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Bevor Sie den Artikel lesen, möchte ich Sie auf folgende Artikel hinweisen, welche weitere hilfreiche Informationen zum Thema enthalten: |
3 Tipps zur Vermeidung der Mobbingfalle bei der Promotion
Mobbing unter Doktoranden – Teil 17
Genau wie in einem Unternehmen auch, gibt es an einem universitären Lehrstuhl Doktoranden, die von anderen im besten Fall gemieden oder im schlechtesten Falle aktiv ausgegrenzt werden. Folge für die Betroffenen sind langsame Anzeichen eines Burnout-Syndroms und ein oftmals damit verbundener Abbruch der Promotion. Meiner Beobachtung nach erfolgt eine Ausgrenzung von Kollegen, wenn diese nicht schnell genug die ungeschriebenen Gesetze des Dissertationsprozesses erkennen und befolgen. 3 ungeschriebene Gesetze und Tipps helfen zur Vermeidung der Mobbingfalle.
Gesetz Nr. 1: “Facetime” beachten
Doktoranden sind genau wie “normale” Personen, Menschen voller Neid und Missgunst. Wenn ich um 8 im Büro bin, dann erwarte ich, dass andere genauso “leiden” wie ich. Promotionsstudenten, welche die Kernarbeitszeiten (diese können mitunter stark von den offziellen Arbeitszeiten – falls vorhanden – abweichen) nicht beachten und später kommen sowie früher gehen, geraten schnell in Missgunst. Das potenzielle Argument des effizienteren Arbeitsstils wird von den Kollegen als Arroganz und Überheblichkeit gewertet. Ich sage an dieser Stelle nicht, dass ein Doktorand, der sich nicht an die “Facetime” hält automatische ausgegrenzt wird. Genau wie beim Lungenkrebs das Rauchen stellt er einen Risikofaktor dar, der zusammen mit anderen Umständen zum Mobbing führen kann.
Gesetz Nr.2: Kollegen nie in den Rücken fallen
Trotz allem Egoismus und Eigeninteressen halten Doktoranden zusammen. Eines der wichtigsten Gesetze besagt, dass sich Kollegen nie in den Rücken fallen oder andere hängen lassen. Dazu zählt beispielsweise die Zusammenarbeit bei Unternehmensprojekten. Ein Kollege wird vor einem Kunden nie offen kritisiert. Disskussionspunkte lassen sich später im Zwiegespräch auch intern klären. Genauso tabu ist es, Arbeiten an andere abzuschieben, weil man selbst “viel zu tun” hat.
Gesetz Nr.3: Immmer schön auf dem Teppich bleiben
Streber sind schon in der Schule unbeliebt. Ehrgeiz und Engagement bei der Promotion sind positiv und erforderlich um einen Dissertationsprozess erfolgreich abzuschliessen. Übersteigerter Ehrgeiz driftet schnell in Überheblichkeit und Arroganz ab. In diesem Falle werden sie aufgrund ihrer Fähigkeiten nicht respektiert sondern ausgegrenzt. Es bedarf viel Taktgefühls und sozialer Kompetenz aufgrund von fachlichen Kompetenzen nicht bei Kollegen ins Abseits zu geraten.
Fazit: Ich bestreite nicht, dass es sehr viele Fälle von Mobbing geben kann, weil eine Person aus welchen Gründen auch immer von ihren Kollegen als “Opfer” ausgesucht wird und im Prinzip “nichts dafür kann”. Diese Fälle habe ich meinen drei Jahren Promotionszeit nicht beobachten können, es wird sie jedoch genauso geben. Genauso wenig heisse ich die Tatsache gut, dass diese ungeschriebenen Gesetze bestehen und Risikofaktoren für Mobbing am Lehrstuhl darstellen. Wer sich nicht selbst verbiegen muss, um diese 3 Tipps zu verfolgen, wird meiner Beobachtung nach gut mit Kollegen auskommen.
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