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Die WG liegt vorne
Das Ergebnis der `68er
Aus einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung des Deutschen Studentenwerks (DWS) ergeht, dass die Wohngemeinschaft immer noch die beliebteste Wohnform bei Studenten in Deutschland ist und ihren Vorsprung sogar noch ausweitet. Die Sozialerhebung hat die Zahlen aus allen 58 Studentenwerken Deutschlands zusammengefasst und den erwarteten Trend bestätigt. Doch auch das unbeliebte Wohnheim holt auf – aber warum? Und die Jungs im „Hotel Mama“ kommen ebenfalls auf ihre Kosten.
Eine lange Tradition
Die statistischen Erhebungen des Deutschen Studentenwerks beginnen bereits im Jahr 1953 und belegen, dass bis zu den Kommunen-Bewegungen der 60er-Jahre das Wohnen zur Untermiete im Studentenleben dominierte. Die WG als solche ist ein Kind der gesellschaftlichen Umwälzung der ´68er-Bewegung. Die Untermiete macht heute nur noch knapp zwei Prozent aus, während sich die WG heimlich, still und leise zur beliebtesten Wohnform mauserte. In der Erhebung des Jahres 2003 waren es noch 22 Prozent der Studenten, die sich einen Wohnraum teilten. Mittlerweile sind es 25 Prozent. Ob es sich dabei um eine reine „Zweck-WG“ von Studierenden handelt oder eine Gemeinschaft aus Freunden wird dabei nicht unterschieden. Jeweils 20 Prozent der heranwachsenden Akademiker wohnen aber dann doch lieber alleine oder leben mit ihrem Partner oder der Partnerin zusammen.
Wohnheime boomen
Sie sind mit Sicherheit die günstigste Variante und das ist auch meist der Grund, warum die Zimmer in Wohnheimen so begehrt sind, egal ob unsanierter Altbau oder Durchgangszimmer. Gute elf Prozent haben sich den praktischen Platz mit Campusnähe ausgesucht. Bundesweit wohnen rund 180.000 Studenten in den über 1000 Wohnheimen und zahlen dabei durchschnittlich eine Warmmiete von 201 Euro. In den kommenden Jahren soll die Nachfrage nach Wohnheimplätzen aber erheblich steigen, da deutlich mehr und auch deutlich jüngere Studenten hinzukommen, die in zeitlich immer mehr verkürzten Bachelor- und Master-Studiengängen anfangen.
„Hotel Mama“
Es bleiben noch knappe 23 Prozent über und dies sind die Studenten, die noch zu Hause bei den Eltern wohnen. Nicht erstaunlich scheint dabei die Tatsache, dass es deutlich mehr Männer als Frauen sind, die sich noch im „Hotel Mama“ verwöhnen lassen. Für den Großteil ist es jedoch Fluch und Segen zugleich. Aus Umfragen geht hervor, dass das Wohnen bei den Eltern als Notlösung angesehen wird und die Unzufriedenheit mit dieser Wohnsituation am ausgeprägtesten ist.
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