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Wie stelle ich fest ob ein Dissertationsthema wissenschaftlich relevant ist?
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Wissenschaftliche Relevanz des Dissertationsthemas - Teil 6
Im Teil 5 der Reihe “Erfolgreich promovieren” (3 Tipps zur Auswahl eines Dissertationsthemas) habe ich ihnen vorgestellt, wie man zu einem Dissertationsthema gelangt. Einer der drei Tipps besagte sich auf die Schulter von Giganten zu stellen, um die wissenschaftliche Relevanz einer Dissertation zu gewährleisten. Was genau ist jedoch gemeint und wie stellt man diese wissenschaftliche Relevanz her? Genau um dieses Thema geht es im heutigen Beitrag. Dabei liefere ich ihnen jedoch keine präzise wissenschaftlich korrekte Definition, sondern zeige ihnen eine praktisch umsetzbare Handlungsempfehlung auf.
1. Stützen sie sich auf vorhandene wissenschaftliche Beiträge
Die einfachste Vorgehensweise festzustellen, ob ein potenzielles Dissertationsthema wissenschaftlich relevant erscheint, ist es Autoren aus ihrem Forschungsbereich zu zitieren. Jede Forschung ist mit Limitationen verbunden. Seriöse Wissenschaftler zeigen diese explizit auf. Im Idealfall hat bereits jemand ihr Forschungsgebiet untersucht und hat genau dort aufgehört, wo sie anfangen möchten. Da in diesem Falle nicht nur sie, sondern auch ein anerkannter Autor mit einer veröffentlichten Publikation den Forschungsbedarf sieht, können sie sich auf die Schulter von Giganten stellen und dadurch die wissenschaftliche Relevanz ihres Themas aufzeigen.
2. Zeigen sie das Praxisproblem auf
Dieser Punkt scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein. Insbesondere in der Betriebswirtschaftslehre ist aus meiner Erfahrung aus einer praktischen auf die wissenschaftlichen Relevanz zu schliessen, legitim. Die Annahme, die dahinter steht, ist folgende: Wenn ein akutes Problem in der Praxis besteht, dann kann eine Lösung durch eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema gefunden werden. Somit wird in der BWL von vielen Autoren implizit angenommen, dass die Lösung eines praktischen Problems, für das es noch keine breit akzeptierte Lösung gibt, in einer Dissertation die wissenschaftliche Relevanz herstellt. In der Regel muss in einer Dissertation gleichzeitig auch immer der an erster Stelle genannte Punkt Berücksichtigung finden.
3. Erweitern sie bestehende Theorien und Erkenntnisse
Wenn sie beispielsweise durch Experimente herausfinden, dass Einstein wichtige Details bei seiner Relativitätstheorie vergessen hat, ist die wissenschaftliche Relevanz logischerweise gegeben. Gleichzeitig bewegen sich die wenigsten betriebswirtschaftlich orientierten Arbeiten, die ich gesehen habe in diesem Bereich. Bestehende Theorien zu erweitern oder gar neue aufzustellen, ist für den Durchschnittsdoktoranden (mich eingeschlossen) eine Nummer zu gross. Die meisten ziehen es vor den einfachereren Weg hinsichtlich wissenschaftlicher Relevanz durch Punkt 1 und 2 zu erfüllen.
Fazit: Das Thema wissenschaftliche Relevanz wurde an dieser Stelle nur oberflächlich behandelt. Wer sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen möchte, kann auf die entsprechende Fachliteratur zurückgreifen. Morgen geht es weiter mit einem weiteren Teil. Dort behandle ich das Thema: Die verschiedenen Phasen des Dissertationsprozesses.
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