Fernstudium oder Präsenzuniversität?

Insbesondere für Personen welche Familie, Beruf und Weiterbildung unter einen Hut bringen wollen, eignet sich ein Fernstudium

Nicht erst seit gestern erfreut sich das Fernstudium grosser Beliebtheit, was sicherlich auch durch die Entwicklung des Internets begünstigt wird. Auch ein Studium ausserhalb des Campus ermöglicht es nicht nur Hochschulabschlüsse zu erwerben, sondern auch andere Ausbildungsmöglichkeiten, wie z.B. Sprachen, zu nutzen.

Erfreulicherweise bieten immer mehr Institutionen Fernstudiengängen an, wobei wohl bekannteste Fernuniversität die Universität Hagen ist. Die Motive für ein Fernstudium sind vielfältig. Sicherlich ist die hohe Flexibilität durch orts- und zeitunabhängiges Studieren das wohl wichtigste Kriterium. Insbesondere für Alleinerziehende und behinderte Menschen stellt ein Fernstudium somit eine gute Alternative für die Aus- und Weiterbildung dar. Doch was sind die grundsätzlichen Unterschiede zwischen einem Fernstudium und dem Studium an einer Präsenzuniversität?

Vermittlung der Lerninhalte

An einer normalen Universität werden die Lerninhalte durch einen Professor vermittelt. Oftmals werden darüber hinaus Übungen bzw. Kolloquien von Habilitanden angeboten, die den Stoff der Vorlesungen vertiefen sollen. An vielen Universitäten sind allerdings die Hörsäle überfüllt, so dass man sich mit einem Platz auf der Treppe und mit schlechter Luft im Raum begnügen muss. Sicherlich leidet hierunter die Konzentration nicht unerheblich.

Wer allerdings an einer Fernuniversität studiert, bekommt das Unterrichtsmaterial per Post zugeschickt und kann den Stoff an jedem Ort und zu jeder Zeit durcharbeiten. Lernhilfen werden in Form von Literaturhinweisen, Glossaren, elektronischen Aufzeichnungen in Ton und Bild sowie definierter Lernziele angeboten. Ganz ohne menschliche Betreuung müssen die Studenten aber nicht auskommen. An den Institutionen stehen oftmals so genannten Mentoren zur Verfügung, die sich um die Belangen der Studenten kümmern.

Persönliche Voraussetzungen

An der Universität wird das Wissen primär durch den Professor in den Vorlesungen vermittelt. Jedoch handelt es sich hierbei meist nur um eine Strukturierung eines grösseren Wissensgebietes. Es ist Aufgabe des Studenten selbst, die zusätzlich angebotenen Übungskurse zu besuchen und die angegebenen Literaturhinweise durchzuarbeiten.

Erfolgreich sind vor allem die Studenten, die den Stoff einer Vorlesung nachbereiten, da hierdurch der Anschluss in der nächsten Vorlesung nicht verloren geht. Die wichtigsten persönlichen Voraussetzungen sind daher Disziplin und Durchhaltevermögen.

Bei einem Fernkurs ist ein Student nicht an feste Vorlesungszeiten gebunden, da das Unterrichtsmaterial per Post nach Hause geschickt wird. Dieses Material ist meist besser als an einer herkömmlichen Universität aufbereitet, so dass die Suche nach den richtigen Inhalten kaum Zeit beansprucht.

Neben hohem Durchhaltewillen muss das persönliche Organisationstalent stark ausgeprägt sein, da keine Kommilitonen zur Seite stehen und oftmals neben dem Beruf studiert wird.

Ausseruniversitäre Veranstaltungen

Nicht umsonst werden die Universitäten als der grösste Singlemarkt bezeichnet. Für viele Abiturienten stehen neue und interessante Kontakte zumindest zu Beginn des Studiums hoch im Kurs. Auf den unzähligen Partys werden zahlreiche Kontakte geschlossen. Weiterhin existieren an einigen Universitäten verschiedene Vereine, z.B. im Bereich Musik, Beratung, Finanzen und Sport. An diesen können die Studenten aktiv teilnehmen.

Anders als bei den Präsenzuniversitäten sind soziale Kontakte an einer Fernuni eher spärlich. Die Studenten treffen sich lediglich unregelmässig zu besonderen Veranstaltungen und natürlich zu Prüfungen. Das Internet schafft durch E-Mails und Chats das wichtigste Medium, um Wissen und Informationen auszutauschen und um zu diskutieren.

Das Fehlen sozialer Kontakte zu Gleichgesinnten stellt somit den grössten Nachteil eines Fernstudiums dar, was gleichzeitig ein hohes Mass an Selbstdisziplin erfordert.

Kosten für das Studium

An einer Präsenzuniversität fallen zu Beginn eines jeden Semesters Studiengebühren an, die von Universität zu Universität recht unterschiedlich sind. Grösster Kostenpunkt stellt aber die Miete für eine Wohnung am Studienort dar. Die Kosten sind für einen Wohnheimsplatz oftmals um einiges geringer. Insbesondere zu Beginn des Semesters feiern viele Studenten ausgelassene Partys.

Die Kosten hierfür sollten nicht unterschätzt werden.

Für Bücher fallen meist kaum Kosten an, da Universitätsbibliotheken oft recht gut ausgestattet sind. Weiterhin dürfen die Kosten für die Heimfahrten nicht vergessen werden. Je nach Entfernung, Häufigkeit und Art des Transportmittels fällt die Höhe recht unterschiedlich aus.

Kosten für ein Fernstudium

Grundsätzlich sind letztlich die Kosten für ein Fernstudium von Anbieter zu Anbieter recht unterschiedlich. Es macht daher Sinn, das Informationsmaterial der verschiedenen Institutionen genau zu studieren. Private Anbieter sind in der Regel teurer als die staatlichen Anbieter. Jedoch sollte die Entscheidung für oder gegen eine Ausbildung nicht nur auf Grund der Kosten gefällt werden, sondern auch Kriterien wie Dauer, Qualität des Materials und Betreuung enthalten. Die Studiengebühren setzen sich meist aus Kosten für die Anmeldung, das Material, für zusätzliche Seminare und für die Prüfungen zusammen.

Weitere Kosten entstehen meist durch Anreise und Übernachtung bei Präsenzveranstaltungen.

Auch ist der Kauf zusätzlicher Bücher für das Studium notwendig, da im Heimatort meist keine Bibliothek zur Verfügung steht. Die Bücher können aber auch bei einer Bibliothek bestellt werden, was allerdings mit Versandkosten verbunden ist. Grösster Kostenvorteil ist sicherlich, dass keine Wohnung am Studienort gemietet werden muss. Auch sind die Kosten für ausgelassene Partys zu Beginn eines Semesters geringer.

Weiterführende Informationen zum Fernstudium

Im deutschsprachigen Raum haben sich bereits mehrere Anbieter von Fernstudiengängen etabliert. Die wohl bekannteste Einrichtung ist die Fernuniversität Hagen. Neben staatlich anerkannten Abschlüssen, wie z.B. ein Diplom, einen Bachelor oder einen MBA, werden weitere nicht-universitäre Kurse, wie z.B. Sprachen, angeboten.

Eine wichtige Frage bei der Wahl eines Anbieters ist sicherlich, woran man einen guten Anbieter erkennt. Für Fernuniversitäten gelten die jeweiligen Regelungen, die auch für die Präsenzuniversitäten gelten. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Institutionen gesetzlich anerkannt sind. Auch ist die so genannte Akkreditierung der Universität durch ein anerkanntes Akkreditierungsinstitut ein Gütezeichen. Weiterhin schreibt das „Gesetz zum Schutz der Teilnehmer am Fernunterricht“ vor, dass alle Kurse staatlich zugelassen sein müssen. Letztlich ist die Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) für die Zulassung zuständig.

Kostenlose Brochüren gibt es bei: http://www.sgd.de/

Fazit

Ein Studium an einer Präsenzuniversität ist sicherlich für junge Menschen die bessere Lösung. Insbesondere das eigenständige Leben und die neuen sozialen Kontakte formen einen jungen Menschen.

Ein Fernstudium hingegen ist insbesondere für diejenigen geeignet, die Beruf, Familie und Weiterbildung verbinden wollen oder müssen. Die Studenten sind bei dieser Art des Studiums örtlich und zeitlich ungebunden. Weiterhin eignet sich ein Fernstudium dazu, eine Zusatzausbildung neben dem Beruf zu absolvieren.

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