3 Verhaltensregeln im Dissertationsprozess

Überlebensstrategien PromotionÜberlebensstrategien im Dissertationsprozess – Teil 10
Die Promotion ist ein langwieriger und steiniger Prozess. Wer sich nicht an bestimmte Konventionen und ungeschriebene Gesetze hält, bekommt schnell Schwierigkeiten. Dies gilt mit Sicherheit nicht nur für ein Doktorat, sondern auch für das Arbeiten in einem „normalen“ Angestelltenverhältnis. Im folgenden habe ich drei Tipps zusammengestellt, die einem den Dissertationsprozess erleichern. Ob man sich dann später daran halten möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass diese drei Punkte die Zusammenarbeit mit Chefs, Kollegen und Unternehmen erleichtern.

Nr. 1 Stets Kooperationsbereitschaft gegenüber Vorgesetzten zeigen
Obwohl es sich um einen recht einfachen Tipp handelt, habe ich in meiner dreijährigen Promotionszeit immer wieder beobachtet, wie sich Kollegen nicht an diese goldene Regel halten und damit immer wieder gegen die Wand laufen. Vielen Doktoranden fällt es schwer ihre hohe Abhängigkeit, insbesondere von Professoren, zu akzeptieren. Es gehört dazu, dass man viele Arbeiten und Aufgaben erledigen muss, die einem nicht besonders viel Spass machen. Das Schlimmste was einem passieren kann, ist durch offenen Widerstand in Ungnade zu geraten. Wenn man nicht die volle Unterstützung der Professoren hat, verlängert sich der Dissertationsprozess nach meiner Beobachtung um mindesten 6 Monate oder scheitert im schlimmsten Falle sogar.

Nr. 2 Ungeschriebene Gesetze befolgen
Doktoranden halten zusammen. Auch wenn dies in der Realität nicht immer der Fall ist, entwickeln sich an jedem Lehrstuhl ungeschriebene Gesetze, die von jedem befolgt werden müssen. Ist dies nicht der Fall, läuft man Gefahr abgegrenzt zu werden und auf das soziale Abstellgleis zu geraten. Solche ungeschriebenen Gesetze können beispielsweise Uhrzeiten sein, zu denen man im Büro sein muss. Wer das Büro früher verlässt, ist bei vielen Kollegen unten durch. Eine weitere Regel besagt, dass sich Kollegen vor Kunden oder Professoren nicht gegenseitig in den Rücken fallen. Genauso verpönnt ist es, wenn Kollegen (obwohl sie dazu offziell das Recht haben) in der Disputation (finale Doktorprüfung) kritische Fragen stellen.

Nr. 3 Auch mal einen Gang zurück schalten
Wer immer nur an vorderster Front läuft, verbrennt schnell seinen Energievorrat. Wieso es sich nicht lohnt im Job der Beste zu sein, haben wir ihnen bereits einmal ausführlich beschrieben. Einer der wichtigsten Gründe beim Promotionsstudium ist eine mögliche Verlängerung der Promotionszeit. Welcher Professor verliert schon gerne sein bestes Pferd im Stall? Auch wenn es vielen vielleicht schwer fallen sollte, nicht immer ihr bestes zu geben, ist mein Rat immer nur centimeterweise höher über die Latte zu springen. Dies machen Hochleistungssportler bei der Verbesserung ihrer Weltrekorde schliesslich genauso. Alles andere ist eine Verschwendung von Ressourcen.

Fazit: Für jeden Lehrstuhl gelten andere ungeschriebene Gesetze. Wer sich anfangs ein wenig zurück hält und versucht erst seine neue Umgebung und Kollegen besser kennen zu lernen, wird schnell erkennen, was er machen kann und was er lieber sein lässt. Am Dienstag geht es weiter mit der Reihe „Erfolgreich promovieren“. Dort behandle ich das Thema Literaturrecherche.

Lesen Sie jetzt unsere 20 Tipps zum erfolgreich promovieren / Doktor machen.

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