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Abbruch oder nicht? Wege aus der Dissertationssackgasse
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Wie man den Abbruch der Dissertation vermeiden kann - Teil 12
Die hohe Abbruchrate im Doktorandenstudium zeigt, dass für viele der Weg zu begehrten Doktortitel kein Zuckerschlecken ist. Die Entscheidung den Prozess abzubrechen, ist für niemanden einfach. Auch in meinem Umfeld begegnen mir immer wieder Doktoranden, die aufgrund ihres Frustes am liebsten alles hinschmeissen würden. Die meisten davon schaffen den Weg aus dieser Sinnkrise. Im folgenden gehe ich daher kurz auf die Ursachen der Krise ein, sowie wie man als Doktorand diese Negativspirale des Frustes und der Erfolglosigkeit hinter sich lassen kann.
Ursachen der Frustration beim Doktorandenstudium
Häufig sind es mangelnde Erfolgsmomente, welche die Negativspirale der Frustration initiieren. Man hat das Gefühl, das jeder um einen herum erfolgreich ist und man der einzige ist, der keine Pluspunkte verbuchen kann. Viele Doktoranden suchen zunächst die Schuld in ihrem Umfeld. Dabei ist schnell jemand gefunden: Man fühlt sich von Vorgesetzten nicht ausreichend unterstützt. Insbesondere Doktoranden, die denken das ihnen ihr Thema vorgesetzt wird, argumentieren häufig auf diese Art und Weise. Häufig genug ist es aber auch so, dass die Vorgesetzten unfähig sind und an massloser Selbstüberschätzung leiden. Selbst wenn sie wollten, könnten sie den Doktoranden nicht weiterhelfen. In beiden Fällen hilft Selbstmitleid nicht weiter. Nur wer aktiv an der Verbesserung seiner Situation arbeitet, kann aus dieser Sackgasse wieder herausfinden.
So schafft man es wieder aus der Dissertationssackgasse heraus
Leider gibt es keine allgemeingültige Empfehlung, wie man den Weg aus der Frustration wieder heraus schafft. Jeder ist anders und benötigt für ihn individuell angepasste Ratschläge, die seine besondere Situation bedürfen. Manche schaffen es trotz Befolgens der Tipps nicht und müssen trotzdem aufgeben. Nicht immer ist die Wahl des Doktorandenstudiums die richtige Wahl und daher kann die Entscheidung zum Abbruch ein logischer Schritt sein. Folgende Tipps haben bei Doktoranden in meinem Umfeld zu einem Ausbruch aus der Sackgasse geführt:
- Kleine Teilziele setzen, die in der Summe zum Hauptziel Dissertation führen
- Nicht nur die Schuld bei anderen suchen, sondern auch das eigene Handeln hinterfragen
- Unerwünschte Reaktionen von Vorgesetzten nicht als persönlichen Angriff werten
- Vorgesetzte auf Missstände ansprechen und Lösungsvorschläge machen
- Disziplinierter werden, unangenehme Arbeiten angreifen und beenden
- Aktiv bei Kollegen nach Hilfe und Rat suchen
Fazit: Nicht immer findet man aus der Negativspirale heraus. Manchmal hilft wirklich nur der Abbruch. Morgen geht es weiter mit einer weiteren Folge. Dort behandle ich das anschliessende Thema: Wann sollte ich die Promotion abbrechen?
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