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Letzter Ausweg aus der Krise - Abbruch der Promotion
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Abbruch der Promotion - Teil 13
Im gestrigen Teil haben wir ihnen mögliche Weg aus der Dissertationsackgasse aufgezeigt. Auch wenn diese Tipps vielen Leute in meinem Umfeld weitergeholfen haben, ist deren Umsetzung nicht in jedem Fall erfolgreich. Nicht immer ist die Entscheidung zur Promotion der richtige Entwicklungsschritt. Vielen Doktoranden bereitet die langfristig weitestgehend isolierte Bearbeitung eines Forschungsthemas Schwierigkeiten. Oftmals sind auch die Erwartungen an das Doktorandenstudium falsch (siehe hierzu nochmals 10 gute Gründe nicht zu promovieren). Erst wenn man alles versucht hat, ist der Abbruch der Dissertation die richtige Entscheidung. Im folgenden habe ich eine kurze Liste zusammengestellt, die ihnen bei der Entscheidungsfindung behilflich sein könnte.
Sie haben alles getan, um besser mit dem Doktorandenstudium zurecht zu kommen
Die Sinnkrise ist oftmals eine Mischung aus vielen Faktoren, die durch die Ansammlung von negativen Erlebnissen und Ereignissen das Fass irgendwann fast Überlaufen lassen. Wer sich beim täglichen Gang zur Arbeit nicht wohl fühlt, muss zunächst versuchen die Gründe dafür zu hinterfragen. Wer mit Kollegen oder Professoren nicht zurecht kommt, verstösst unter Umständen unbewusst gegen die ungeschriebenen Verhaltensregeln im Dissertationsprozess (Teil 10). Wenn man sich in einem sozialen Umfeld befindet ist Anpassung ohne die eigene Persönlichkeit aufzugeben eine gute Überlebensstrategie. Vielleicht fühlt man sich aber auch einfach überfordert mit den tagtäglichen Anforderungen der Promotion. Einfache Tipps für ein besseres Zeitmanagement (Teil 9) helfen die wichtigste Ressource besser zu nutzen und bauen Stress ab.
Sie haben bereits mit Kollegen über ihre Schwierigkeiten gesprochen
Im ersten Schritt hilft oft das Gespräch mit “Leidensgenossen”. Ihre Kollegen können am besten ihre Situtaion nachvollziehen und haben eventuell schon ähnliche Sinnkrisen erfolgreich gemeistert. Auch wenn es viele Egoisten an einem Universitätslehrstuhl gibt, sind immer wieder hilfsbereite Personen vorhanden, denen sie sich anvertrauen können. Das Gespräch mit anderen zu suchen, hilft dabei die eigene Situation zu reflektieren.
Sie haben ernsthaft versucht Pläne zur Verbesserung ihrer Situation umzusetzen
Wer sich selbst bemitleidet wird auf Dauer keine Lösung für sein Problem finden. Sie müssen etwas unternehmen, um die Sinnkrise zu bewältigen. Macht beispielsweise ein Wechsel des Dissertationsthemas für sie Sinn? Ist ein Wechsel des Lehrstuhls erforderlich? Es müssen nicht immer drastische Massnahmen sein. Auch kleine Dinge können zur Verbesserung ihrer Situation beitragen. Machen sie sich darüber Gedanken was schief läuft und entwickeln sie Lösungsstrategien. Dadurch werden sie auch nach aussen glaubwürdiger und man wird sie aktiv bei diesem Prozess unterstützen.
Sie haben bereits mit ihrem Professor gesprochen
Wenn die oberen Punkte nicht fruchten, steht für die meisten Doktoranden der Schritt zum Professor an. Ein Professor ist nicht daran interessiert, dass seine Doktoranden die Promotion abbrechen. Dies hat zum grossen Teil auch ganz egoistische Gründe. Als Lehrstuhl möchte man nach aussen nicht den Eindruck eines schlechten Betriebsklimas erwecken. Dadurch könnten zukünftige Doktoranden abgeschreckt werden, beim jeweiligen Professor zu promovieren. Somit hat er ein grosses Interesse daran, dass sie am Lehrstuhl ihre Promotion abschliessen. Sie können ehrlich zu ihm sein. Er wird versuchen eine Lösung für sie zu suchen. Am besten sie machen sich vor dem Gespräch bereits Gedanken und machen Vorschläge, wie man ihrer Meinung nach die Situation verbessern kann.
Fazit: Den Dissertationsprozess abzubrechen ist keine einfache Entscheidung. Wenn man jedoch alles versucht hat und letztlich zum Schluss kommt, dass man nicht für eine Promotion geboren ist, so ist der Abbruch der Dissertation die richtige Entscheidung. Morgen geht es weiter mit der Reihe. Dort gehe ich auf die Frage ein: Was trägt die Promotion zur persönlichen Entwicklung bei?
Das Vorstellungsgespraech
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