Promotion an deutschsprachigen Uni – 3 Modelle

Promotion in Deutschland, Österreich oder SchweizDoktorandenstudium in Deutschland, Schweiz oder Österreich
Nicht nur eine wisssenschaftliche Karriere wird mit einer Promotion angestrebt. Aus Sicht vieler Unternehmen ist die Promotion ein nettes Plus für den Lebenslauf. Chemiker oder Mediziner sind sogar mehr oder weniger gezwungen eine Doktorarbeit zu schreiben. In diesen Studiengängen ist Promotion üblich und kein Differenzierungs- sondern eher als ein Muss-Kriterium zu betrachten. Was jedoch kann man sich unter einer Promotion vorstellen? Wie läuft diese ab? Der Forschungsprozess kann sich erheblich je nach Universitäts- oder Lehrstuhlmodell unterscheiden. bildung-news.com stellt ihnen drei mögliche Ausprägungen von Promotionsprozessen vor.

Modell 1: Forschung im „stillen Kämmerlein“ – Labor- oder Schreibtischforschung
Der grösste Teil der Arbeit ist dadurch geprägt, dass man je nach Studienfach entweder im Labor Versuche auswertet oder am Schreibtisch Literaturquellen zu verschiedenen Themenstellungen recherchiert. Diese Form der Promotion ist wahrscheinlich die Form, die sich die meisten unter den Tätigkeiten eines wissenschaftlichen Mitarbeiters vorstellen. Im geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich werden bei diesem Modelle vorhandene Studien ausgewertet und eigene Transferleistung auf neue Anwendungsgebiete übertragen. Die Arbeit des Doktoranden ist durch Analysen von Laborversuchen oder Literaturrecherchen sowie Publizieren der Ergebnisse, die er daraus erhält. Der Doktorvater erwartet vor allem von ihm, dass der Lehrstuhl durch gute Publikationen von der wissenschaftlichen Gemeinschaft wahrgenommen wird. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Forschung für die Forschung“.

Modell 2: Das Mädchen für alles – Lehraufgaben und Assistent des Professors
Der sogenannte Lehrassistent ist der „Mann für alle Fälle“. Als direkter Assistent des Professors muss er verschiedene Aufgaben erledigen, auf die der Chef keine Lust hat. Dazu gehören insbesondere Lehrtätigkeiten und administrative Tätigkeiten von denen es an einer deutschen Universität genügend gibt. Zu den Lehrtätigkeiten gehören das Halten von Übungen, Korrigieren von Klausuren sowie Vorbereitung von Vorlesungsunterlagen. Dadurch kann nur einem relativ geringem Anteil der Arbeitszeit der Forschung an verschiedenen Themenstellungen gewidmet werden. Der Professor ist dann zufrieden, wenn der Assistent ihm bei der Wahrnehmung seines Lehrauftrages tatkräftig unterstützt und zusätzlich unangenehme administrative Aufgaben weitestgehend abnehmen kann.

Modell 3: Forschung für die Praxis – der Doktorand als Unternehmensberater
Viele Unternehmen ziehen es oftmals vor, statt mit einer grossen Unternehmensberatung mit einem Lehrstuhl an einer Universität zu kooperieren. Die Vorteile liegen auf der Hand. Einerseits ist diese Art der Zusammenarbeit lediglich mit einem Bruchteil der Kosten verbunden, die beispielsweise ein McKinsey, BCG, Roland Berger & Co kassieren würden. Weiterhin schätzen Firmen die Unabhängigkeit von Universitäten. Diese Form der Promotion ist sehr praxisorientiert. Im Vordergrund steht die Zusammenarbeit mit Unternehmen in gemeinsamen Forschungsprojekten. Die Ergebnisse fliessen dann im Idealfall später in die Dissertation mit ein. Der Professor ist dann zufrieden, wenn der Assistent in vielen Projekten tätig ist und nach seinen Möglichkeiten bei der Akquise von sogenannten Drittmitteln unterstützt oder sogar aktiv durchführt.

Unsere Empfehlung: Wer nach der Promotion in die Praxis gehen will, der ist mit Modell 3 am besten bedient. Wenn es geschickt anstellt, kann man unter Umständen diese Zeit sogar als Berufserfahrung vom neuen Arbeitgeber anerkannt bekommen. Bei Modell 2 muss man aufpassen, dass man nicht zum Handlanger des Chefs verkommt und mit dem eigenen Forschungsprojekt nicht weiterkommt. Modell 1 ist in der Reinform nicht wirklich für die wissenschaftliche Karriere geeignet. Ein Forscher sollte nach Möglichkeit auch die praxisnahe Realität kennenlernen, um daraus Schlussfolgerungen für seine Forschung zu ziehen. Letztlich sind die präsentierten Modellen in ihren Extremen vorgestellt worden. Auch Mischformen sind in der Realität anzutreffen, wobei in der Regel der Fokus immer auf einem der drei skizzieren Ausrichtungen liegt.

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