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Bevor Sie den Artikel lesen, möchte ich Sie auf folgende Artikel hinweisen, welche weitere hilfreiche Informationen zum Thema enthalten: |
Rettet die Allgemeinbildung, Teil 15: Google
Frage: Wie funktioniert Google?
Es ist die wohl größte Erfolgsgeschichte, die die IT-Branche seit bestehen des Internets hervorgebracht hat. 1998 haben zwei junge Studenten mit einem von vielen belächelten Vorhaben die Welt der Suchmaschinen revolutioniert. Einer der beiden Gründer hatte damals im Hörsaal laut verkündet, er werde das komplette Internet speichern und seine Maschine dann darin suchen lassen – erst löste er damit Gelächter aus, später Erstaunen, als er mit genau diesem Konzept Milliarden verdiente. Aber wie genau funktioniert Google denn jetzt?
Ein Spinnenroboter?
Das komplette „World Wide Web“ kennt Google zwar noch nicht aber es ist zu jedem Zeitpunkt kurz davor. Dabei greift es auf einen sogenannten Webrobot zurück, der auch Spinne oder in diesem Falle „Googlebot“ genannt wird. Dieser Bot hat nur eine Aufgabe, und zwar durchsucht er permanent alle Seiten des Internets, die er finden kann. Ist auf einer Seite ein Link zu einer anderen, dann geht der Bot diesem Link nach und speichert diese Seite ebenfalls. Jeder Forumseintrag und jede noch so kleine, vermeintlich unbedeutende Seite wird als Kopie auf den googleeigenen Rechnern gespeichert. Anschließend wird der neue Fund mit einer Nummer versehen und im Katalog aufgenommen, bevor der Inhalt der Seite dann auf Begriffe, Bilder und Autoren untersucht wird, damit auf diese dann bei Eingabe des entsprechenden Suchbegriffs zugegriffen werden kann. Seiten, auf denen der Googlebot noch nicht war, sind folglich über die Suchmaschine nicht zu finden und da Google den Anspruch hat immer aktuell zu sein, werden katalogisierte Seiten immer wieder auf Neuerungen überprüft.
Nach der Eingabe
Und wie kommen wir nun an die Suchergebnisse? Nach dem Eingeben der Suchanfrage entscheidet Google schnell je nach geographischer Lage und Auslastung des Netzes welcher Abschnitt (Cluster) die Anfrage bearbeitet. In diesem Cluster arbeiten hunderte bis tausende Server zusammen, die jetzt auf den oben genannten Katalog (Index-Server) zugreifen und dort nach entsprechenden Ergebnissen suchen. Damit bei beliebten Suchbegriffen nicht jedes Mal aufs Neue dieser Aufwand gestartet werden muss, werden solche Anfragen für mehrere Stunden zwischengespeichert. Die gefundenen Dokumente werden jedenfalls vom Document-Server geladen, aber bevor sie uns angezeigt werden überprüft eine Art Rechtschreibprogramm, ob wir uns nicht vertippt haben und womöglich mehr Dokumente bei anderer Schreibweise des Suchbegriffs angeboten werden können. All diese Ergebnisse werden jetzt noch nach Relevanz sortiert. Eines der Kriterien, um ganz oben zu stehen, ist der Pagerank (der grüne Balken in der oberen Leiste). Internetseiten werden unter anderem danach bewertet wie viele Links auf sie verweisen. Insgesamt spielen aber viele Faktoren in das Ranking mit ein und die genaue Zusammensetzung dieser Kriterien ist eben das Geschäftsgeheimnis von Google.
Kein Pfuschen möglich
Wer jetzt denkt, er könne eine Seite aufmachen und gleichzeitig viele weitere Seiten erstellen, die auf diese erste Seite verweisen, der wird leider nicht auf Platz eins bei Google landen. Wer aber von vielen verschiedenen Leuten, also auch von vielen verschieden IP-Adressen verlinkt wird, der hat gute Chancen. Letztlich kommt also der nach oben, der interessante Inhalte anbietet. So kommt auch das Motto zustande: „Write stuff that matters!“
Rückblick und Vorschau: Letzte Woche haben wir Ihnen verraten wie viel Heinz wirklich im Ketchup steckt. Morgen stellen wir Ihnen im Rahmen unserer täglichen Bildungsreihen einen Nebenjob für starke Jungs vor.
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