Wer viele Lehrbücher kauft, lernt Sprachen schneller

Neben unserer Serie von Sprachlerntipps, benennen wir nun einige typische Denkfehler beim Sprachen lernen. Der heutige Artikel widmet sich dem Thema Kaufrausch, einem Phänomen, welches man häufig bei Menschen beobachten kann, die sich vorgenommen haben, eine neue Sprache zu lernen.

Lesen Sie heute auch noch diese Artikel:

Von der Idee eine Sprache zu lernen zum Kaufrausch

Der ein oder andere Leser wird sich bei der Lektüre der folgenden Zeilen vielleicht selber ertappen oder von Menschen aus seinem Umfeld berichten können:

1. Schritt: Wir beschliessen eine neue Fremdsprache zu lernen 

Die Entscheidung ist super, Fremdsprachen stellen eine Bereicherung dar. Wir erfahren mehr über andere Sprachen, Kulturen, Geschichte und halten uns durch Lernen fit.

2. Schritt: Wir machen uns auf den Weg Lernmaterialien einzukaufen

Der Kauf eines Lehrbuches, kann ein guter Startpunkt für das Sprachstudium sein, es gibt aber, wie wir später aufzeigen werden, günstigere Alternativen.

3. Schritt: Mehre Bücher und Audiokurse – Shoppen macht Spass

Wir haben ein neues Lieblingsthema endeckt und ähnlich wie ein Briefmarken- sammler fangen wir an Lernmaterialen zu kaufen – häufig jedoch mehr als wie je im Leben durcharbeiten werden.

Welchen Irrtümer wir aufliegen

Modernes Marketing, schicke Verpackung, geziele Werbung – es gibt viele Aspekte, welche uns dazu verführen Sprachlernkurse, Lern-CDs und Bücher zu kaufen, doch beachten Sie:

1. Irrtum: Mehr hilft mehr

Es ist falsch zu glauben, dass man die Sprache schneller lernt, wenn man mehrere Bücher und Methoden gleichzeitig kauft. Oft stauben die meisten dieser Bücher hinterher einfach im Regal ein.

2. Irrtum: Es ist alles Gold was glänzt

Neue Lehrbücher sind oft sehr schön und farbig gestaltet, sie glänzen und haben keine Eselsecken – alles schön und gut, doch oft sind es ältere, gebrauchte Lehrbücher, die mehr Erfolg versprechen.

3. Irrtum: Ich lerne duchs kaufen.

Der emotional schlimmste Fehler aber ist der, dass wir das Gefühl haben, durch den Kauf der Bücher bereits etwas für das Erlernen der Sprache getan zu haben.
Sie hätten genauso gut faul in der Sonne liegen können!

Sie kaufen kein Fremdsprachenwissen sondern lediglich etliche Seiten Papier, was darauf steht ist völlig unwichtig, solange Sie mit den Büchern nicht arbeiten und lernen.

Sie müssen sich bewusst sein, das Sie durch den Kaufrausch bereits viel Zeit fürs bummeln und shoppen verschwendet haben, Zeit, die Sie bereits für das Lernen verwenden hätten können.

Alternativen zum Kaufrausch und vielen Lehrbüchern

  1. Arbeiten Sie zuerst ein Lehrbuch bis zu Ende durch
    Bevor Sie mit dem Gedanken spielen weitere Lehrbücher zu kaufen, sollten Sie das erste bis zu Ende durchgearbeitet haben.
  2. Gehen Sie in die Bibliothek
    In der Bibiothek Ihrer Stadt / Universität gibt es viele Lehrbücher, welche zum Reinschnuppern völlig ausreichen. Nutzen Sie diese Bücher, bevor Sie unnötig Geld für Sachen ausgeben, die hinterher nur rumliegen.
  3. Leihen Sie sich bei Freunden ungenutzte Lernmaterialien
    Fragen Sie in Ihrem Umfeld Freunde und Bekannte, viele hatten schon mal die coole Idee eine Fremdsprache zu lernen, jetzt steht das Buch in einem Regal und staubt ein – Leihen Sie es sich aus!
  4. Nutzen Sie das Internet
    Anfängersprachkurse, Audiokurse und Vokabeltrainer gibt es auf hunderten von Webseiten, nutzen Sie dieses Angebot, machen Sie sich Notizen und arbeiten Sie die kostenlosen Übungen durch.
  5. Nutzen Sie Mitschriften aus der Schulzeit
    Viele Menschen heben sich ihre alten Schulhefte und Schulbücher noch über Jahre auf. Graben Sie diesen Schatz aus und verwenden Sie ihn für die ersten Schritte beim Lernen und Auffrischen.
  6. Basteln Sie sich Ihren eigenen Sprachkurs
    Nutzen Sie Ihre Kreativität – mit einem Wörterbuch, Zeitungen, Zeitschriften und Artikeln, können Sie sich Ihren eigenen Sprachkurs basteln.

Fazit – aktives Lernen ist wichtiger als aktives Einkaufen

Die Anzahl der von Ihnen erworbenen Lehrbücher ist nicht für die Geschwindigkeit, mit der Sie eine Sprache lernen werden, verantwortlich. Häufig bleiben viele Bücher ungenutzt liegen.

Nutzen Sie ein Lehrbuch und arbeiten Sie es so lange durch, bis Sie sich einen Grundwortschatz angeeignet, alle Übungen gemacht, verstanden und wiederholt haben. Aktives Lernen ist der Schlüssel zum Lernerfolg.

Der 2. Denkfehler lautet: Teure Lehrbücher und Lernmethoden sind effizienter.

Bitte schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema!


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