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Bevor Sie den Artikel lesen, möchte ich Sie auf folgende Artikel hinweisen, welche weitere hilfreiche Informationen zum Thema enthalten: |
Redensart: Das ist doch unter aller Kanone!
Das ist doch unter aller Kanone, das ist doch immer dasselbe in grün hier – schon wieder eine Redensart!
Richtig, wie immer donnerstags stellen wir Ihnen hier die Herkunft und die Bedeutung von Redensarten vor. Heute sogar gleich zwei davon. Aber es gibt ja auch so viel zu entdecken im Dschungel der deutschen Redewendungen. Lesen Sie hier mehr darüber, wie etwas sehr Schlechtes unter aller Kanone sein kann und warum dasselbe denn grün ist und nicht rot oder gelb. Was steckt da dahinter, wo liegt der Ursprung des Ganzen? All diese Fragen bekommen Sie hier beantwortet.
„Sub omni canone“ wurde zu „unter aller Kanone“
Jeder kann sich erinnern. Man hat eine schlechte Note aus der Schule mit nach Hause gebracht und hat dies soeben den eigenen Eltern gebeichtet. Schon setzt der verärgerte Vater zum großen Gezeter an. Was folgt ist eine Belehrung darüber, dass man sich doch bitte mehr auf die Schule als auf Freundin und die Freizeit konzentrieren sollte und dass das, was man sich hier leistet wohl „unter aller Kanone“ sei. Gut, man hat verstanden dass man eine wirklich schlecht Leistung gebracht hat, aber woher genau kommt denn die Redensart? Warum ist man denn bitte unter aller Kanone? Wider erwarten hat die Redensart „das ist doch unter aller Kanone“ nichts mit dem mittelalterlichen Geschütz zu tun, wie es zu Anfang scheint. Das Sprichwort ist auf den theologischen Ausdruck „sub omni canone“ zurückzuführen. Canone (Kanon) bedeutet soviel wie Richtschnur oder Maßstab. Auch war der Kanon früher das Stufensystem der Zensuren in der Schule. Brachte man also eine Arbeit zustande, die sehr weit vom Maßstab entfernt lag und damit sehr schlecht war, war sie unter dem Kanon. Also außerhalb des Bewertungsmaßstabs. Der Volksmund tat sein übriges und so wurde schnell aus „unter allem Kanon“ „unter aller Kanone“.
„Das ist doch dasselbe in Grün“
Zwei Dinge unterscheiden sich kaum voneinander und schon hält man sie in der Hand, vergleicht und ruft aus: „Das ist doch dasselbe in Grün“. Grün, warum eigentlich grün. Gelb wäre doch auch schön oder rot. Kommt diese Redensart vielleicht aus der Malerei? Oder aus dem Tierreich? Doch weit gefehlt. Man sollte sich lieber in der Automobilbranche genauer umsehen und die „Schuldigen“ für diese Redensart dort suchen. Und zwar bei Opel. Opel produzierte als erste deutsche Firma ab 1924 Autos am Fließband. Der Opel 4 PS, im Volksmund aufgrund der grünen Lackierung Opel „Laubfrosch“ genannt, ging damals als erstes Auto vom Band. Doch leider war das Auto keine neuartige Entwicklung. Es handelte sich hierbei um ein Plagiat des französischen Citroën 5CV. Deswegen und aufgrund der auffälligen grünen Farbe (es gab das Auto wirklich nur in grün zu kaufen) kam es dann zu dem Ausspruch: „Das ist doch dasselbe in Grün“. Und so ist es auch zu verstehen, warum zwei Dinge die sich nur unerheblich voneinander unterscheiden „dasselbe in Grün sind“ und nicht in Violett.
Rückblick: Letzt Woche stellten wir Ihnen in unserer Reihe Redensarten und ihre Herkunft vor, woher der Ausspruch etwas ist 08/15 kommt. Lesen Sie es doch einfach nach.
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