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Bevor Sie den Artikel lesen, möchte ich Sie auf folgende Artikel hinweisen, welche weitere hilfreiche Informationen zum Thema enthalten: |
Schwäbisch auf der Beerdigung?
Der Dichterische Freitag – Kolumne 48/07

Zum Glück handelt es sich bei unserem Dichterischen Freitag um einen persönlichen Wochenrückblick. Andernfalls könnten Sie mir mangelnde Aktualität unterstellen. Das eine Thema ist ja zumindest zeitlos, sofern man das bei Beerdigungen sagen darf. In diesem Fall ging es um eine recht große Trauergemeinde, die eigentlich gar nicht richtig trauerte und diejenigen, die es sollten, taten das wohl schon vor längerer Zeit. Verwirrt?
Ein anderes Thema meiner Woche wurde in sofern wieder aktuell, da ein paar in der Kindheit längst verschollene Erinnerungen wieder hervorkamen. Kennen Sie noch Piggedy und Frederick? Oder das Äffle und das Pferdle?
100 Studenten, 18 Urnen, ein paar Verwandte
Das ist die Bilanz der Beerdigung, auf der ich gestern war. Zum Trauern war mir trotz der zahlreichen Verstorbenen aber nicht wirklich zumute. Dabei hatte ich doch an einem der Beerdigten noch wenige Monate zuvor das Skalpell walten lassen.
Jetzt mal Klartext: Ein vernünftiges Erlernen der menschlichen Anatomie während eines Medizinstudiums wäre nicht in diesem erkenntnisbringenden Stadium möglich, wenn es keine Körperspender gäbe. Dabei handelt es sich um Personen, die ihren Körper quasi per Testament wirklich freiwillig der Forschung vermachen. Nach dem Ableben und der Konservierung mit Formalin wagen sich dann unbeholfene Medizinstudenten an die Erkundung dieses Wunderwerkes der Natur. Das können Sie sich vielleicht schwer vorstellen, aber das passiert tatsächlich mit gehörigem Respekt. Da liegt dann jemand vor einem, der aus unterschiedlichsten Gründen seinen verstorbenen Körper vollkommen Unbekannten anvertraut. Was war dieser Mensch für einer? Was haben seine Verwandten dazu gesagt, dass er seinen Körper spendet? Ist es respektlos den Anverwandten für dieses „Opfer“ zu danken? Durch die Körperspende gehen die meisten Medizinstudenten einen Schritt in ihrer intellektuellen aber auch ganz besonders in ihrer sozialen Entwicklung weiter. Das habe ich spätestens bei dieser Beerdigung gemerkt.
Die Trauerfeier, die von den Studenten organisiert und abgehalten wurde, drückte mit jedem Lied, mit jeder Tat und mit jedem Wort den tiefen Respekt aus, den man für die Spender und die Verwandten empfindet. Ich glaube auch, dass die Verwandten das erkannt haben. Obwohl einige von ihnen weit über ein Jahr auf die Beisetzung warten mussten.
Der Hafer- und Bananenblues
Wenn ich mit meinen Freunden abends feiern gehe, dann passiert dann grundsätzlich nie ohne das berüchtigte „Vorglühen“. Da trifft man sich bei einem zu Hause, trinkt was, die Musik läuft und wenn der Computer auch noch an ist, dann gibt es immer einen, der bei youtube das neueste Video zeigen muss. In diesem Fall war es eher ein älteres Video. Als ich noch etwas jünger war, lief auf den Dritten Fernsehprogrammen immer mal wieder ein kurzer Cartoon für Kids.
Im WDR war es Piggedy und Frederick – zwei Schweine, von denen eins immer eine grundlegende Frage hatte (z.B. ob der Himmel ein Ende hat) und eins, das immer eine Antwort mit Beispiel parat hat („Klar, hat der Himmel ein Ende. Wir gehen da jetzt mal hin!“).
Im SWR liefen als Äquivalent „Äffle und Pferdle“. Die zwei finde ich so stark, dass ich ihnen hier Platz einräumen musste. Falls Sie mal schlechte Laune haben, hören Sie sich einfach den „Bananenblues“ an.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein erholsames und vergnügliches Wochenende
Ihr Schreiberling Thomas
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