10 beliebte Studiengänge und ihre Einstiegschanchen

einstiegschancenWissen Sie wie viele Absolventen der BWL direkt einen Job finden?
Vor einigen Tagen hat das Hochschul-Informations-System (HIS) die neuesten Zahlen für 2007/2008 erhoben und veröffentlicht. Einige Trendwechsel zeichnen sich ab, einige Traditionen werden fortgesetzt. Schauen Sie nach, ob Ihr Studiengang oder Ihr Studiengangwunsch Aussichten auf einen schnellen Einstieg in das Berufsleben bietet, oder ob Sie sich noch mit ein paar Praktika die Zeit vertreiben müssen. Bildung-news.com hat zehn der größten Studiengänge aus dem naturwissenschaftlichen, aus dem geisteswissenschaftlichen, aus dem wirtschaftlichen und technischen Bereich ausgewählt.

Betriebswirtschaftslehre (BWL)
Der klassische Betriebswirt hat es nicht mehr so einfach, wie es noch vor etwa fünf Jahren war. Damals waren rund 88 Prozent der Absolventen ein Jahr nach ihrem Abschluss regulär erwerbstätig. Heute kommen dem klassischem Studiengang die sogenannten Zwitterstudiengänge Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingeniuerwesen in die Quere. Bei den aktuellsten Zahlen liegen die FH-Absolventen nur noch bei 78 Prozent und die Uni-Absolventen bei 79 Prozent. Dabei gibt die Bundesagentur für Arbeit aber an, dass 2006 rund zehn Prozent mehr offene Stellen für BWLer als 2005 zur Verfügung standen. Besonders Regionalleiter für Discounter würden gesucht. In Zukunft soll die Logistikbranche gesteigertes Interesse an Betriebswirten haben. Das Einstiegsgehalt ist in den letzten Jahren aber tendenziell gesunken – von etwa 39.000 Euro Brutto im Jahr (2001) auf knapp 34.000 Euro (2005).

Jura
Den Juristen geht es momentan einigermaßen gut. Das Ziel nach erfolgreichem Staatsexamen ist bekanntlich das Referendariat, welches 2001 etwa 72 Prozent der Absolventen angetreten hatten, während 2005 schon ganze 79 Prozent untergebracht waren. Dies liegt unter anderem daran, dass überladene Gerichte entlastet wurden, indem die öffentliche Hand mehr Referendariatsplätze geschaffen hat. Als weiterer Fortschritt ist die Entwicklung im Bereich der unbefristeten Anstellungen zu werten, die in den letzten Jahren zwar schwankte aber tendenziell stieg. Einstiegsgehälter als freier Mitarbeiter in Kanzleien können gerade mal bei 20.000 Euro liegen, während große Arbeitgeber um einiges mehr bezahlen. Wer sich selbständig macht, hat vor Allem im Bereich Erbrecht, IT-Recht, gewerblicher Rechtsschutz und internationales Recht gute Chancen. Des Weiteren bietet die freie Wirtschaft fast die Hälfte aller Juristenstellen an.

Maschinenbau
Wie allen Ingenieuren geht es den Maschinenbauern bestens, aber hauptsächlich den Uni-Absolventen. Von denen sind ein Jahr nach Abschluss über 94 Prozent regulär erwerbstätig. Von den FH-Absolventen sind es „nur“ 82 Prozent. Das liegt an den vielen ins Ausland verlagerten Produktionen die forschungsintensive Arbeit erfordern, für die Uni-Absolventen nötig sind. Die Arbeitslosenquoten unter den Maschinenbauern sind aber äußerst gering und sinken weiterhin. Ein Studium in diesem Bereich wird allseits empfohlen, da in naher Zukunft viele Arbeitnehmer altersbedingt ausscheiden werden und noch zu wenig Nachwuchs da ist. Die Einstiegsgehälter liegen bei etwa 35.000 Euro (FH) und 38.000 (Uni).

Germanistik
Wer hätte es gedacht? Die Germanisten, die nicht auf Lehramt studieren, sind arm dran. Erhebliche Veränderungen in der Medienbranche und Einsparungen der öffentlichen Hand, vor allem in der Kultur sind wohl der Grund für den Rückgang der Einstiegsquote auf 28 Prozent! Da Germanisten aber als flexibel und vielseitig einsetzbar gelten, sind nach einiger Wartezeit die Arbeitszahlen akzeptabel. Die Arbeitslosenquote ist in den letzten Jahren jedenfalls stetig gesunken. Lehramtsgermanisten müssen sich nicht sorgen, denn ihre Einsteigerquote liegt bei 80 Prozent im ersten Jahr. Auch ihr Einstiegsgehalt übersteigt die gerade mal 21.000 Euro der „Vollgermanisten“.

Erziehungswissenschaften
Wahrscheinlich dank der Hartz-Gesetzte, aufgrund derer viele Weiterbildungsinstitute schließen mussten, gingen die Zahlen von fast 80 Prozent Direkteinstieg auf etwa 62 Prozent zurück. Der schlimmste Tiefpunkt scheint aber 2004 gewesen zu sein und wurde wohl überwunden. Mittlerweile finden sich wieder Stellen in der freien Wohlfahrtspflege, Organisationen der Bildung und Wissenschaft und bei den sozialen Diensten sowie in der Verwaltung. Absolventen von 2005 starten mit einem Durchschnittseinkommen von 26.000 Euro.

Informatik
Sowohl Informatiker als auch Wirtschaftsinformatiker steigen mit hoher Wahrscheinlichkeit schnell in den Beruf ein, dabei sind aus den gleichen Gründen wie bei den Maschinenbauern die FH-Absolventen im Nachteil. 93 Prozent Direkteinsteiger bei stark reduzierten 37.000 Euro (vormals rund 45.000 Euro) stehen den FH-Absolventen mit 84 Prozent und 33.000 Euro gegenüber. Als interessante Entwicklung in der Informatikbranche ist aber der erstmalige Rückgang der freien vermerkten Stellen zu beurteilen. Um über sieben Prozent ist die Nachfrage gesunken.

Wirtschaftsingenieurwesen
Sie gelten als die Lieblinge der Industrie, denn sie verbinden Wirtschaftswissen und Ingenieurkompetenz. In vielen Bereichen sind sie einsetzbar und steigendes Alter wird nicht wie im Maschinenbau als Manko, sondern als Vorteil angesehen. Die erneut um über 30 Prozent gesunkene Arbeitslosenquote betrifft hauptsächlich jüngere Arbeitnehmer, da erfahrene Wirtschaftsingenieure gerne auf Führungspositionen eingesetzt werden. Dennoch steigen auch die frischgebackenen Absolventen mit mindestens 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit, egal ob Uni oder FH, noch innerhalb der ersten zwölf Monate in einen regulären Beruf ein und werden dabei mit rund 42.000 Euro (Uni) bzw. 38.000 Euro (FH) entlohnt.

Anglistik / Amerikanistik
Für die Amerikanisten gibt es keine gesonderte Auswertung aber die Einsteigerzahlen sind ebenso wie bei den Germanisten nicht berauschend. 2005 waren es gerade mal 45 Prozent der Anglisten, die nach dem Abschluss auch gleich eine Anstellung gefunden haben. Heute werden Zusatzqualifikationen am PC und aus der Wirtschaft als selbstverständlich vorausgesetzt. Wieder einmal die Ausnahme bilden die Lehramtsstudenten, bei denen sich die Zahlen von Jahr zu Jahr bessern. Mittlerweile sind es fast 77 Prozent, die direkt ins Referendariat einsteigen können. Hoffnung bei den Anglisten macht aber der Rückgang der Arbeitslosenquote von 2005 auf 2006 um knapp ein Drittel, wobei die meisten Betroffenen aus der Gruppe der Berufsanfängern kommen.

Humanmedizin
Auch hier gibt es nichts verwunderliches zu berichten. Es gibt leichte Schwankungen in den letzten Jahren aber die bewegen sich für Berufseinsteiger zwischen 85 und 90 Prozent. Der leichte Rückgang der letzten Jahre wird mit der Tatsache erklärt, dass der sogenannte Arzt im Praktikum (AiP) weggefallen ist und viele Absolventen des Staatsexamens sich eine Auszeit zum Reisen, für freiwillige Arbeiten oder für die Fertigstellung der Doktorarbeit nehmen. Da der Arbeitsmarkt aber besonders im Osten Deutschlands nach Ärzten ruft, gibt es keine Schwierigkeiten beim Berufseinstieg, der durchschnittlich mit 42.000 Euro jährlich entlohnt wird. Trotzdem sind die Bedingungen bezüglich Arbeitszeiten und hohen Verantwortungen in Deutschland schlechter geregelt als in vielen anderen Ländern, weshalb es eine merkliche Abwanderung von Ärzten ins Ausland gibt.

Volkswirtschaftslehre (VWL)
Man mag leicht den Fehler begehen und die BWL mit der VWL gleichsetzen, doch die Zahlen belegen, dass das Gegenteil der Fall ist. Der Arbeitsmarkt bietet für Volkswirte weniger Stellen als für BWLer und da auch der Betriebswirtschaftliche Markt enger wird, ist der interdisziplinäre Einstieg schwieriger geworden. Nur noch etwa 61 Prozent der Absolventen kommen im ersten Jahr unter. Die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung fordert aber die jungen Volkswirte auf bei Stellenanzeigen genau hinzuschauen, denn wenn ein „Investor Relation Manager“ gesucht wird, sollte man sich angesprochen fühlen. Der VWLer steigt durchschnittlich mit 33.000 Euro ein.

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