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Der Dichterische Freitag – Kolumne 43/07
Kolumne 43/07: Big Business and Show Biz!
Wir könnten an dieser Stelle wieder von der Deutschen Bahn berichten, aber das werden wir uns heute mal sparen. Stattdessen geht es heute um den „abgepitschtesten“ Typen der letzten Jahre, der freiwillig auf eine Milliarde Dollar verzichtet – Mark Zuckerberg, und um die „Fleischmütze aus Bitterfeld“ – Ja! Es geht auch um Detlef Soost und um das Fernsehformat, das zwangsläufig meinen Donnerstagabend dominiert. Und was zum Teufel ist Bewegungsattraktivität?
Facebook plus Microsoft
Als 19-jähriger gründete Marc Zuckerberg das soziale Internetnetzwerk Facebook, das z.B. auch als Vorbild für das Studivz fungierte, und verbucht mittlerweile um die 50 Millionen Mitglieder. Als er 21 war und auf Grund des Erfolges seines Internetprojekts das Studium schon abgebrochen hatte, machte ihm Yahoo ein Angebot, das wohl niemand von uns hätte ausschlagen können. Eine Milliarde Dollar bot man ihm für Facebook. Eine Milliarde! Das sind tausend mal eine Million! Der junge Mann, der zu öffentlichen Auftritten auch gerne mal in Adiletten erscheint, lehnte ab. Er hatte noch einiges vor mit seinem Unternehmen und hat mehr Potenzial darin gesehen. Auch wenn Microsoft soziale Netzwerke bisher als „launenhafte Modeerscheinungen“ abgetan hatte, kam in der Nacht zu Donnerstag die erstaunliche Nachricht: Microsoft hat 240 Millionen auf das Konto von Zuckerberg überwiesen, um sich damit einen Anteil an Facebook zu kaufen. Und zwar einen Anteil von 1,6 Prozent! Hochgerechnet heißt das, dass Zuckerbergs Projekt auf einen Wert von 15 Milliarden Dollar geschätzt wird. Spätestens hier ist der Punkt, um diesem mittlerweile 23-jährigen unseren Respekt zu zollen. Ganz ehrlich – wer von Ihnen hätte eine Milliarde Dollar abgelehnt? Dafür muss man schon ein gesundes Selbstvertrauen an den Tag legen.
Bäm, bäm, bäm
Die andere Persönlichkeit der Woche ist für mich Detlef Soost, auch einfach D! genannt. Der Mann ist eine Erscheinung wie es sie selten im deutschen Fernsehen gibt. Als Tanzlehrer ist er deutschlandweit mit Schulen vertreten und mit Popstars belästigt er uns bereits zum sechsten Mal. Was ist eigentlich aus seinem „Helfer“-Format „Lebe dein Leben“ geworden, bei dem er Leuten, die auf dem Boden des harten Lebens angekommen waren zur Seite stand, um aus der Lebenskrise herauszukommen? Vielleicht war er so lieb zu seinen Schützlingen mit den ernsten Problemen wie zu seinem Tanznachwuchs (siehe Videoclip). Aber abgesehen davon ist D! auch ein großartiger Erfinder. Zu seinen liebsten Werken gehören übrigens Wortkreationen. Zu den schönsten verbalen Neubildungen gehören Begriffe wie „Bewegungsattraktivität“ und „style appeal“. Grandios was man so alles aus Sprache machen kann. Aber nicht, dass Sie denken ich wäre neidisch auf den Hünen aus Berlin-Pankow. Ganz im Gegenteil, denn auch ihm gebührt das, was wir eben auch einem Dieter Bohlen zu Gute halten müssen. Beide schaffen es immer wieder aus Sch… Geld zu machen. Also auch an dieser Stelle: Respekt dafür. Aber trotzdem freue ich mich auf die Pause nach Popstars und vor der nächsten Staffel von DSDS, wenn mein Donnerstagabend ganz allein dem UEFA-Pokal gehört…
Seien Sie aber nicht eingeschüchtert und genießen Sie Ihr Wochenende. Am Samstag stellen wir Ihnen übrigens eine Ausbildung passend zum Thema Musik vor.
Ihr Schreiberling Thomas
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