Wie bestimme ich den Wert meines Start-Ups?

Bewertung Start-UpWertbestimmung Start-Up – Teil 14
Auch wenn man noch nicht kurz vor Abschluss der Vertragsverhandlungen mit Investoren steht, beschäftigt den jungen Unternehmer öfters die Frage wie er den Wert seines Start-Ups ansetzen kann. Vor allem für Firmen, die noch keine Gewinne erwirtschaften, ist diese Frage schwierig zu beantworten. Die Frage lässt sich trotzdem nicht abschliessend beantworten, da die endgültige Berechnung von vielen verschiedenen weiteren Faktoren abhängt.

Formel zur Berechnung des Start-Ups

Venture Capitalists verwenden zur Berechnung des Wertes eines Start-Ups eine Formel, die als Variablen die Länge der Laufzeit, die Höhe der Rendite sowie die erwarteten Umsätze zum Zeitpunkt des geplanten Ausstiegs enthält. Der Wert eines Start-Ups zum Zeitpunkt 0 wird anhand eines Vielfachen des Umsatzes der Firma zum Einstiegszeitpunkt abdiskontiert. Dabei spielen die Höhe der erwarteten Rendite sowie der Multiplikator eine bedeutende Rolle.

Beispielsweise weist Google eine ca. 10-fache Börsenbewertung im Vergleich zum erwirtschafteten Umsatz 2007 auf. Der Multiplikator für Start-Ups wird im Idealfall anhand bestehender Wettbewerber herangezogen, deren Unternehmenswert und Umsatz bekannt sind.

Da ich mich selbst nicht besonders gut in dem Thema auskenne, empfehle ich ihnen sich den Beitrag Startup Valuation von Ryan Junee durchzulesen. Dort ist die Berechung meines Erachtens gut erklärt. Diese Formel dient jedoch lediglich der groben Orientierung. Einige Faktoren können den Wert des Start-Ups mindern oder erhöhen.

Faktor Konjunktur

In Zeiten schwacher Konjunktur ist die Bewertung eines Start-Ups niedriger. Dies hängt damit zusammen, dass die Umsätze wahrscheinlich viel niedriger ausfallen werden, als prognostiziert und der Investor somit eine höhere Risikoprämie fordert. Diese drückt sich durch einen geringeren Multiplikator aus.

Faktor Team

Wenn die Qualität des Teams positiv bewertet wird, können sie auch mit einer höheren Bewertung rechnen. Ein gutes Management bedeutet eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass das die Geschäftsidee erfolgreich wird und somit die Risikoprämie geringer ausfällt.

Faktor Markt

Ein sehr wachstumsstarker Markt hat bessere Unternehmensbewertungen zur Folge als ein durchschnittlich wachsender Markt. Selbst wenn das Unternehmen nur unterdurchschnittlich wachsen sollte, wird ein solider Unternehmenswert geschaffen. Venture Capitalists erwarten jedoch stets ein überdurchschnittliches Wachstum der Unternehmen in ihren jeweiligen Märkten.

Fazit zum Wert des Start-Ups

Je nach Investor werden auch noch weitere Faktoren wie vorhandene Patente etc. zur Bewertung herangezogen. Letztlich ist es auch ein wenig Bauchgefühl, das den Unternehmenswert eines Start-Ups beeinflusst. Morgen geht es weiter mit der Reihe. Dabei geht es um die Frage: Was sind die wichtigsten Kriterien zur Bewertung einer Geschäftsidee?

Lesen Sie hier die 30 Tipps zur Selbstständigkeit – ein Start-up gründen.

Bitte schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema!

Martin Hark
13. Januar

Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Der Unternehmenswert ist immer das Ergebnis der Unternehmensbewertung. Je nach Anlass muss dabei differenziert werden. Der Anlass ist relevant für den Zweck, aus welchem wieder die Funktion abgeleitet wird. Je nach Funktion wird dann das Bewertungsverfahren ausgewählt, welches schlussendlich für den Unternehmenswert verantwortlich ist. Der Unternehmenswert ist jedoch nicht gleich der Unternehmenspreis!


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