Bevor Sie den Artikel lesen, möchte ich Sie auf folgende Artikel hinweisen, welche weitere hilfreiche Informationen zum Thema enthalten:
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Einheitliche Schulbücher für Deutschland?
Bundesinnenministerin Schavan regt mit ihrem Vorschlag eine intensiv geführte Diskussion an
„Ich finde, es ist schwer erklärbar, dass ein Mathematikbuch für die fünfte Klasse in Deutschland in zig Auflagen unterschiedlich nach Ländern existiert. Wer Bildungsstandards hat, kann auch mehr gemeinsame Schulbücher haben“. Für dieses und weitere in der ARD getätigte Statements erntete Annette Schavan sowohl Lob als auch Kritik. Politiker, Tageszeitungen und Gewerkschaften beteiligen sich nun an der Diskussion rund um das in Deutschland verwendete Lehr- und Lernmaterial.
„Bildung ist und bleibt Ländersache“
So lautet das Hauptargument der Gegner von Schavans Vorschlag, wie etwa dem bildungspolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Meinhardt. Auch viele Minister der einzelnen Landesregierungen zeigten sich in ihren ersten Reaktionen keineswegs angetan von der Idee einheitlicher Schulbücher und kritisierteb Schavans Vorstoß genauso sehr wie die Lehrergewerkschaft VBE. Mehr Zentralismus im deutschen Bildungssystem sei keinesfalls erstrebenswert, sondern würde die Lehrerinnen und Lehrer nur in ihrer Freiheit den Unterricht aktiv mit zu gestalten weiter einschränken. Zudem sei ein Wettbeweb unter den Schulbuchverlagen nur von Vorteil für die Qualität der Bücher.
Bessere Vergleichbarkeit
Annette Schavans Vorstoß scheint jedoch nicht so abwegig zu sein, schließlich ist Deutschland seit Jahren versucht das Bildungsniveau anzuheben, etwa mit Maßnahmen wie dem Zentralabitur. Doch fehlt absolut die Grundlage zur Vergleichbarkeit, wenn nicht auch die Lehrbücher vergleichbar sind. Auch für Kinder, die wegen eines Umzugs in ein anderes Bundesland die Schule wechseln müssen, hätten es dadurch leichter. Schavan betont sie fordere keineswegs „Gleichheit, sondern Vergleichbarkeiten“, sie wolle zudem nicht die Länderhoheit untergraben, sondern lediglich einen Vorschlag zur Verringerung der momentan viel zu großen Anzahl an Schulbüchern machen. Zumal die Umsetzung der in der Kultusministerkonferenz vereinbarten einheitlichen Standards noch längst nicht zufriedenstellend verlaufen.
Herbstliche Bildungsoffensive
Der Unterstützung ihrer eigenen Partei kann sich CDU-Politikerin Schavan jedenfalls sicher sein. So nennt CDU-Bildungsexpertin Katherina Reiche die Diskussion um einheitliche Schulbücher in Deutschland überfällig. So hat Schavan auch volle Rückendeckung bei der Umsetzung ihrer für diesen Herbst geplanten und am Sonntag im „Tagesspiegel am Sonntag“ angekündigten „nationalen Bildungsoffensive“. Schavan möchte durch verschiedene Maßnahmen Deutschland in den Bereichen Bildung und Ausbildung weiter auf Vordermann bringen. Die Umsetzung der geplanten einheitlichen Standards gehört genauso zu ihren Zielen wie frühkindliche Bildung und die Aufwertung der Hauptschulen. Letztere wird heute oft nur noch als Abstellgleis für Problemfälle gesehen, soll in Zukunft aber wieder lernwilligen Schülern eine geeignete Bildung für das spätere Erreichen der mittleren Reife und somit bessere Chancen auf eine vernünftige Ausbildungsstelle bieten.
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9. Februar 2010
Wir wollen ein vereintes Europa und sitzen im zersplitterten Deutschland. Wir sollten uns erst mal an die eigene Nase fassen, bevor wir Europa vereinen.
Ich bin für gleiche Bildung in ganz Deutschland.
Kostenfrei und vergleichbar! Schulbücher sollten pro Klasse und Lehrfach nur einmal erscheinen. Die Verlage haben die Möglichkeit an Ausschreibungen teil zu nehmen. Der bessere Gewinnt. Lehrpläne sollten in allen Bundesländern übergreifend gleich sein.
Nein. ich will nicht die DDR zurück, aber Chancengleichheit für alle!
28. Februar 2010
Föderalismus als Bildungswettbewerb? Aber bitte ohne Schiedsrichter! Oder sollte eine höhere Vernunft entscheiden? Oder gar die Fakten selbst? PISA pisakt zwar, aber wir lassen uns nicht reinreden. Denn Bildungshoheit haben immer noch und heutzutage erst recht allein die Bundesländer, dank eines Kuhhandels auf der Föderalismuskonferenz. Und Hoheit über die Schulbücher haben die Verlage. Profit statt Bildung.
So ist statt Wettbewerb immer noch Streit im Programm. Das gern gelobte Finnland hat sowas längst hinter sich.
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