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Das zerstörte Paradies – Studiengebühren in Deutschland - ein Semesterrückblick.
Thema: Studium | Bookmarken / Mailen
Nachdem halb Deutschland mit dem abgelaufenen Semester nun endgültig von den Studiengebühren erobert worden ist, scheint die Zeit für einen kleinen Rückblick gekommen.
Das Sommersemester 2007 neigt sich dem Ende entgegen, die letzten Klausuren und Hausarbeiten stehen noch an, bevor die fleißigen Studenten in die wohlverdienten Semesterferien entlassen werden. Es war vielerorts ein historisches Semester, denn in acht unserer Bundesländer wurde das Studium gebührenpflichtig, was lange Zeit in Deutschland als undenkbar galt und wogegen sich in unserer dezentralisierten Bildungslandschaft auch heute noch einige Bundesländer vehement wehren. Allerdings ist auch hier zu erwarten, dass mit der Zeit überall in etwa die gleichen Bedingungen herrschen werden – die tapferen Kämpfer für das gebührenfreie Bildungswesen werden sich nach Kräften verteidigen, aber schließlich doch der Reihe nach erschöpft fallen.
Nach ganz langem Anlauf inklusive heißen, sowie polarisierenden Debatten der Damen und Herren Politiker, vehementen studentischen Protesten samt mehr oder weniger gut organisierten und erfolgreichen Demonstrationen, Streiks und Blockaden, ist es nun soweit, dass man einen Rückblick auf dieses erste gebührenpflichtige Semester werfen kann. Das wird auch überall gemacht, das alljährliche Sommerloch wird nur allzu gerne von den Vertretern der Medienbranche mit Berichten über die Studiengebühren gefüllt. Ausgelutschte Statements von Politikern und Hochschulvertretern gehören ebenso dazu wie die nicht gerade sehr objektive Evaluation mittels Befragung einer noch so großen Anzahl von Studenten.
Ist es etwa zu erwarten, dass die für die Erhebung der Gebühren verantwortlichen Politiker plötzlich ihre Meinung ändern und nicht mehr die Notwendigkeit dieser Gebühren für das Wohl und die Steigerung der Qualität unseres Bildungswesens in den Vordergrund zu rücken versuchen? Wohl kaum, es sei denn, sie finden sich auf der Oppositionsseite wieder und bedienen sich des altbekannten Politiktricks aller deutschen Oppositionen: einfach dagegen sein, egal was es ist, egal worum es geht. Auch ist es nur schwer vorstellbar, dass die Studenten nach ewig langen Protesten nun in Jubelstürme ausbrechen und dem ersten Semester nach Einführung der Gebühren ein tolles Zeugnis austellen. Gerade wurde das Studentenparadies zerstört, da darf man gar nichts positives sagen, selbst wenn man könnte, zu sehr schmerzen dieser Verlust und vor allem der Blick auf den Kontoauszug! Es sei denn man hat wohlhabende Eltern und dieses Thema kümmert einen kein bisschen – worüber regen sich denn eigentlich alle so auf?
Eine objektive Betrachtung dieses Problems scheint momentan nicht möglich, da sich die verschiedenen Parteien dieser Diskussion noch zu sehr im Konflikt befinden, sich als Gegner sehen, die ihren Standpunkt gegen jeden Widerstand zu verteidigen haben. Stattdessen sollte man lieber den Ist-Status akzeptieren wie er ist und nach vorne blicken, lösungs- und erfolgsorientiert denken und wenn möglich auch noch so handeln. Schließlich ist Bildung in Deutschland längst noch kein Luxusgut, nur den Schönen und Reichen zugänglich. Zum Widerlegen dieser Theorie reicht ein Blick über den großen Teich oder sogar nur über unsere westliche Landesgrenze. Auch dort finanzieren die Studierenden schon seit langem ihr Studium durch günstige Kredite, was lediglich ein höheres Maß an Disziplin und Zielstrebigkeit erfordert als es zuletzt unter den deutschen Durchschnittsstudenten vorzufinden war. Doch gleichzeitig sollten auch Hochschulen und Landesregierungen für mehr Transparenz und Bedachtheit bei den Ausgaben und Investitionen dieser neuen Gelder (immerhin beträchtliche Summen, die nun zur Verfügung stehen!) sorgen.
So einfach wären alle Parteien zufrieden zu stellen, es gäbe kein studentisches Gemecker mehr, aber dafür müsste auch die entsprechende Gegenleistung folgen. Denn eins ist mal klar: Auch wenn der Name aus rechtlichen Gründen von Studiengebühren auf Studienbeiträge geändert wurde um damit keine zwingende Gegenleistung zu implizieren, sondern mehr eine Art „Mitgliedsbeitrag“ – StudienGEBÜHREN machen nur Sinn, wenn dadurch auch das Bildungswesen eine deutliche Qualitätssteigerung erlebt und Deutschland im internationalen Vergleich somit wieder besser abschneiden lässt als zuletzt!!!
So, Mission erfüllt, Sommerloch gefüllt!
Das Vorstellungsgespraech
Dieses Buch bereitet den Leser auf das Vorstellungsgespraech vor,berichtet ueber Ablauf, eventuelle Probleme und erklaert wie man sich am Besten vorbereitet.
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Die Studiengebühren fördern die Zwei-Klassen Gesellschaft ganz massiv. Eltern mit wenig Geld können ihren Kindern kein Studium bezahlen und die Studienzeit verlängert sich um ein Vielfaches wenn man zusätzlich noch arbeiten muss um die Massen an Geld ranzuschaffen um zu überleben und das Studium finanzieren zu können. So kommt Deutschlands Bildungsschnitt nie auf einen grünen Zweig wenn nicht alle die gleiche Möglichkeit haben sich ausbilden zu lassen.
Der Kampf um die Einführung der Studienbeiträge dürfte von der Studentenschaft verloren worden sein. Ich stimme dem Autor zu, wenn er fordert jetzt den Fokus darauf zu legen, wie diese Gelder möglichst effektiv und zu Gunsten von Universitäten und Studierenden eingesetzt werden kann. Jeder Einsatz auf einem anderen Gebiet wäre in meinen Augen eine nicht hinnehmbare Ungerechtigkeit. Konservativ gerechnet nimmt die Universität zu Köln zum Beispiel, durch die StudienGEBÜHREN in jedem Semester 20 Millionen Euro mehr ein. Ich denke, die Studentenschaft muss deutliche Verbesserungen erwarten dürfen. Oder aber, die Politiker haben sich selbst ein weiteres Mal der unglaubwürdigkeit preisgegeben und sich selbst ad absurdum geführt.