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Burnout-Syndrom: Was kann man tun?
Thema: Erfahrungsberichte | Bookmarken / Mailen
Selbstanalyse Burnout-Syndrom - Ein Erfahrungsbericht
Ich arbeite seit ca. drei Jahren in einem Unternehmen und bin zur Zeit recht unzufrieden. Schon mehrfach habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich meine Situation ändern kann. Durch Zufall habe ich im Internet über Deisler, Hannawald und Co. gelesen, die an einem Burnout leiden sollen. Natürlich habe ich mich gefragt, wie ein Sportler daran leiden kann und habe ein wenig im Web recherchiert. Unglücklicherweise konnte ich viele Parallelen zu mir feststellen.
Was ist das Burnoutsyndrom?
Das Burnout-Syndrom wurde von verschiedenen Wissenschaftlern untersucht. Allgemein besteht Einigkeit darin, dass es sich hierbei um einen Entwicklungsprozess handelt. Das heisst also, dass man nicht von heute auf morgen zu Leiden beginnt. Vielmehr gibt es verschieden Phasen, die durchlaufen werden. Am Anfang stehen Begeisterung bezüglich der zu leistenden Arbeit und Idealvorstellungen im Job einhergehend mit hohem Einsatz und starker Identifizierung mit der Arbeit. Nach einer gewissen Zeit macht sich Enttäuschung breit. Die Idealvorstellungen werden nicht umgesetzt, die Anerkennung bei Kollegen fehlt und man hat das Gefühlt, dass es nicht so richtig vorwärts geht. Man tritt auf der Stelle. Kopfschmerzen und Verspannungen sind die Folge. Stellen sich keine weiteren Erfolge ein, macht sich Frustration breit.
Der körperliche und psychische Druck steigt mit der Zeit immer stärker an
Dieser Zustand wird begleitet von Müdigkeit, Unzufriedenheit, Ärger, Zynismus und Gereiztheit. Die Schuld wird dem nicht funktionierenden System bzw. der Umwelt zugeschrieben. Auch der Wechsel des Arbeitsplatzes lässt sich beobachten. Ebenso besteht ein Hang zur Übertreibung, wie z.B. Grosseinkäufe oder übermässiger Konsum von Alkohol. Die körperlichen Beschwerden nehmen zu und es treten Essprobleme auf. Schliesslich macht sich das Gefühlt der Verzweiflung breit. Die zu leistende Arbeit erscheint völlig sinnlos und es besteht permanente Angst zu versagen. Es wird nur noch Dienst nach Vorschrift geleistet, man ist schnell erschöpft, kann sich kaum mehr richtig konzentrieren und vormals einfache Tätigkeiten können nicht mehr ordentlich ausgeführt werden. Letztlich werden soziale Kontakte vernachlässigt und man fällt in Apathie.
Bin ich selbst betroffen?
Als ich das alles gelesen habe sind beim mir die Alarmglocken losgegangen. Leide ich jetzt wirklich darunter? Im Internet habe ich Selbsttests gefunden, die mir - dummerweise - bestätigt haben, dass ich am Burnout-Syndrom leide. Was soll ich jetzt tun? Ein langer Urlaub ist nicht drin. Ein Besuch beim Psychiater? Nein, so schlimm ist es dann auch nicht. Ich werde wohl versuchen, mich zusammenzureissen und mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Vielleicht stellen sich Erfolge ganz von alleine wieder ein und in ein paar Monaten lache ich darüber. Was sind Eure Erfahrungen und wie seit Ihr mit diesem Problem umgegangen?
Eure Heike
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Hallo Heike,
danke nochmal für Deinen Erfahrungsbericht. Ich bin sicher es gibt viele Menschen, die ebenfalls an einem Burnout leiden. Ich kann nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Jedoch denke ich, dass es in solchen Situationen wichtig ist, sich klare Perspektiven aufzumalen und angefangene Ziele weiter zu verfolgen. Man muss sich in Gedanken ausmalen wie man diese erreicht. Durch folgende Erfolgserlebnisse schafft man es dann hoffentlich wieder aus der unzufriedenstellenden Lage sich hinaus zu bewegen.
Wünsche Dir viel Erfolg dabei.
Carlos