Optimale Gesellschaftsform – GmbH oder Limited?

GmbH oder Limited?GmbH oder Limited? – Teil 11
Um unternehmerisch tätig zu werden, braucht man irgendwann eine Gesellschaftsform, die über die GbR hinausgeht. Viele stehen dabei vor der Frage die Firma als GmbH oder Limited zu gründen. Auch ich habe mich seinerzeit intensiv mit der Frage beschäftigt. Es gibt bei beiden Gesellschaftsformen verschiedene Vor- und Nachteile, die man kennen sollte bevor man gründet. Ich habe mich für die GmbH entschieden. Wer wissen möchte wieso, der kann hier weiterlesen.

Vor- und Nachteile GmbH
Der einzige aus meiner Sicht echte Nachteil der GmbH ist das im Vergleich hohe Stammkapital, das man zur Gründung benötigt. Gleichzeitig ist dies jedoch ein Vorteil, da in den Augen von Geschäftspartnern eine GmbH seriöser wirkt als eine Limited. Ein weiterer Nachteil der GmbH sind auch die höheren Gründungskosten. Wer als Unternehmen an einer soliden Geschäftsadresse interessiert ist und das erforderliche Stammkapital aufbringen kann, der ist bei der GmbH gut aufgehoben. Die Bundesrepublik plant oder hat bereits wichtige Reformen für die GmbH umgesetzt. Dadurch wird sie auch in Zukunft noch wettbewerbsfähiger sein, was die Höhe des Stammkapitals sowie die Gründungskosten angeht.

Vor- und Nachteile Limited
Die Limited erscheint auf den ersten Blick ideal für Unternehmer, die nicht über ein hohes Startkapital verfügen. Die Gefahr besteht jedoch darin, die Betriebskosten zu übersehen. Gleichzeitig zum Jahresabschluss in Deutschland ist auch einer in England erforderlich. In der Regel muss man dafür eine Firma beauftragen. Zusätzlich benötigt man auch eine englisch Anschrift (Briefkasten), die wiederum monatliche oder jährliche Kosten verursachen. Neben den Gründungskosten hat die Limited einen weiteren kleinen Vorteil: Sie klingt internationaler. Sollten sie ihre Geschäfte auch ausserhalb des deutschsprachigen Raumes durchführen, kann ihnen das nützen. Wenn nicht, ist die GmbH in den Augen ihrer nationalen Geschäftspartner seriöser.
Mir hat bei der Informationssuche folgendes Buch sehr gut weitergeholfen: Private Limited Company. Gründung, Führung, Besteuerung in Deutschland
Es hätte mich fast überzeugt eine Limited statt einer GmbH zu gründen. Es zeigt jedoch nicht nur die Vorteile auf, sondern weist auch auf die konkreten Nachteile gegenüber einer GmbH auf.

Fazit: Wer das Stammkapital irgendwie aufbringen kann, sollte meiner Meinung nach eine GmbH gründen. Aufgrund der relativ hohen Betriebskosten rechnet sich eine Limited mittel- bis langfristig in meinen Augen nicht. Morgen geht es weiter mit der Bildungsreihe mit 30 Tipps zur Selbstständigkeit. Dabei behandle ich das Thema: „Der Investor – dein Feind“.

Lesen Sie hier 30 Tipps für die Selbstständigkeit – ein Start-up gründen.

Bitte schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema!

Roland Schulz
12. August

Also wenn ich eine deutsche Firma mit dem Anhängsel „limited“ sehe, dann ist mir das suspekt. Es gibt für eine ausschließlich in Deutschland tätige Firma nur einen Grund für „limited“ –> man will mit wenig Geld haften, ist also nicht von seiner Firma/ Geschäftsidee überzeugt.

Eine GmbH ist zudem nicht seriöser als eine GbR. Man gehe einfach mal zu einer Bank und sage denen, dass man als GmbH mit 25.000 Euro Startkapital einen Kredit über z.B. 50.000 Euro haben will. Die lachen einen aus. Da hilft es nur auf GbR-Niveau zu gehen und persönlich zu haften.
Die Transparenz einer GmbH kann man m.E. auch sehr gut über diverse andere Wege herstellen (Handelsregister, Bilanz veröffentlichen und und und – dem Kenner fallen sicher noch mehr Wege ein).

GbR klingt immer nur für den Laien klein, aber man überlege sich nur mal, wie schmerzhaft eine Insolvenz für eine 3-Mann-GbR ist: Da jeder Gesellschafter zu 100% haftet, müssten notfalls 3 Menschen in Privatinsolvenz gehen. Wenn man das mit den 25.000 Euro einer neu gegründeten GmbH vergleicht… nun ja… das ist Portokasse für jeden Unternehmer (zumindest nach 2-3 Jahren am Markt). Für 25.000 Euro würde ja noch nicht einmal ein Einzelner in Privatinsolvenz gehen.

Ach und als Bonus fällt bei den meisten ja sowieso die beschränkte Haftung weg, weil viele Aktionen, die ein kleines Unternehmen in den Ruin reißen, direkt auf die Geschäftsführung zurückzuführen sind. Und dann wird wieder privat gehaftet… soweit es mir bekannt ist.

Und wer jetzt wirklich noch Angst hat bezüglich „Als kleine GbR nimmt mich niemand ernst“: Einfach Stück für Stück Referenzen aufbauen – das geht auch als GbR und ist 1000x mehr Wert als die GmbH.


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