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10 Dinge, die man beim Erstellen einer Hausarbeit beachten sollte

kinnbart.jpgDie Angst vor der ersten Hausarbeit
Hausarbeiten gehören zum Studium genauso dazu wie Klausuren. Besonders in den geisteswissenschaftlichen Studiengängen ist das Verhältnis zwischen Klausuren und Hausarbeiten zum Erwerb der benötigten Leistungsscheine über das gesamte Studium gesehen recht ausgeglichen. Doch spätestens am Ende des Studiums muss ein jeder Student seine Abschlussarbeit schreiben, auch eine Art von Hausarbeit, nur wesentlich anspruchsvoller und in einem in jeder Hinsicht erhöhtem Umfang. Genauso kann man auch die Hausarbeit als eine anspruchsvollere und wissenschaftlichere Facharbeit sehen, die ja jeder Oberstufenschüler mindestens einmal in einem Fach seiner Wahl verfassen muss. Viele Erstsemester haben dennoch großen Respekt oder sogar Angst vor der ersten zu verfassenden Hausarbeit, dabei muss man sich nur an ein paar Regeln halten, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen!

Regel # 1: Thema und vorläufiges Inhaltsverzeichnis absegnen lassen!
Ganz wichtig ist es von Anfang an die Hausarbeit im Zusammenspiel mit den Professoren zu gestalten. Meistens haben diese nämlich schon konkrete Vorstellungen bezüglich der Ausgestaltung des genannten Themas. Wenn man selber aber dann Literaturrecherche betreibt und merkt, dass man das Thema auch in eine andere Richtung ausarbeiten könnte, sollte man dies unbedingt besprechen, bevor eine falsche Erwartungshaltung entsteht, die dann nur enttäuscht werden kann. Ein zweiter wichtiger Gang zum Professor sollte mit dann ausgearbeitetem vorläufigen Inhaltsverzeichnis sein, zumindest aber sollte man es per Email verschicken. Natürlich sollte man die Professoren auch nicht mit zu viele Besuchen nerven oder mit Emails bombardieren, aber ein solcher Austausch in geregeltem Maße ist als Absicherung da um nicht am Thema vorbei zu schreiben. Dann ist nämlich alle Mühe umsonst gewesen!

Regel # 2: Kommunikation mit Professoren dokumentieren!
Dieser Austausch mit den Professoren solle unbedingt dokumentiert werden, gerade wenn Änderungen besprochen werden. Schon oft ist es vorgekommen, dass sich der Professor am Ende an eine Abmachung nicht mehr erinnern konnte und der Student als Depp da stand. Der Schriftverkehr sollte genauso dokumentiert werden wie die persönlichen Gespräche. Eine kleine Notiz mit Termin und stichwortartig den wichtigsten Inhalten reicht da vollkommen. So ist man immer auf der sicheren Seite!

Regel # 3: Die Äußere Form der Arbeit muss stimmen!
Wenn man sich dann schließlich an die Arbeit macht, sollte man von vornherein auf die Form achten, damit man nicht im Nachhinein alles ändern muss. Meistens finden im ersten Semester Einführungsveranstaltungen zum Erstellen einer wissenschaftlichen Hausarbeit statt, sollte dies nicht der Fall sein, muss man sich selber darum kümmern (studentische Hilfskräfte fragen). Zu beachten ist nämlich, dass nicht nur jeder Studiengang andere Anforderungen an die äußere Form der Hausarbeit (Formatierung, Schriftart, Schriftgröße…) stellt, sondern unter Umständen sogar jeder Lehrstuhl innerhalb eines Studienfaches! Besonders ältere Professoren erwarten auch, dass man sich an ihre Vorgaben hält, da es die Studenten eigentlich ja keine große Mühe kostet diesen Wünschen zu entsprechen. Nichtbeachtung gibt nicht nur Abzüge, sondern der Ärger der Professoren wirkt sich natürlich auch negativ auf die Bewertung aus!

Regel # 4: Sinnvolle inhaltliche Struktur!
Die wissenschaftliche Hausarbeit besteht traditionell aus fünf Kapiteln: Einleitung/ Einführung in die Fragestellung, These, Antithese, Synthese, Fazit/ Diskussion. Dieses Schema passt natürlich nicht auf jedes zu bearbeitende Thema, in der Regel bleibt jedoch auch dann die Anzahl der Kapitel bei fünf. Wichtig ist es vor allem eine sinnvolle Unterstruktur dieser Kapitel, denn das fördert die Systematik und Nachvollziehbarkeit der Arbeit. Nicht selten haben Hausarbeiten drei Ebenen, d.h. dass die Unterkapitel nochmals unterteilt werden können, dies sollte aber auch nicht erzwungen werden, sondern nur da gemacht werden, wo es auch sinnvoll ist.

Regel # 5: Sprache dem Niveau angemessen anpassen!

Die Universität ist nicht wie die Schule! Gibt es Fachvokabular zu einem behandelten Thema mus dies zwingend angewandt werden! Man sollte sich nicht scheuen eine gehobenere Sprache an den Tag zu legen als man dies für gewöhnlich tut und man sollte die Arbeit unbedingt von zwei verschiedenen Sprachbegabten Leuten Korrektur lesen lassen um Unverständlichkeiten, Rechtschreibfehler und sontiges zu beseitigen!

Regel # 6: Nicht zuviele direkte Zitate und keine wörtlichen Übernahmen!
Wörtliche Übernahmen sind ein absolutes Tabu – Professoren kann dafür iin ihren Arbeiten dafür der Titel aberkannt werden und deshalb reagieren sie da auch bei Studenten allergisch drauf! Man sollte sich das nötige Wissen anlesen und dann ohne immer wieder in die Literatur zu blicken, versuchen es in eigenen Worten wiederzugeben. Bei besonders wichtigen oder gut formulierten Passagen ist es durchaus sinnvoll Zitate in den eigenen Text einzuarbeiten, die dann auch so gekennzeichnet werden müssen. Allerdings sollten die Zitate nicht die Überhand gewinnen, schließlich soll die Hausarbeit kein bloßes Zusammentragen von Zitaten sein!

Regel # 7: Fußnoten überprüfen!
Da wahrscheinlich 90 Prozent des Inhalts der Hausarbeit angelesen sind, muss dies auch so gekennzeichnet werden – nicht nur die wörtlichen Zitate! Man sollte deshalb immer wieder die Fußnoten überprüfen, ob man sie richtig gesetzt hat, ob man nicht welche vergessen hat usw. Die Angaben dazu müssten sich auch auf den Infoblättern befinden, die man in den Einführungsveranstaltungen bekommt. Man sollte immer bedenken, dass hier einer der größten Unterschiede zur Facharbeit liegt, wo noch nicht so extrem viel Wert auf die hundertprozentige Korrektheit oder Vollständigkeit der Fußnoten gelegt wurde.

Regel # 8: Keine Quellen unterschlagen!
Man sollte keine Quellen unterschlagen, auch nicht, wenn es eine dubiose Internetseite ist, die man dem Professor nicht unbedingt präsentieren möchte. In diesem Fall könnte man noch, sofern nachvollziehbar, die Quellen dieser Site ausfindig machen und diese dann angeben. Jedenfalls ist die Vollständigkeit der Literaturliste von genauso großer Wichtigkeit wie die der Fußnoten!

Regel # 9: Vorgegebenen Umfang und Abgabetermin einhalten!
Hat man Glück, gerät man an nette und lockere Professoren, die entweder sehr großzügige oder gar keinen Abgabetermin machen und zudem beide Augen in Bezug auf den Umfang der Arbeit zudrücken. Doch das ist nicht die Normalität, die meisten Professoren erwarten auch hier die Einhaltung ihrer Vorgaben. Ist es absehbar, dass eine der beiden Vorgaben nicht eingehalten werden kann, sollte man (so früh wie möglich) Kontakt mit den Professoren aufnehmen und vorsichtig nachfragen, ob eine Lockerung möglich ist, vielleicht hat man ja Glück – aber darauf sollte man sich lieber nicht verlassen!

Regel # 10: Hausarbeit ordentlich abgeben!
Ist die Arbeit vollendet, gilt es nur noch die Hausarbeit ordentlich abzugeben. Anständiges Papier, ein sauberer Druck, sowie eine praktische Mappe, die was hermacht, bilden den angemessenen Rahmen für die Arbeit. Schließlich liest der Professor sie auch so, wie sie abgegeben wird. Wird sie in einem schlechten Zustand abgegeben, wirft dies auch direkt ein schlechtes Licht auf den Inhalt der Arbeit! Der erste Eindruck zählt auch bei der Hausarbeit!

Hier unsere Buchtipps zum Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit:
Umberto Eco, Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Taschenbuch)
Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten (Broschiert)
Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Eine praktische Anleitung (Taschenbuch)



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