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Bevor Sie den Artikel lesen, möchte ich Sie auf folgende Artikel hinweisen, welche weitere hilfreiche Informationen zum Thema enthalten: |
Arbeiten bei den Johannitern
Deutschlands Hilfsorganisationen bieten das breite Programm
Einige haben vielleicht Ihren Zivildienst bei der Johanniter Unfall-Hilfe e.V. absolviert, andere haben von der Hilfsorganisation möglicherweise gehört, weil die Großmutter „so ein komisches Gerät“ zu Hause stehen hat. Jeder von uns musste schon mal einem Rettungswagen im Einsatz Platz machen – womöglich saß ein Johanniter am Steuer. Und was hat das mit den Rittern auf sich? Bildung-news.com verrät Ihnen, was die Arbeit in einer Hilfsorganisation ausmacht, in welchen Bereichen man arbeiten kann und wie man sich auch nebenbei noch tatkräftig beteiligen kann.
Helfen mit Tradition
Der Johanniterorden ist seit dem 16. Jahrhundert eine protestantische Ordensgemeinschaft, die weltweit verschiedene Bereiche aufgebaut hat, von denen der größte wohl von der international arbeitenden Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) vertreten wird. Des Weiteren gibt es eine Hilfsgemeinschaft, einen Schwesternorden, sowie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Die Unfall-Hilfe gliedert sich in Deutschland in verschiedene Landes- und Regionalverbände, die fast 40.000 Ehrenamtler und über 10.000 Hauptamtliche beschäftigen. Die JUH wird in Deutschland von über 1,5 Millionen Menschen mit Spenden unterstützt, wirtschaftet aber auch selber über die angebotenen Programme und Hilfestellungen.
Vom Essensfahrer zum Ritter
Trotz der Verpflichtung zur christlichen Nächstenliebe ist man bei dem Verein auch ungetauft willkommen. Für die meisten geschieht der erste Kontakt wahrscheinlich über den Zivildienst, wobei sich die JUH bereits an den Schulen besonders im Bereich des Sanitätsdienstes beteiligt. Zu den Arbeitsbereichen der Johanniter im engeren Sinne gehören z.B. die Ausbildung in Erster Hilfe, Krankenpflegegrundlagen aber auch die Ausbildung von Rettungsdienstmitarbeitern an der Akademie in Münster. Der Rettungsdienst ist für Zivildienstleistende besonders attraktiv und er ist trotz der großen Zahl an hauptamtlichen Mitarbeitern auf die junge Unterstützung angewiesen. Dafür hat die JUH deutschlandweit über 200 Rettungswachen mit entsprechenden Fahrzeugen. Teilweise in diese Wachen integriert und teils eigenständig existieren die Sozialstationen, von denen aus die ambulante Pflege und Essen auf Rädern organisiert wird. Das oben angesprochene „komische Gerät“ der Großmutter könnte ein Hausnotrufgerät sein, dessen Vermittlung ebenfalls von den Sozialen Diensten übernommen wird. Die meisten ehrenamtlichen Mitarbeiter haben eine Ausbildung aus dem Bereich der Notfallbetreuung und haben eine große Auswahl an Betätigungsfeldern. Einerseits werden Fahrzeuge des Katastrophenschutzes vom Bund von verschiedensten Ehrenamtlern besetzt aber auch viel alltäglichere Aufgaben warten, wie z.B. Sanitätsdienste bei Sportereignissen oder Konzerten.
Wer sich für einen dieser Bereiche interessiert, seinen Beitrag leisten möchte oder noch nicht ausgelastet ist, wird in seiner Nähe sicherlich auch einen Ansprechpartner finden. Für Zivildienstleistende oder Anwärter auf ein Freiwilliges Soziales Jahr gibt es, natürlich vergütet, besonders im Rettungsdienst, im Behindertenfahrdienst oder bei Essen auf Rädern immer Stellen zu finden. Des Weiteren werden vor Allem Ehrenamtler nicht unbelohnt gelassen. Ausbildungen werden meist bis zum Rettungssanitäter bei entsprechendem Engagement von der JUH finanziert und man erhält die Gelegenheit auf zahlreichen interessanten Konzerten als Helfer dabei sein zu können. In allen Bereichen bietet die JUH aber auch Festanstellungen an. Um Ritter zu werden, muss man aber wohl in die richtigen Verhältnisse geboren werden. Es sind tatsächlich echte Ritter, zwar ohne Rüstung, und sie nennen sich „Herrenmeister“, aber auf die Tradition wird großer Wert gelegt.
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