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Pro und Contra einer Auslandspromotion
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Promotion im Ausland - Teil 18
Auch Lehrstühle im Ausland bieten die Möglichkeit zur Promotion an. Wer mit dem Gedanken spielt seine Dissertation an einer ausländischen Hochschule zu schreiben, sollte sich vorher mit den Vor- und Nachteilen dieses Schrittes auseinandersetzen. Je nachdem was sie anschliessend beruflich erreichen möchten, kann die Promotion im Ausland sich auch nachteilig auf den Lebenslauf auswirken. Auch ich habe vor meiner Promotion an einer schweizer Hochschule mit dem Gedanken gespielt in Spanien zu promovieren. Letztlich habe ich mich jedoch dagegen entschieden. In der Folge zeige ich euch Vor- und Nachteile aus meiner Sicht auf.
Vorteile einer Promotion im Ausland
Ein Auslandsaufenthalt erweitert den persönlichen Horizont und ist eigentlich immer zu empfehlen. Einschränkungen muss man lediglich hinsichtlich der späteren beruflichen Ziele machen (dazu bei den Nachteilen mehr). Es gibt eine Reihe von ausländischen Universitäten im Ausland wie das MIT, Harvard, Cambridge oder Oxford, die international bekannt sind und daher einen dicken Pluspunkt im Lebenslauf darstellen. Wer ein Angebot einer solchen Hochschule erhält, kann diesen Schritt ohne Sorgen vollziehen. Man muss lediglich berücksichtigen, dass sich ein PhD von einem deutschsprachigen Doktorandenstudium unterscheidet. Während man in Deutschland einen starken praktischen Bezug insbesondere in den betriebswirtschaftlichen Disziplinen anstrebt, ist der Dissertationsprozess insbesondere in den englischsprachigen Institutionen eher wissenschaftlich geprägt und entspricht dem Modell Forschung im “stillen Kämmerlein”. Darüber hinaus ermöglicht die Promotion im Ausland das Erlernen oder Perfektionieren einer Fremdsprache und das Kennenlernen eines neuen Kulturkreises.
Nachteile einer Auslandspromotion
Wie bereits oben angesprochen sind die zukünftigen beruflichen Ziele und der Ort des Doktorandenstudiums entscheidend für die Bewertung ihres Lebenslaufes aus Sicht eines Personalverantwortlichen. Dient die Promotion als Karrierebeschleuniger, so ist ein Aufenthalt in Guadeloupe oder ähnlichen exotischen Destinationen zur Promotion nicht zu empfehlen. Auch das Argument genau dieser Lehrstuhl hat ihnen die idealen Voraussetzungen und Förderung gegeben, die sie zu dem Zeitpunkt brauchten, wird ihnen niemand abnehmen. Viel eher wird man davon ausgehen, dass sie sich nach dem “stressigen” Studium einen mehrjährigen Urlaub am Strand gegönnt haben. Weiterhin ist zu berücksichtigen in welcher Disziplin sie promovieren möchten. In den ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen ist eine Auslandspromotion nicht zu empfehlen, da in Deutschland anerkannte Hochschulen vorhanden sind. Wenn sie vorhaben später wieder in Deutschland zu arbeiten, wird man sie fragen wieso nicht an diesen Universitäten promoviert haben.
Fazit: Eine Auslandspromotion würde ich nur im Falle einer international renommierten Hochschule empfehlen. In allen anderen Fällen ist aus meiner Sicht eher davon abzuraten. Morgen startet ein neuer Beitrag zur Reihe “Erfolgreich promovieren”. Dabei geht es um das Thema “Verhaltenskodex Doktortitel”.
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