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Bevor Sie den Artikel lesen, möchte ich Sie auf folgende Artikel hinweisen, welche weitere hilfreiche Informationen zum Thema enthalten: |
Redensart: Es ist alles in Butter
Jeden Donnerstag stellen wir in dieser Bildungsreihe Redensarten vor und erläutern ihre Entstehung. Redensart heute: Es ist alles in Butter
Redensarten benutzen wir im tagtäglichen Sprachgebrauch, doch nur selten kennen wir ihre Herkunft. Beispiel: „Gibt es hier irgendein Problem?“ – „Nein! Es ist alles in Butter!“ Es ist alles in Butter – diese Redensart wird heutzutage benutzt um auszudrücken, dass alles in bester Ordnung ist und es kein Problem gibt. Bildung-news.com verrät Ihnen woher diese Redensart stammt, bzw. stammen könnte, denn es gibt zwei als gleichwertig angesehene Erklärungen für ihre mögliche Entstehung.
Die kulinarische Erklärungsvariante
Als Napoleon III. im Jahre 1869 den Auftrag gab eine billige Alternative zu natürlicher Butter zu finden, dauerte es nicht lange bis in ganz Europa Margarine verkauft wurde. In Deutschland wurde 1871 in Köln-Nippes das erste Margarinewerk gegründet, die Benedict Klein Margarinewerke. Es entwickelte sich natürlich ein kulinarischer Konkurrenzkampf zwischen Butter und Margarine, denn die Gastwirte wollten mit der billigeren Variante Geld einsparen, während Butter natürlich als schmackhafter angesehen wurde. Der Legende nach soll als erster ein Berliner Gastwirt mit dem Schriftzug „Alles in Butter“ für seine Küche geworben haben, in der alles mit Butter und nicht mit der billigeren Margarine gekocht wurde.
Die pragmatische Erklärungsvariante
Eine andere Erklärungsvariante hat mit dem Transport von zerbrechlichen Gütern, vor allem aus Glas oder aus Porzellan hergestellten Gegenständen zu tun. Im Mittelalter mussten diese über schlecht ausgebaute und teilweise sehr holprige Straßen transportiert werden, zudem noch auf Pferdewagen (die natürlich keine Federung oder ähnliches besaßen). Die Gläser oder das Porzellan gingen regelmäßig beim Transport zu Bruch, besonders gefährdet waren die hoch geschätzten Güter aus Italien, die den Weg über die Alpen nehmen mussten. Um Schutz zu bieten und die Verluste zu minimieren, wurden die zerbrechlichen Gegenstände in Fässern untergebracht, die voller geschmolzener Butter waren. Wenn sich diese nach dem Abkühlen dann wieder festigte, war sie ein sehr effektiver Schutz für die Güter, die Fässer konnten unter Umständen sogar vom Pferdewagen fallen ohne, dass etwas zu Bruch ging. Beim Verkauf am Zielort antworteten die Verkäufer dann auf die Frage, ob auch nichts kaputt gegangen sei, die Güter seien in Ordnung, schließlich habe man „alles in Butter“ transportiert. Die Butter wurde schließlich wieder erhitzt und konnte vorsichtig aus den Fässern abgegossen werden.
Etwas zum Lachen
Passend zum Thema der Redensart des Tages noch eine lustige Butterwerbung!
Rückblick
Das war wieder einmal die Donnerstagsausgabe unserer 7 neuen Bildungsreihen bei Bildung-news.com. Letzte Woche stellten wir die Redensart Jemanden über den grünen Klee loben und ihre Herkunft vor.
Vorschau
Nächste Woche Donnerstag wird auch wieder eine Redensart erklärt, diesmal eine „tierisch“ interessante! Schauen Sie auch morgen wieder bei uns vorbei, der Dichterische Freitag mit Wochenrückblick und Wochenendvorschau wartet auf Sie. Wir freuen uns auf Sie und hoffen, dass auch bei Ihnen alles in Butter ist!
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