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Kolumne 46/07: Hoeneß so kalt wie das Wetter
Der Dichterische Freitag – Kolumne 46/07

Es ist Donnerstagabend und der junge Schreiber sitzt vor seinem PC und überlegt was für ihn die Themen der Woche waren. Eigentlich müsste ich jetzt von der Atmosphäre in der universitären Bibliothek berichten, denn da habe ich meine letzten Tage verbracht. Abgeschnitten vom Rest der Welt. Naja gut, ein bisschen übertrieben ist das wohl schon, denn immerhin habe ich mich zwischenzeitlich durch die Eiseskälte gequält, um auch den heimischen Arbeitsplatz aufzusuchen. Da hat man mir doch ein bisschen Tagesgeschehen gegönnt.
Es war am Mittwochabend das Highlight schlechthin: Uli Hoeneß pöbelt seine Mitglieder an…und wie!
Und natürlich neues von meinem liebsten Hobby aus den USA.
Ohne dich ist alles doof
Wen ich damit meine? Natürlich meinen Schal, denn ohne den traue ich mich gar nicht mehr vor die Tür. Seien Sie ehrlich – wie viele ihrer Arbeitskollegen, Kommilitonen oder Mitschüler waren in den letzten Tag krank, haben permanent genießt und alle drei Minuten in ihr Taschentuch geschnauft? Oder hat es Sie gar selber erwischt? Bei mir gab es nur wenig Gelegenheit krank zu werden, denn ich habe wie gesagt meine Tage im warmen Schoß des Lesesaals verbracht. Und in der Wärme fühle ich mich auch einfach besser. Es soll ja Leute geben, die den Sommer nicht mögen und lieber dick eingepackt durch den Schnee stapfen. Ich verzichte gerne.
Aber ein Gutes muss ich dem Ganzen doch zusprechen. Wenn es so früh dunkel ist und draußen die Kälte Einzug erhält, dann muss man sich eben mit seiner Liebsten oder seinem Liebsten in der Wohnung verbarrikadieren, die Kerzen auspacken, den Tee servieren und die Bettdecke ausschütteln oder ein warmes Bad einlassen.
Muss ich jetzt noch einen Tipp fürs Wochenende geben oder verstehen wir uns auch ohne Worte?
Was haben Sie erwartet?
Mit ein paar mehr Worten hat sich der Manager des FC Bayern München wieder ins Rampenlicht gespielt. Was darf man denn von einem ehemaligen Fußballprofi so erwarten? Auf der Jahreshauptversammlung war eines der Themen das Verhältnis zwischen Bayern-Fans und Vorstand. Herr Rummenigge hat vorbereitet und versuchte so diplomatisch wie möglich eine Lösung für die Meinungsverschiedenheiten zu finden. Als sich dann zwei Fans zu Wort meldeten und die schlechte Stimmung in der Allianz-Arena beklagten und dies auf die vielen zu teuren Plätze schoben, war es vorbei mit guter Mine zum bösen Spiel.
Uli Hoeneß machte es wie es sich für den Manager des größten Sportvereins in Deutschland gehört – er pöbelte rum und beleidigte die Basis seines Vereins als seien es Bremen-Fans (die mag er nämlich seit dem Klose-Wechsel auch nicht mehr).
Nebenbei gab er noch zu, dass man den Logenbesitzern das „Geld aus der Tasche ziehe“, weil man mit den sieben Euro der Südkurven-Fans nichts anfangen könne. Gucken Sie sich auch den Gesichtsausdruck von Rummenigge an, dem wohl nicht mehr viel dazu einfiel…
Zu guter Letzt möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass mein neues Lieblingsteam aus der amerikanischen Basketball-Liga mittlerweile bei sieben Siegen und null Niederlagen steht. Warum das so besonders ist, können Sie beim Dichterischen Freitag der letzten Woche nachlesen.
Ein angenehmes Wochenende und viel Entspannung wünscht Ihnen
Ihr Schreiberling Thomas
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