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Bevor Sie den Artikel lesen, möchte ich Sie auf folgende Artikel hinweisen, welche weitere hilfreiche Informationen zum Thema enthalten: |
Redensart: Auf dem Holzweg sein
Irren im tiefen Wald – „auf dem Holzweg sein“
Ein Mann sitzt mit seiner Frau und Kindern im Auto und fährt zielsicher Richtung Urlaubsort. Das Navi hat er gar nicht erst angeschaltet, weil wer ein echter Mann ist, der braucht so einen neumodischen Quatsch nicht. Die Straßenkarte wurde ebenfalls nur kurz überflogen. Auch nach mehrmaligem Nachfragen seiner Frau, ob er sich immer noch sicher sei den richtigen Weg zu fahren, winkt er immer wieder ab und verlässt sich auf seinen Pfadfinderinstinkt. Doch plötzlich fällt ihm auf, dass ihm die Orte auf den Straßenschildern alles andere als bekannt vorkommen und er muss schweren Herzens zugeben, dass er sich wohl „auf dem Holzweg befindet“. Verfahren, falscher Weg, völliger Irrtum. Einziger Ausweg: Den Holzweg verlassen. Ziel dieses Artikels ist es nicht die Orientierung von Männern im Straßenverkehr zu beurteilen, sondern wir wollen Ihnen wieder einmal, wie immer donnerstags, eine bekannte Redensart und ihre Herkunft vorstellen. Lesen sie hier mehr darüber, was es bedeutet „auf dem Holzweg zu sein“ und wo der Ursprung dieser Redensart liegt.
Bedeutung der Redensart
Wer im Irrtum ist und mit seinem Vorgehen nicht richtig liegt, der befindet sich laut dieser Redensart „auf dem Holzweg“. Indirekt verlangt der Ausspruch „der ist doch auf dem totalen Holzweg“ oder „Sie befinden sich hier eindeutig auf dem Holzweg“, dass derjenige der sprichwörtlich auf dem so genannten Holzweg wandelt, diesen verlässt und einsieht, dass er so nicht an sein Ziel kommen wird. Doch warum geht man, wenn man sich irrt, auf einem Holzweg? Wo liegt da der Sinn und wie kann man das erklären?
Herkunft der Redensart
Bei dieser Redensart handelt es sich einmal mehr um eine Redensart, die es seit dem Mittelalter gibt. Damals (aber auch noch heute) wurden Schneisen in den dichten Wald geschlagen, um gefällte Bäume besser abtransportieren zu können. Diese Waldwege waren teilweise sogar befestigt, damit Pferdefuhrwerke, die beim Abtransport der Baumstämme genutzt wurden, besser fahren konnten. Oder man zog die Baumstämme einfach durch den Wald und dabei entstanden ebenfalls kleine Wege. Diese dabei entstandenen „Baumstammabtransportwege“ wurden auch „Holzwege“ genannt. Und diese Wege konnte man leicht beim sonntaglichen Spaziergang durch den Wald mit normalen Wander- und Waldwegen verwechseln. Und das stellte dann die Waldspaziergänger vor ein unerwartetes Problem, wenn sie einen Holzweg wählten um an ein gewünschtes Ziel zu kommen. Denn die „Holzwege“ endeten irgendwo mitten im Wald, meist an einer Sammelstelle für die Baumstämme oder sie führten ins Nichts. Somit befanden sich die Personen, die auf einem Holzweg unterwegs waren, auf einem Weg der nicht zum Ziel führte. Somit ist auch zu verstehen, wie es zu der Bedeutung der Redensart kam. Wer auf einem Holzweg ist, der wird niemals an sein gewünschtes Ziel kommen.
Rückblick: Letzten Dienstag stellten wir Ihnen hier eine andere Redensart vor: „Mit dem ist nicht gut Kirschen essen“. Erfahren Sie hier mehr darüber warum man Sich früher vor Kirschkern spuckenden Adligen in Acht nehmen musste und wo der Ursprung der Redensart liegt.
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