Ab IQ von 130 keine Studiengebühren

iqtestsDeutsche Unis locken hochbegabte Studenten mit ganz speziellem Sonderangebot
Weil die Unis in Baden-Württemberg nicht nur das bekanntlich gute Wetter nutzen, um ihre Attraktivität bei Studierenden zu stärken, gibt es für besonders begnadete und begabte Studenten ganz besondere Vergünstigungen.

Die Universität Tübingen hat bereits vorgelegt und erlöst ihre Schützlinge, die einen Abiturschnitt von mindestens 1,2 vorlegen können von der schwer umstrittenen Gebühr für zwei Semester. In Freiburg und Konstanz will man andere Mittel zur Hilfe ziehen und heimst sich nicht nur Applaus ein.

„Bitte legen Sie einen IQ-Test vor!“

Wer in Konstanz und Freiburg an die Universität möchte und sich gerne ein paar Euro sparen möchte, der sollte schleunigst einen IQ-Test machen. Zeigt das Ergebnis einen höheren Wert als 130 an, dann wird man, seit dem Sommer, für drei Semester von den Studiengebühren befreit, die sonst bei 500 Euro pro Halbjahr liegen. Anerkannt werden z.B. Intelligenztests vom Hochbegabtenverein Mensa, der vor kurzem auch ein zweieinhalb Jahre altes Mädchen aus England in seine Reihen aufnahm.

Man möchte gerade für Hochbegabte besonders attraktiv sein und so wurden in Freiburg letzten Sommer gleich 21 Studenten von den lästigen Gebühren befreit.

In Konstanz waren es 10 Studenten. An der Uni Konstanz hält man die Abiturnote aufgrund der unterschiedlichen Maßstäbe an verschiedenen Schulen für wenig aussagekräftig was eine Hochbegabung angeht und verlässt sich lieber auf einen anerkannten Intelligenztest.

Sind intelligente Studenten auch gleichzeitig gute Studenten?

Die Kritik an dieser Vorgehensweise wurde in den letzten Tagen immer lauter. Das Bestreben einer Universität die „geistige Elite“ in den eigenen Reihen zu versammeln ist durchaus verständlich. Wer möchte schon gerne „nur“ eine durchschnittliche Uni darstellen?

Zwei Argumente sprechen aber ganz deutlich gegen ein Verfahren, dass gute Studienleistungen an solch fixen Zahlen festmacht. Gute Ergebnisse erreicht man eben nicht nur mit Intelligenz, sondern sie sind auch eine Frage der Motivation. Diese wiederum ist ein Persönlichkeitsmerkmal.

Auffällig hoch sind z.B. die Zahlen der Studienabbrecher im Fach Medizin, die ein hervorragendes Abitur und ganz sicherlich auch einen hohen IQ vorweisen können. Eben diese Studenten fühlen sich aufgrund der besonderen schulischen Leistung dazu verpflichtet in einen Studiengang einzusteigen, der einen – dem IQ entsprechenden – akademischen Anspruch erfüllt.

Spätestens nach dem ersten Semester erschlägt viele die Erkenntnis, dass auch sie mit mangelnder Motivation und Interesse für ein „elitäres“ Fach nicht weiter studieren möchten oder können. Als zweiter Aspekt, der gegen einen Intelligenztest zur Einteilung in Schubladen spricht, gelten soziale Kriterien.

Soziale Herkunft entscheidet

So sei es erwiesen, dass junge Leute aus Akademikerhaushalten besser abschneiden, da sie im Laufe ihrer Jugend auf solche Tests und entsprechende Fragen vorbereitet würden. Wer also aus einer sozial schwächeren Schicht stammt hat ungleich schwerere Karten bei möglicherweise ebenso ausgeprägter Begabung.

Wer also hochbegabt ist, dies in einem standardisiertem IQ-Test aber nicht entsprechend unter Beweis stellen kann, dabei aufgrund seiner Herkunft besonders auf finanzielle Förderung angewiesen wäre, fällt ganz einfach wieder einmal durch das Raster! Die ganze Sache ist folglich ein aufsehenerregendes Spektakel, dass einen Teil der deutschen Nachwuchselite unterstützt, aber mal wieder keinen Blick auf diejenigen hat, die die Förderung dringend nötig hätten.

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Pantelidis
4. August

Also ehrlich, dei IQ ist auch für mich der kleinste und bisher beliebteste Nenner um roboterhafte Intelligenzeigenschaften festzustellen.
Denn, dass was uns Menschen (Meiner Meinung nach) wirklich groß macht ist nicht nur die Intelligenz, Fantasie, Motivation, oder die Gesundheit.
Viel wichtiger ist es danach zu forschen wie ein Mensch es schaffen kann sein Unterbewußtsein dermaßen zu stimmulieren, das dieses Ihm
halt eben die für uns wertvollen geistigen Kräfte in erhöhtem Maße
zur Weiterbildung zur Verfügung stellt.
Denn ich bin der Meinung das selbst der dümmste Mensch mit der richtigen Stimmulierung mehr leisten kann als der Klügste zur Zeit.
Deshalb wäre für mich als wichtig anzusehen einen in breiter Front anwendbaren Stimmulierungsweg des Unterbewußseins zu erforschen.
Ich persönlich bin der Meinung das wohlmodulierter Stress mit angepassten Belohnungs und Belobigungs-zuwendungen geeignet sind um sehr einfache Charektere aus der Schutzdummheit der Überlebensstrategie zu holen.
Während Menschen mit von Natur aus größeren Freigaben (Intelligente Menschen), das für mich beste allgemeine Stimmulanz darin besteht
diese einfach nur so nah wie möglich zusammenzubringen.
Es wir zwar viel bla bla geben, wichtig ist aber das die Charaktere nicht zu weit voneinander wegkönnen, damit diese sich immmer wieder miteinander kontaktiert und konfrontiert sehen.
Was natürlich auch sehr wichtig ist wenig gesellschaftliche Zerstreuungmöglichkeiten und geringe Belastungen zum Lebensunterhalt.
So ich hoffe das mein Senf euch schmeckt, andernfalls werft Ihn weg.
Pantelidis

Mia
12. August

Meiner Meinung nach ist die Befreiung von Studiengebühren aufgrund eines hohen IQs genauso engstirnig und zu sehr an fixen Zahlen orientiert wie die Vergabe von Studienplätzen aufgrund eines guten Abiturdurchschnitts. Wer garantiert dafür, dass ein Abiturient mit einem NC von 1,0 auch ein guter Chirurg wird? Und wer will behaupten, dass jemand mit einem NC von 3,0 weniger in der Lage sein wird, ein Psychologiestudium zu absolvieren als Abiturienten, deren schulischen Leistungen besser waren? Insgesamt hat der Abiturdurchschnitt doch herzlich wenig damit zu tun, inwieweit ein Student das jeweilige Studienfach bewältigen kann und wie erfolgreich er daraufhin in dem Beruf sein wird. Das Gleiche gilt meiner Meinung auch für den Intelligenzquotienten. Hochbegabung ersetzt nicht die Motivation für ein gewisses Studienfach und garantiert nicht dafür, dass der Studierende seinem IQ entsprechende Leistungen abliefert. Sinnvoller wäre es, nach dem ersten Semester auf die erzielten Ergebnisse der Studenten zu schauen und besonders erfolgreiche zu fördern – zum Beispiel durch den Erlass der Studiengebühren. Alles andere wäre vorschnelles Handeln ohne zu wissen, ob der hochbegabte Student wirklich auch dem Anspruch standhalten kann bzw. dies überhaupt will. Man sollte nie die Begeisterung eines Menschen für eine Thematik unterschätzen – der eigene Wille kann Berge versetzen! Dieser Motivation eine Zahl entgegen zu setzen, die nur eine Einschätzung der allgemeinen Intelligenz auf breiter Ebene abgibt, ist leichtsinnig und nimmt vielen jungen motivierten Menschen, die auf finanzielle Förderung angewiesen sind, die Chance auf ein Studium und somit ihren Traumberuf.

Michi
8. April

Tausende von Studenten ,
studieren wovon sie träumen.
werden dass, was gut bezahlt wird.
(Oftmals finanziell von Mami+Papi finanziert)
Sie richten dann in ihrer Position großen Schaden an.
……………………………………………..
Ist dort eine fähige Person nicht besser platziert???

Daniel
1. Mai

„So sei es erwiesen, dass junge Leute aus Akademikerhaushalten besser abschneiden, da sie im Laufe ihrer Jugend auf solche Tests und entsprechende Fragen vorbereitet würden. Wer also aus einer sozial schwächeren Schicht stammt hat ungleich schwerere Karten bei möglicherweise ebenso ausgeprägter Begabung.“

So ein quatsch! Dann hätte ich wohl auch keinen IQ von 130 wenn es nach euch geht.

Ich finde das man sogar bessere Karten hat, mit einem auf IQ-Tests basiertem Verfahren.

phoenix
19. Mai

Was soll man da groß diskutieren?
Es ist lediglich ein Vorteil für die Universität und einige ausgewählte Studenten. Es wird nicht auf Kosten anderer Studenten gehandelt. Also was ist daran auszusetzen?
Zu einem vorherigen Kommentar:
Der Abiturdurchschnitt kann selbstverständlich eine Tendenz sein, ob der Schüler zu einem bestimmten Studium „fähig“ ist. Ein nicht allzu intelligenter Schüler mit großer Motivation, kann genauso viel „Wert“ sein, wie ein Hochbegabter, mit geringer Motivation- das bedeutet, dass beide einen Abiturschnitt, und somit einen Wert von bsp 2.0 haben. Ein geistig benachteiligter Schüler, der sich anstrengt und trotzdem „nur“ 3.0 kassiert, ist dann meiner Meinung nach auch nicht für alle Studiengänge geeignet. Ist doch auch besser für ihn, wenn man ihn nicht auflaufen lässt.

Zum eigentlichen Thema: IQ-Test = super Sache

Lilli
12. April

es ist kaum zu glauben…selten so einen schwachsinn gelesen. es ist immer wieder interessant zu lesen, was menschen über hochbegabung/hochbegabte schreiben, die keine ahnung haben, was das wirklich heißt.
wer ein sehr gutes abi hat, ist zweifelsohne intelligent. aber hochbegabt?-eher unwahrscheinlich. viele hochbegabte kommen schlecht oder gar nicht durch die schulzeit. entweder weil sie die schule abbrechen oder mit ihrem leben…das ist die wahrheit. wirlkich hochbegabte fallen durch das raster. in allen bereichen. sie kommen mit dem system nicht zurecht, in das sie gepresst werden. noch fragen? (es ist traurig, dass sie gesellschaft so ist wie sie ist!)

Tobias Claren
21. Oktober

Wer vor 100 Jahren zu den intelligentesten 10% gehörte, der würde heute zu den schlechtesten 5% gehören…

Außerdem soll der IQ alle 10 Jahre um 3 Punkte gestiegen sein.
Stichwort „Flynn“.

(ich glaube es war in Leonardo, WDR5)

@Mia

Bei rein logischen Fächern wie Mathemathik oder Physik oder Astrophysik kann ich mir schon vorstellen, dass der IQ viel bringt.
Aber ein Arzt? das ist auswendig lernen, was bei Interesse auch jemand mit IQ 95 besser schaffen kann, als der gedrängte Arzt-Sohn mit dem IQ von 130…
Was übrigens keine „Wissenschaften“ sind: Jura, Wirtschaft und Theologie. Sonst wäre auch Astrologie eine Wissenschaft….. Menschengeschaffene Regelsysteme.
Medizin? Naja, ein Arzt ist ein Handwerker, der schafft kein Wissen. Höchstens in der Forschung.
Aber eher nicht der Studienarzt in einer medizinischen Studie, der arbeitet nur das Programm des „Sponsors“ des Mittels ab. So wie ein Laborant.


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