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Was man in einem Doktorandenstudium lernt
Thema: Erfahrungsberichte | Bookmarken / Mailen
Eine Promotion trägt zur persönlichen Weiterentwicklung bei - Teil 14
Während des Dissertationsprozesses lernt man nicht nur eine “erweiterte Diplomarbeit” zu schreiben. Neben der Erarbeitung eines Expertenwissens in einem Spezialthema ihres Forschungsgebietes erwerben sie eine Reihe weiterer Fähigkeiten, die ihnen bei ihrem weiteren beruflichen Werdegang sowie ihrer persönlichen Entwicklung nützen. Diese Tatsache erkennen auch spätere Arbeitgeber an. Sie “kaufen” daher letztlich nicht immer ihre Expertise oder ihren wissenschaftlichen Doktorgrad sondern profitieren oftmals sehr viel stärker an ihrer Erfahrung und der Weiterentwicklung von Fähigkeiten während des Doktorandenstudiums.
Selbstorganisation und Zeitmanagement
Im Teil 9 unserer Reihe haben wir ihnen bereits gezeigt, wie sie ihr Zeitmanagement verbessern können. Zwar lernt man schon während des Studiums sich selbst zu organisieren, jedoch zwingt das Doktorandenstudium aufgrund des höheren Drucks zur weiteren Verbesserung dieser Fähigkeiten. Dabei profitieren sie insbesondere durch die Erfahrungen von ihren erfahreneren Kollegen, die ihnen mit Tipps jederzeit zur Verfügung stehen. Durch die Anwendung dieser Ratschläge auf ihre eigene Situation lernen sie schnell welche Massnahmen bei ihnen die besten Ergebnisse bringen.
Selbstdarstellung und Präsentation
Sie werden schnell merken, dass es bei der Präsentation nicht nur um das “Verkaufen” ihres Dissertationsthemas geht, sondern sie müssen auch persönlich überzeugen. Zwar ist bei der Wahl des Dissertationsthemas (Teil 5) auch die wissenschaftliche Relevanz der Doktorarbeit (Teil 6) von sehr hohem Gewicht, jedoch steigt die Akzeptanzwahrscheinlichkeit ihres Doktorvaters auch mit ihrem “Verkaufstalent”. Eine weitere wichtige Kompetenz, die sie während des Doktorandenstudiums erwerben ist somit auch die Fähigkeit andere Personen von ihrem Handeln durch gute Präsentationen zu überzeugen.
Netzwerke knüpfen und pflegen
Auch dieser Punkt ist für viele Doktoranden zunächst noch schwierig und ungewohnt. Im Laufe des Dissertationsprozesses lernen sie eine Menge Leute kennen, aus denen sich nach und nach ein persönliches Netzwerk spinnt. Dieses Netzwerk müssen sie pflegen. Um beruflich oder persönlich erfolgreich zu sein, ist es von Vorteil die richtigen Ansprechpartner in verschiedenen Lebenssituationen an der Hand zu haben. Sie möchten sich selbstständig machen (siehe hierzu auch Mit 30 Tipps zur Selbstständigkeit)? Kein Problem, wenn sie bereits Kontakte haben, die ihnen Zugang zu Kunden oder Investoren verschaffen können. Bei Unternehmensberatungen, können sie in der Regel ein höheres Einstiegsgehalt verhandeln, wenn sie glaubhaft und nachvollziehbar ein qualitativ hochwertiges Netzwerk aufzeigen können.
Fazit: Das Doktorandenstudium bietet neben der Erlangung des wissenschaftlichen Doktorgrades noch eine Reihe weiterer Vorteile, die einem noch im späteren Berufsleben nützlich sind. Zum Ende der Woche behandle ich die “heisse Phase” des Doktorandenstudiums. Dort geht es um Tipps und Tricks beim Schreiben der Dissertation.
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