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Bevor Sie den Artikel lesen, möchte ich Sie auf folgende Artikel hinweisen, welche weitere hilfreiche Informationen zum Thema enthalten: |
Das Comeback des Mittagsschlafs
Was zum Teufel ist Power-Napping?
In südlicheren Ländern war es noch nie peinlich mittags mal die Augen zu schließen, um ein bisschen von der Arbeit und vom Stress abzuschweifen. Und scheinbar gibt es außer Coca Cola doch noch ein paar andere amerikanische Ideen, die man durchaus auch hier akzeptieren könnte. In Deutschland plädiert die Wissenschaft schon länger für die ausschließlich positiven Erscheinungen des kleinen Nickerchens am Mittag. Einige Firmen zeigen sich bereits erkenntlich, aber der Großteil der schuftenden Bevölkerung kann vom erholsamen Schläfchen nur träumen. Starten auch Sie ihr Coming-Out als Büroschläfer!
Das liegt in der Natur
Tagtäglich so zwischen 13 und 14 Uhr holt es einen jeden von uns ein – das Leistungstief. Und das ist auch alles andere als ungewöhnlich, da uns die Natur, so wie es bei allen Tieren auch ist, das Bedürfnis mitgegeben hat Pausen zu machen. Unser Kreislauf wird instabiler, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit lassen nach, so dass statistisch nachgewiesen die Rate an Arbeitsunfällen am frühen Nachmittag am höchsten ist. Doch bisher scheint man in Deutschland von seinen Kollegen eher schief angeguckt zu werden, wenn man sich nach ein paar Stunden Arbeit kurz zurücklehnt. Schnell wird man als Faulpelz abgestempelt. Als die Stadt Vechta im Jahr 2000 ihren Bediensteten eine 20minütige Pause für den Mittagsschlaf genehmigte, erntete man von Bevölkerung und Medien lediglich Hohn und Spott. Abgesehen davon wirkt es aber, als ob immer mehr Arbeit in immer weniger Zeit zu verrichten sei und folglich überhaupt keine Zeit bleibt, um die Schwäche des Leistungstiefs zuzugeben. Doch dieser Denkansatz ist falsch.
Effektiver mit Schläfchen
Schon vor Jahren bestätigte die Harvard Universtiy was wir insgeheim schon alle wussten – nach einem kurzen Päuschen am Mittag arbeiten wir bis zu 25 Prozent produktiver. Machen Sie sich Ihr eigenes Rechenbeispiel: 20 Minuten Zeiteinbuße durch den Schlaf bei zum Beispiel vier Stunden anschließend verbleibender Arbeitszeit, machen bei 25 Prozent eine Stunde Arbeitszeitersparnis aus. OK, das mag eine Milchmädchenrechnung sein, aber es kommen noch weitere positive Effekte hinzu. Nicht nur die Produktivität auch Kreativität und Konzentration scheinen wie ausgewechselt. Ganz wichtig ist aber, dass man es auch nicht übertreibt. Schläft man länger als 30 Minuten kommt man bereits in tiefere Schlafphasen und die Gefahr steigt, dass man nun erst richtig müde wird.
Power-Napping ist das Zauberwort
Die Amerikaner lieben es offensichtlich Altbekanntem neue Namen zu verpassen. Nichts anderes als „Kraftnickerchen“ heißt der modische Begriff und beschreibt das typische Entspannungspäuschen im Unternehmen. Einige Firmen bieten ihren Mitarbeitern eigens Ruheräume mit Liegesesseln an, in Japan gibt es sogenannte „Nap-Shops“, in denen man sich Zelte für den Mittag mieten kann. Aber auch im eigenen Bürostuhl kann man es sich bequem machen. Und wer keinen Wecker dabei hat und Angst hat nicht rechtzeitig aufzuwachen, der nimmt einfach seinen Schlüsselbund in die Hand – schläft man ein, fällt der Schlüssel runter und man wird wieder wach. Und es ist noch nicht mal der Schlaf an sich, sondern der Vorgang des Einschlafens, der einem genügend Entspannung verschafft, um anschließend wieder an die Arbeit zu gehen.
Bei Kindern gelten jedoch scheinbar noch andere Regeln. Studien besagen, dass Kinder erst langsam einen Rhythmus finden müssen und dieser wird durch Mittagsschläfe eher gestört, so dass Kinder abends Einschlafschwierigkeiten bekommen und morgens Probleme haben aufzustehen.
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