einschätzung und Betrachtung relativ schwierig. Eine Möglichkeit besteht darin die Zeitplanung mit dem direkten Betreuer der Dissertation zu besprechen und nachzufragen ob die Annahmen auch realistisch getroffen worden sind. Eine weitere Option ist die bewusste Berücksichtigung von Zeitpolstern, die man später jedoch nur im Notfall nutzen darf.
2. Prioritäten setzen
Wer zuerst die unwichtigen Dinge erledigt, hat am Ende keine Zeit mehr für die wichtigen. Das Angenehme bei dieser Vorgehensweise ist, dass sich viele unwichtigen Dinge meist auch von selbst erledigen und dadurch unverhofft mehr Zeit zur Verfügung steht. Ein weiterer Punkt, der sich meines Erachtens bewährt hat, ist das Studieren der Literatur. Hier haben Querleser einen Vorteil gegenüber denjenigen, die auch noch das letzte Zeichen in der Formel verstehen möchten. Hier hat sich in meiner Zeit die Anwendung einer 80-20-Regel bewährt. Die Literaturrecherche ist ein langwieriger und steiniger Prozess, den man meiner Ansicht nach nicht noch durch übertriebene Gründlichkeit beim Lesen in die Länge ziehen muss.
3. Leerzeiten nutzen
Dies ist zugegebermassen der schwierigste Punkt, da er sehr viel mit persönlicher Disziplin zusammenhängt. Mit Leerzeiten meine ich beispielsweise Reisen im Zug oder Wartezeiten zwischen zwei Terminen. Auch in diesen kurzen oder längeren Intervallen lassen sich bequem verschiedene Tätigkeiten erledigen. Dazu zählen beispielsweise das Lesen von wissenschaftlichen Artikeln, die Banküberweisung oder das Schreiben einer E-Mail. Man darf es mit der Selbstdisziplin aber auch nicht übertreiben. Schliesslich muss man sich selbst auch noch genug Luft zum Atmen bringen und den eigenen Stresslevel im Griff haben.
Fazit: Zeitmanagement ist eine Sache der persönlichen Disziplin und Einstellung. Leider gibt es keine goldenen Regeln, die einem auf “gemütliche” Art und Weise mehr Zeit am Tag verschaffen. Nächsten Montag geht es weiter mit der neuen Reihe zum Thema Promotion. Dort behandle ich das Thema “Überlebenstrategien im Dissertationsprozess”.
Das Vorstellungsgespraech
Dieses Buch bereitet den Leser auf das Vorstellungsgespraech vor,berichtet ueber Ablauf, eventuelle Probleme und erklaert wie man sich am Besten vorbereitet.
Mehr zum Buch: Vorstellungsgespraech
